Zwei Freunde, ein Streit - 3
Pizza zum Abendbrot
Maja saß an ihrem Schreibtisch und zerbrach sich den Kopf darüber, wie Emilia antworten würde. Würde sie ihr verzeihen? Oder den Brief zerreißen und wegschmeißen? Würde sie ihn überhaupt lesen? Oder ... Jemand klopfte an. Ohne ein "herein?" abzuwarten, öffnete Mama die Tür. "'nen Keks?", fragte sie und stellte einen Keksteller auf Majas Schreibtisch. Doch Maja hatte keinen Hunger. "Und?", interessierte sich Mama. "Hast du mit ihr geredet?" "Ich hab eben einen Brief eingeworfen", erläuterte Maja ihre Situation. "Keine Ahnung, ob sie den schon gelesen hat." Mama schwieg eine Weile. "Also ... ich dachte, wir backen heute Pizza, aber ..." Mama lächelte. "Ich rufe mal bei der Pizzeria an." Mit diesen Worten verließ sie Majas Zimmer. Nun musste Maja auch ein bisschen lächeln. Pizza zum Abendbrot - Wer konnte da widerstehen?
Heilig Abend
Lustlos hing Maja über ihrem Müsli. Sie hatte keine Lust auf Frühstück. Emilia hatte sich noch immer nicht gemeldet. Ob sie nun den Brief gelesen hatte? Oder wollte sie wirklich nichts mehr mit Maja zu tun haben? Bei dem Gedanken stiegen Maja fast wieder die Tränen in die Augen. Doch da fiel ihr etwas ein: Sie musste die Kekse für Mama einpacken! Sie hatte extra eine schöne Keksdose mit einen Tannenbaum im Schnee darauf gekauft. Sie ließ ihr Müsli stehen und ging in den Keller, wo sie die Kekse gestern versteckt hatte.
Es klingelt
"Puh, endlich zu Hause!", dachte sich Maja, als sie hinter Mama das Haus betrat. Sie wollte sich gleich eine heiße Schokolade machen, um sich aufzuwärmen. Schließlich waren Mama, Papa und sie eine Viertelstunde von der Kirche nach Hause durch den Schnee gestapft. "Uuund?", fragte Mama langgezogen. "Bereit für die Bescherung?" Sie grinste. In dem Moment klingelte es an der Tür. Maja öffnete - und stockte. Draußen stand Emilia! "Hallo...", brachte sie hervor. "Hi, ähm...kommst du kurz mit?", fragte Emilia. Maja schlüpfte in ihre Stiefel und folgte Emilia hinters Haus.
Freundschaftsketten
"Und?", fragte Maja. "Ich...wollte mit dir reden", erklärte Emilia. "Wegen deinem Brief." Maja schaute Emilia nur an, die nun für eine kurze Zeit schwieg. "Ich...ich verzeih dir", strahlte diese. Und dann übergab sie Maja eine kleine Schachtel. Maja öffnete sie. Darin lag...eine Kette! Mit einem halben Herz daran, das im Laternenlicht glitzerte. "Die hab ich selbst gemacht", sagte Emilia. "Ich hab auch eine." Sie griff in ihren Ausschnitt und zog ebenfalls so eine Kette heraus. "Deshalb habe ich auch mein Armband nicht getragen. Ich musste es der Mitarbeiterin in einem Schmuckgeschäft geben, damit sie dazu passende Ketten anfertigen konnte!" Sie strahlte Maja an. "Ich wollte, dass wir auch Freundschaftsketten, und nicht nur Armbänder haben!" "Was??", fragte Maja erleichtert. Und dann - flog ihr ein Schneeball ins Gesicht. "Getroffen!", gluckste Emilia und flüchtete. "Na warte!" Maja formte sich einen Schneeball zurecht und hechtete Emilia hinterher. Und egal, was für tolle Geschenke Maja heute noch unterm Weihnachtsbaum finden würde, diese Freundschaft war für sie das wertvollste auf der Welt.
Super schönes Ende von Freundschaften....
LG Emi 💜
cool das du ein gutes Ende Hat habe die andern auch gelesen. Alles echt cool
Echt MEGA!!!
Ich finde sie suuuuuuuuuuuuuper guuuuuuuut