Lernen

Wie forscht man rich­tig?

Wer wäre nicht gern ein Erfinder? Oder ein Forscher? Dafür muss man auch kein Genie sein. Sei neugierig und geh mit offenen Augen durch die Welt! So erfährst und entdeckst du eine Menge. Wir zeigen dir, wie einfach du selbst zum Forscher werden kannst und stellen dir ein paar Methoden vor. 

Schritt 1: Die Fragestellung 

Als erstes brauchst du eine Idee, eine Frage oder eine Aufgabe. Je genauer deine Fragestellung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch eine Antwort bekommst. Fragen wie „Wie groß ist das Universum?“ sind zu kompliziert und zu groß, als dass man sie beantworten könnte. 

Auf die Fragestellung kommt es nun an, welche Methode passend ist. Wenn du etwas Naturwissenschaftliches beweisen willst, dann ist sicher ein Experiment ganz sinnvoll. Wenn du mehr über Tiere erfahren möchtest, könntest du sie erst einmal beobachten. Oftmals werden auch Methoden miteinander kombiniert und die Ergebnisse verglichen oder ins Verhältnis gesetzt. 

Schritt 2: Welche wissenschaftliche Methode verwende ich?

Es gibt einige wissenschaftliche Forschungsmethoden, die du anwenden kannst. Wir stellen dir einige vor: 

  • Fragebogen

Um Antworten auf deine Fragen zu bekommen, kannst du einen Fragebogen entwerfen. Meistens hat ein Fragebogen mehrere Fragen, die die Teilnehmer beantworten müssen. Da gibt es verschiedene Ansätze: 

  1. Multiple Choice: Du gibst die Antworten zur Frage schon vor. Die Teilnehmer deiner Studie müssen dann nur noch die Antworten ankreuzen. Wichtig ist, genügend Antwortmöglichkeiten vorzugeben. Nur „ja“ und „nein“ ist meistens zu wenig. Besser ist es auch, den Teilnehmern etwas offen zu lassen, wie „Keine Meinung“ oder „Weiß ich nicht“. 
  2. Offene Fragen: Deine Probanden müssen die Fragen selbst beantworten. Wichtig ist hier, offene Fragen zu stellen. Also Fragewörter mit „W“ zu benutzen, wie „Wo..? Wie..? Warum…?“ So erhältst du bessere Antworten. Wählst du geschlossene Fragen ohne Fragewörter kommt meistens nur „ja“ und „nein“ als Antwort.   
  3. Mix aus beiden: Das geht natürlich auch und kann sehr sinnvoll sein. :-)  
  • Interviews

Meinungen oder Informationen kannst du gut mithilfe von Interviews erhalten. Zunächst stellt sich die Frage, wer deine Interviewpartner sein sollen. Interviews sollten immer aufgenommen werden. Dafür kann man sich auf dem Handy eine App installieren und das Gesagte aufnehmen. Denn du kannst die Antworten deiner Interviewpartner nicht so schnell mitschreiben. So würden dir vielleicht wichtige Infos verloren gehen. 

  1. Wenn du verschiedene Meinungen zu einem Thema sammelst, können deine Mitschüler die Befragten sein. Um die Meinungen später gut zu vergleichen, ist es wichtig, immer ähnliche Fragen zu stellen. Diese denkt man sich im Vorfeld aus – das nennt man dann Leitfadeninterview
  2. Wenn du Informationen über dein Forschungsthema brauchst, kannst du ein so genanntes Experteninterview durchführen. Ein Experte auf einem Gebiet kann dir viele Sachen erklären und dir alle möglichen Fragen beantworten. Die Informationen sind oft mehr wert als jede Buchrecherche.    
  • Beobachtung

Du willst das Verhalten von Tieren untersuchen? Oder Naturgesetzmäßigkeiten herausfinden? Dann ab in den Wald! Hier kannst du ungestört beobachten. Bei einer Beobachtung ist es immer wichtig, alles möglichst genau aufzuschreiben. Die genauen Notizen können dann ein Protokoll darstellen.

  • Experimente

Wenn dich Physik oder Technik interessiert, kann ein Experiment deine Forschungsfrage vielleicht  beantworten. Welche Naturgesetze gibt es? Wie kann ich sie beweisen? Auch bei Experimenten ist es wichtig, genau zu protokollieren. Denn nur erhältst du auch deine Daten. 

Schritt 3: Daten auswerten    

Wenn du deine Daten gesammelt hast, musst du sie noch auswerten. Zunächst überlegst du dir, wie du deine Ergebnisse darstellen willst. 

  • Bei einem Fragebogen bietet sich eine Grafik oder Diagramm an. Wie viel Prozent stimmen dafür, wie viele sind dagegen? 
  • Interviews müssen erst einmal verschriftlicht werden. Wenn du mehrere Interviewpartner hattest, lassen sich daraus vielleicht auch kleine Statistiken ableiten. Experteninterviews geben dir die fehlenden Informationen, die du benötigst. 
  • Die Protokolle der Experimente und Beobachtungen lassen sich vielleicht auch vergleichen. Diagramme sind immer ein gutes Mittel, um die Ergebnisse bildhaft darzustellen.  

Was macht einen richtigen Forscher aus? 

Wenn du viele Daten gesammelt hast, kannst du vielleicht deine Forschungsfrage beantworten. Vielleicht auch nicht. Einen guten Forscher schreckt das nicht ab.  Dann wird weitergeforscht, ausprobiert und verändert. Die große Frage ist auch immer: Was passiert, wenn ich was am Experiment verändere? Ein Forscher bleibt am Ball und lässt sich nicht entmutigen. 

In diesem Sinne: Bleib neugierig! 
 

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