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Der Junge Arsin lebt mit seiner Oma und seinem Bruder in einem abgelegenem Dorf in Xinjiang in China. Manchmal ist er sehr einsam, doch die Welt der Pflanzen tröstet ihn. Arsin liebt es, die Natur zu beobachten. Er hat von seinem Onkel gelernt, wie er Pflanzen trocknet und sammelt. Als er das Mädchen Meiyu trifft, entdecken sie zusammen Tag für Tag das Tal von einer ganz besonderen Seite. Es entsteht eine wichtige Freundschaft. Bis Arsin erfährt, dass Meiyu umziehen wird. Shanghai ist kilometerweit entfernt. Arsin versucht zu begreifen, wie weit. Und dass er schon bald wieder mit allen Veränderungen seiner Welt alleine ist.
Die stillen und langen Beobachtungen von Arsin und Meiyu führen uns durch die schönsten Naturaufnahmen im Nordwesten Chinas. Begleitet wird ihre Reise von vielen Naturgeräuschen. Das sind für uns die zwei wichtigsten Elemente im Film: die Bilder und die Musik.
Die ganze Geschichte richtig zu verstehen, ist manchmal ein bisschen schwierig. Im Film gibt es wenig Gespräche. Aber umso mehr Fragen, die sich Arsin stellt. Wir bekommen einen Einblick in seine Gedanken. Erst nach und nach lösen sie sich auf. Oder werden an einer anderen Stelle im Film erklärt. Das kann sehr spannend sein. Aber dafür ist es wichtig, gut aufzupassen. Wir finden, es ist gar nicht so wichtig, alles zu verstehen. Viel wichtiger ist es, mit Arsin mitzuträumen. Und zu verstehen, dass Natur trösten kann. Und ein sicherer Ort ist, wenn sich die Welt um einen herum ständig verändert.
Der Film hat den Großen Preis der Internationalen Jury für den Besten Film in der Kategorie Generation Kplus erhalten.