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Ich bin nach einer seeeehr langen Pause wieder da! Juhu!
Ich habe für die Schule eine Geschichte geschrieben zum Thema LGBTQ+ und habe mit ihr einen Preis gewonnen. Da sie vielen Leuten gefallen hat, veröffentliche ich sie hier und hoffe, sie gefällt euch auch!
Mittlerweile ist es schon so spät geworden. Immer noch dachte ich darüber nach, was ich bloß morgen tun sollte. Ich saß seit einer halben Ewigkeit vor meinem Zimmerfenster und schaute in den rabenschwarzen Nachthimmel. Schon früher ist mir aufgefallen, dass ich lieber Zeit mit den Mädchen verbringe, statt mit Jungs. Was habe ich mir nur dabei gedacht, mit Mädchenkleidern in die Schule zu gehen? Meine Eltern hatten mich zwar gewarnt, aber ich wollte nicht auf sie hören. Als ich die Türklinke zu meinem Klassenraum runtergedrückt habe, lachte die ganze Klasse hysterisch auf. Ein paar wollten wissen, ob heute Fasching wäre. Selbst mein Lehrer machte sich vor der Klasse über mich lustig.
Ich bin traurig nach Hause gegangen und habe mich nach dem Mittagessen auf mein Zimmer auf dem Dachboden verkrochen.
Die alte Standuhr, ein Erbstück meiner Großmutter, schlug ein Uhr.
So kann es nicht weitergehen, dachte ich mir. Ich öffnete meinen Schrank und schnappte mir meine Jacke. Noch im Laufen zog ich sie mir an. Ich versuchte, niemanden aufzuwecken und trotzdem zu rennen. Einfach rennen, dorthin, wo meine Beine mich trugen. Ich fühlte mich frei und lief auf den Hof. Das herbstliche Laub knistert unter meinen Stiefeln, die ich mir schnell übergestreift hatte. Die Luft roch frisch, es war eine schöne Herbstnacht. Ich lief weiter, bis die Landschaft an mir vorbeizufliegen schien. Es war, als würden mich die goldenen, mit Blättern bedeckten Schwingen des Herbstes durch den Wald tragen. Vor mir ist ein glitzernder See, in dem sich die goldenen Sterne spiegeln. Die Welt wirkt friedlich, als würden mich die Menschen so akzeptieren, wie ich bin.
Etwas stimmte jedoch nicht. Es waren nicht unsere Sterne, nein, es waren fremde Sterne…
Meine Mutter betritt mein Zimmer. Ich sitze noch immer vor meinem Fenster und starre die Sterne an. Deswegen waren es fremde Sterne. Es waren keine echten… Meine Mutter umarmt mich, meine Tränen durchnässen den Stoff ihres Schlafanzuges an ihrer Schulter. Ich habe alles nur geträumt, die Welt ist immer noch grausam und ich ein Außenseiter. Kein Wald, kein See, keine andere Welt. Ich fasse einen Beschluss: Ich werde so tun, als wäre das nie passiert, und es wäre nur ein Witz gewesen, eine verlorene Wette oder so. Ich werde als Junge leben, doch eins verspreche ich mir: Ich werde irgendwann sein, wer ich möchte. Aber nicht jetzt. Noch nicht. Ich bin noch nicht so weit. Die Welt ist noch nicht soweit. Aber irgendwann, ich verspreche es.
Ich hoffe, ihr mögt sie :)
Lg Fire Fox
Richtig schön! 🥹
Wie schööön!
GLG Kathinka💫
Das ist sooo schön❤️❤️❤️. Ich heule gleich😭😭😭