Filmtipps

„Spi­rit – Frei und un­ge­zähm­t“: In­ter­view mit der Re­gis­seu­rin Elai­ne Bo­gan

Darum geht’s im Film:

„Spirit – Frei und ungezähmt“ basiert auf dem DreamWorks-Animationsfilm „Spirit Der wilde Mustang“ und auf der Fernsehserie „Spirit: Wild und frei“. 

Spirit und Lucky
Spirit mit Lucky

Die junge Fortuna Prescott, genannt Lucky, zieht zu ihrem Vater in das Prärie-Städtchen Miradero. Nach dem Tod ihrer Mutter, einer berühmten Kunstreiterin, war sie bei ihrer Tante an der Ostküste aufgewachsen. In Miradero freundet sie sich bald mit den Reitermädchen Abigail und Pru und ihren Pferden Boomerang und Chica Linda an. Einen ganz besonderen Freund findet sie in einem wilden Mustang, der in seinem Stall gefangen gehalten wird. Lucky gibt ihm den Namen Spirit. Eine Gruppe von Banditen plant jedoch, Spirit und seine Herde zu verkaufen. Jetzt muss Lucky sich mit ihren neuen Freunden auf ein Abenteuer begeben, um das zu verhindern und Spirit zu retten. 

Trailer

Elaine Bogan
Elaine Bogan

ks-Redaktion: In einem Spielfilm mit echten Menschen ist es vor allem die Aufgabe des Regisseurs oder der Regisseurin, die Schauspielerinnen und Schauspieler und die Führung der Kamera anzuleiten. Was macht der Regisseur oder die Regisseurin bei einem animierten Film? 

Elaine Bogan: Wenn man als Regisseur oder Regisseurin anfängt, einen animierten Film zu machen, dann arbeiten wir erstmal mit einem Drehbuchautor oder einer Drehbuchautorin, um uns eine echt tolle Geschichte auszudenken. Dann erstellen wir mit einem Team aus Storyboard-Künstlern und -Künstlerinnen ein Storyboard. Das ist wie eine schwarz-weiße Comic-Version des fertigen Films. Wenn die Storyboards fertig sind, nehmen die Schauspielerinnen und Schauspieler ihren Drehbuchtext auf. Wir legen diese Aufnahmen über das Storyboard. Dann haben wir eine Roh-Version des Films und können mit dem Animieren beginnen. Dabei wird alles zum Leben erweckt. Wir fügen Farben, Bewegungen, Beleuchtung und den Musik-Soundtrack von einem Komponisten oder einer Komponistin hinzu. Das alles kommt zusammen für den fertigen Film, den man dann auf der großen Leinwand sehen kann.

ks-Redaktion: DreamWorks Animation ist einer der größten und bekanntesten Animationsfilmproduzenten der Welt. Wie lange dauert es, so einen Animationsfilm zu machen und wie viele Animatoren und Animatorinnen arbeiten ungefähr daran? 

Elaine Bogan: Oh, an „Spirit: Frei und ungezähmt“ haben wir etwa zwei Jahre von Anfang bis Ende gearbeitet. Ein Animationsfilm kann zwei bis fünf Jahre brauchen, manchmal auch länger. Gestern hat mir einmal jemand zusammengerechnet, wie viele Menschen wir für diesen Film gebraucht haben. Das waren über 500 Menschen! Also wenn der Film letztendlich herauskommt, dann wird der Abspann ewig lang sein. Es braucht sehr viele Menschen und sehr viel Teamwork, um um so einen Film zu machen. 

ks-Redaktion: Welche Figur im Film magst du am liebsten und warum?

Elaine Bogan: Mein Lieblingscharakter im Film ist, glaube ich, Boomerang. Er ist Abigails Pferd und ich liebe ihn, weil er mich sehr an mein eigenes Pferd Ziggy erinnert. Sie sind beide wie riesige, liebenswerte Hundewelpen, die es lieben, zu fressen. Deswegen liebe ich ihn sehr!

ks-Redaktion: Das passt sehr gut zu unserer nächsten Frage. Wir haben gelesen, dass du selbst ein Herz für Pferde hast. War das einer der Gründe, warum du dich entschieden hast, bei diesem Film Regie zu führen? 

