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Mer­ry X-Mas! - Weih­nach­ten in den USA

Strümpfe am Kamin

Heiligabend heißt in den USA „Christmas Eve“. An diesem Abend hängen Kinder zu Hause Strümpfe an den Kamin oder ans Treppengeländer. Diese Strümpfe sind Geschenkstrümpfe, in die Santa Claus, der amerikanische Weihnachtsmann, kleine Geschenke legt.

Aber Santa Claus kommt nicht allein: Er fährt mit seinem von Rentieren gezogenen Schlitten die ganze Nacht von Haus zu Haus. Sein bekanntester Rentier-Helfer ist Rudolph mit der roten Nase. Seine rot leuchtende Nase leuchtet Santa Claus den Weg. Rudolph hat sogar sein eigenes Lied, das die Kinder zu Weihnachten mit ihren Familien singen. Santa Claus hat in dieser Nacht eine Menge zu tun. Fast 74 Millionen Kinder freuen sich in den USA auf ihre Geschenke. Bei so viel Stress freuen sich Santa Claus und seine Helfer über eine kleine Stärkung. Deswegen stellen die Kinder Milch und Kekse für Santa und Zuckerstückchen für die Rentier-Mannschaft bereit.

Frühaufsteher-Bescherung und Truthähne

Am 25. Dezember werden die meisten Kinder in den USA zu Frühaufstehern. Noch schnell nachgeschaut, ob Kekse, Milch und Zuckerstückchen aufgefuttert sind und dann geht es ans Geschenke auspacken! Die Geschenke gibt es hier nämlich morgens. Kleine Geschenke wie Süßigkeiten und Mandarinen sind in den Strümpfen versteckt und neue Spielkonsolen, Teddybären und Musikplayer liegen unter dem Weihnachtsbaum.

Und was kommt auf den Tisch? Natürlich Truthahn. Wir sind schließlich bei einem amerikanischen Weihnachtsdinner. Truthähne sind übrigens die weltweit größten Hühner und bei uns eher bekannt als Pute.

Weihnachten im Einkaufszentrum

Geschäftsmänner sagen, dass die Weihnachtszeit in den USA eine eigene Jahreszeit ist. Sie meinen damit, dass die Geschäfte in dieser Zeit am meisten verkaufen. Schließlich möchte jeder die tollsten Geschenke für seine Freunde und seine Familie haben. Deshalb wurde der „Schwarze Freitag“ oder „Black Friday“ eingeführt, ein Tag, an dem alle Geschäfte schon um 5 Uhr öffnen.

Weihnachtsmärkte wie in Deutschland gibt es in den USA eher nicht. Schlittschuhlaufen, Marshmallows und Bummeln gehen aber auch ohne Weihnachtsmarkt: in großen Einkaufszentren, so genannten „Malls“, gibt es meistens eine eigene Etage für Kinder mit Schlittschuhbahnen, Kinderspielautomaten und Süßigkeiten- und Pizzaläden. Das sieht dann aus wie im Fernsehen: Alles ist quietschbunt, von irgendwoher tönt „Jingle Bells“ und überall sieht es weihnachtlich aus. Auf den Straßen locken glitzernde Weihnachtsparaden mit bunten Festwagen, Schleifen- und Zuckerstangen-Deko die Familien zum Zuschauen.

Wer hat die meisten Lichter?

Amerikaner verstehen unter Weihnachtsdeko ein bisschen was anderes als wir in Deutschland: Wir schmücken unseren Weihnachtsbaum und hängen ein paar Lichterketten in die Fenster. In den USA erleuchten ganze Wohnviertel, weil die Bewohner sich mit der Deko ihrer Häuser so viel Mühe geben.

Das gesamte Haus, der Zaun und sogar die Bäume im Garten werden in Lichterketten gehüllt. Die Figuren aus der Weihnachtsgeschichte werden im Vorgarten als Krippenszene aufgebaut. Nicht selten schaut sogar ein lebensgroßer Plastik-Santa-Claus samt Rentier-Gespann von seinem Schlitten auf dem Dach herunter. Wer die meisten Lichter an seinem Haus hat und das Krippenspiel besonders lebensecht in Szene setzt, kann sogar etwas gewinnen. Und zu richtiger Weihnachtsstimmung gehört natürlich auch Schnee dazu. Wenn es aber keinen echten Schnee gibt, weil es viel zu warm ist wie zum Beispiel in Kalifornien, wird mit Kunstschnee dekoriert.

Schon gewusst?: Das „X“ in X-Mas

Auf Griechisch beginnt das Wort „Christus“ mit dem Buchstaben „X“. Jesus Christus ist in der Bibelgeschichte am 24. Dezember auf die Welt gekommen, dem Tag, an dem wir Weihnachten feiern. Das „X“ im englischen Wort „Christmas“ steht für das Wort „Christ“ – deswegen sagt man auch X-Mas. Das amerikanische Weihnachtsfest ist durch viele Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen geprägt. Santa Claus als Name für den Weihnachtsmann kommt vom niederländischen Sinter Klaas und dem deutschen Heiligen Nikolaus.

Seinen rot-weißen Mantel hat Santa Claus durch eine Werbekampagne der Limonadenfirma Coca Cola in den 1930er Jahren bekommen. Im 16. Jahrhundert haben Deutsche den ersten Weihnachtsbaum in Amerika aufgestellt. Die Kinder in Amerika bekommen auch 2 Wochen Weihnachtsferien. Die Erwachsenen bekommen aber nur am 25. Dezember frei. Das liegt daran, dass das Erntedankfest oder „Thanksgiving“ im November größer gefeiert wird als das Weihnachtsfest.

 

 

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