Eure Geschichten

Weih­nach­ten mit Fa­mi­lie Kohl

23. Dezember

Frau Kohl stand voll im Stress. Sie war in jedem Geschäft gewesen, fand aber nicht das Barbie Traumhaus was Finde Kohl sich so sehr wünschte. Auch den Transformer von Paul Kohl fand sie nicht. Außerdem musste sie irgendwoher noch den Truthahn bekommen. Den wollte ihr Mann unbedingt. „Wie in England“, sagte er immer, wenn sie fragte, was sie zu Weihnachten essen wollten.

Sie betrat den Weinladen. „Moin“, kam es aus der Richtung des Tresens. „Guten Tag“, erwiderte sie. Auf einem Hocker stand ein kleiner Mann mit langem Bart. „Was sollet denn sein?“, fragte er und stieg von seinem Hocker. Jetzt sah man nur noch kleine weiße Haarzipfel, die am Tresen entlang tanzten. „Nur eine Flasche Punsch“, sagte Frau Kohl und der kleine Mann kletterte auf eine Leiter, die an den Füßen Rollen trugen. Er stieß sich vom Boden ab und rollte durch den Laden, an den langen Wandschränken vorbei, zu einer kleinen Komode. „Hier“, er zog eine Flasche Punsch aus dem Regal. „Dankesehr!“, antwortete sie und wollte nach der Flasche greifen, doch dann entdeckte sie gegenüber des Ladens einen anderen Laden. Im Schaufenster dieses Ladens stand: das Barbie Traumhaus, der Transformer und der Truthahn.

Gerettet ist das Weihnachtsfest

„Was ist das für ein Laden?“, fragte sie. „Das ist der Wunschladen von Eddie Locke! Nur würdige Leute können ihn sehen“, antwortete der kleine Mann und hielt ihr ungeduldig die Flasche entgegen. „Das macht vierzehn Euro und neunundneunzig Cent“, erklärte er ungeduldig. „Hier“, sie hielt ihm fünfzehn Euro hin, „behalten sie den Rest!" Kurz darauf verließ sie den Laden.

Sie betrat die Gasse, in der sie den Wunschladen gesehen hatte. Jetzt stand sie vor der großen Eingangstür. Vorsichtig öffnete sie die Tür und trat ein. „Wer ist da?“, fragte eine kratzige Stimme. „Herr Locke? Ich bin Frau Kohl und will etwas kaufen“, antwortete sie. Vor ihr stand ein Ledersessel. Der Sessel drehte sich um und ein Mann mit weißen Locken saß im Sessel. „Was denn?“, fragte er. „Das da!“, sie deutete auf die Sachen im Schaufenster. „Gute Wahl!“, er schnippte mit dem Finger und plötzlich standen drei Einkaufstüten vor ihr und das Geld aus ihrer Tasche lag auf dem Tresen. „Danke, Herr Locke. Dank ihnen können wir morgen Weihnachten feiern!“.

ENDE

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