Andere Länder

Weih­nach­ten in Ko­lum­bi­en

Die Nacht der Kerzen

In Kolumbien wird die Vorweihnachtszeit am 7. Dezember mit der „Noche de las Velitas“, die Nacht der Kerzen, eingeleitet. An diesem Abend zünden alle Menschen überall Kerzen an. Sie werden zu Ehren der Jungfrau Maria angezündet. Nach dem Sonnenuntergang stellen die Kolumbianer brennende Kerzen auf die Fensterbänke, Balkone und in Hauseingänge. Häuser, Straßen und Plätze werden mit hübschen Papierlaternen und Kerzen geschmückt. Alle Städte, Dörfer und Gemeinden werden in warmes Kerzenlicht gehüllt, in manchen Gegenden kann man wahre Lichtermeere bestaunen.  

In den meisten Gegenden ist die „Noche de la Velitas“ ein großes Familienfest. Familien kommen zusammen, Nachbarn werden besucht und bei einem Nachtspaziergang werden die schön beleuchteten Häuser und Straßen bewundert. In vielen Teilen Kolumbiens wird das Fest mit viel Musik begleitet: Auf den Straßen treten Musiker auf, Menschen tanzen,  Krippenspiele werden aufgeführt oder Chöre singen Weihnachtslieder. Die Menschen feiern ausgelassen bis tief in die Nacht hinein. Und die Kerzen brennen solange bis sie runtergebrannt sind.
 

Weihnachten bei 30 Grad

Zur Weihnachtszeit herrschen in Kolumbien um die 25 bis 30 Grad Celsius. Sonnenschein und Hitzegewitter sind dann typisch. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, werden ganze Straßenzüge und Häuser mit bunt blinkenden Lichterketten geschmückt. Man begegnet an vielen Orten großen und kleinen Plastikfiguren, wie Schneemännern, Rentieren und Kunsttannenbäumen. Viele Menschen schmücken ihr ganzes Haus sehr farbenfroh, mit viel Glitzer und Gold. 

Das Weihnachtsfest ist in Kolumbien ein sehr wichtiges religiöses Fest. Am 16. Dezember beginnt die sogenannte „Novena de Navidad“ (neun Tage vor Weihnachten). Von diesem Tag an werden überall Weihnachtsmessen in den Kirchen abgehalten. Jeden Tag treffen sich die Kolumbianer zum Beten und gemeinsamen Singen. Familien und Freunde besuchen sich in dieser Zeit oft und laden sich gegenseitig zum Essen ein.

 

Hier kommt das Christkind

Der 24. Dezember ist als „Nochebuena“ (übersetzt: Heiligabend) ein besonderer Tag, den die Familien abends zusammen verbringen. In gemeinsamer Runde wird geschlemmt, gebetet und gesungen. Um Mitternacht wünschen sich alle eine Frohe Weihnacht. In manchen Orten gibt es dann ein Feuerwerk. Die Geschenke werden vom „Niño de Dios“, vom Christkind, gebracht. Wann genau das Christkind kommt, ist in den Regionen sehr verschieden. Einige Kinder packen ihre Geschenke schon um Mitternacht aus. Bei vielen Familien können die Kinder ihre Geschenke am Morgen des 25. Dezembers auspacken. Die meisten finden ihre Geschenke unter dem Bett. 

Der eigentliche Feiertag ist der 25. Dezember. In vielen Teilen Kolumbiens ist es ganz wichtig, an dem Tag neue Kleidung und neue Schuhe zu tragen. Diese Tradition ist vor allem an der Küste sehr verbreitet. Zu essen gibt es typischerweise „Buñuelos“ (frittierte Käseteigbällchen), „Natilla“ (eine Art Pudding), „Ajiaco“ (Suppe mit Huhn und Kartoffeln) und „Tamales“ (in Bananenblättern eingepackte Maisfladen, die es süß oder herzhaft gibt). Was genau zur Familienfeier auf den Tisch kommt, hängt von der Region ab und wieviel sich die Familie leisten kann.

 

 

 

Deine Meinung

  • Ist super
    51
  • Ist lustig
    38
  • Ist okay
    25
  • Lässt mich staunen
    26
  • Macht mich traurig
    23
  • Macht mich wütend
    44

Eure Kommentare

cool
Find ich ganz cool macht weiter so aber da ist gestanden das ihr mit dem Rentierschliten nach kolumbien gefahrn seid und das glaube ich nicht
cool cool cool cool cool cool coolcool cool cool
ist cool
sied coll aus aber bl4od aus  
cool  und schön