Elaine Bogan: Ja, auf jeden Fall! Ich reite, seit ich 8 oder 9 Jahre alt war. Und dieser Film ist der erste in meiner Karriere, der mit Pferden zu tun hat. Es war schön, dass ich meine Lebenserfahrung und mein Wissen über die Beziehung zwischen Menschen und Pferden für diese Geschichte einsetzen konnte.

ks-Redaktion: Was hat dich dazu inspiriert, beim Animationsfilm zu arbeiten und was sind die Voraussetzungen dafür? 

Elaine Bogan: Ich habe angefangen, Geschichten zu schreiben und Bilder zu malen, als ich sehr klein war. Ich glaube, ich habe mit fünf oder sechs Jahren versucht, mein erstes eigenes Buch zu illustrieren. Ich habe auch schon sehr jung angefangen, Kunstunterricht zu nehmen. An der weiterführenden Schule habe ich meinen Abschluss in visueller Kunst gemacht. An der Universität habe ich dann Kurse in Fotografie, Film und schließlich auch für klassische 2D-Animation genommen. Nach meinem Abschluss an der Uni habe ich eine Ausbildung zur Storyboard-Künstlerin bei DreamWorks Animation machen können. Ich habe jahrelang Storyboards für Filme gemacht und dann habe ich angefangen, bei Fernsehserien Regie zu führen. Ich war immer inspiriert von Kunst und Geschichtenerzählen war immer meine Lieblingsbeschäftigung – als Kind wollte ich Autorin werden – und jetzt mache ich so eine Mischung aus beidem.

ks-Redaktion: Schaut ihr euch Aufnahmen von echten Pferden an, um ihre Bewegungen möglichst realitätsgetreu animieren zu können? 

Elaine Bogan: Ja, klar! Bevor wir angefangen haben, zu animieren, haben wir das ganze Team zum Reitzentrum in Los Angeles mitgenommen, um echte Pferde zu beobachten und zu studieren. Das war für sie eine großartige Erfahrung, diese Tiere zu von Nahem zu sehen und wie beeindruckend sie sein können. Während des Animierens haben wir immer Videos von echten Pferden angeschaut und ich habe auch mein eigenes Pferd gefilmt. Wir haben uns auch andere Animationen von Pferden angeschaut. 

ks-Redaktion: Was denkst du, was wir von „Spirit: Frei und ungezähmt“ lernen können?

Elaine Bogan: Ich hoffe, dass Kinder überall auf der Welt etwas aus dem Film mitnehmen können. Ich hoffe auch, dass er ihnen die Wichtigkeit von Freundschaft und Mut zeigt und wie wichtig es ist, aufzustehen und das zu tun von dem du weißt, dass es richtig ist. Auch, wenn es sich wie das Schwierigste anfühlt, das du jemals tun wirst. Ich mag auch, wie der Film zeigt, dass wir alles erreichen können, wenn unser Herz am rechten Fleck ist und wenn wir uns für Unterstützung auf unsere Freunde verlassen können. So werden wir furchtlos und sind wirklich zu allem fähig.

ks-Redaktion: Zu guter Letzt - was hast du für Tipps, wie man ganz einfach ein Pferd zeichnen kann?

Elaine Bogan: Ich fange immer mit großen Formen an. Ich benutze Kreise und Rechtecke um erstmal die großen Teile des Pferdes zu skizzieren, wie Kopf, Hals, Schultern und den Körper. Das macht es einfacher, die Proportionen richtig hinzubekommen. Aber vor allem braucht es viel Übung! Pferde gehören zu den schwierigsten Dingen, die man zeichnen kann, also gib nicht auf! Ich schaue mir beim Zeichnen auch oft Fotos an. Das macht es auch viel einfacher.

Spirit - Frei und ungezähmt Filmposter

Spirit – Frei und ungezähmt

  • FSK: ab 0
  • Kinostart: 3. Juni 2021
  • Genre: Animationsfilm, Abenteuer
  • Originaltitel: „Spirit – Untamed“
  • Land: USA
  • Produktionsfirma: Universal, DreamWorks Animation
  • Regie: Elaine Bogan
  • Produktion: Karen Foster
  • Co-Regie: Ennio Torresan

 

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Eure Kommentare

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coooooooooooooooooool      
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der Trailer ist wirklich cool.
👍👍
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cooles Interview , total spannend
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Cooler Trailer ich hoffe der Film wird noch besser😇😇😇
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Ich kenne diesen Film weil er immer in der Werbung kommt , ich glaube der ist ganz gut, Abigail ist meine Lieblingsfigur... glaube ich . 
Cooles Interview!
👍