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In­ter­view zum Film "Im­men­hof 2"

Ursula Stadtmüller arbeitete als Pferdetrainerin beim 2. Teil von Immenhof. Wir haben ihr ein paar Fragen zu den Dreharbeiten gestellt. 

Wo wurde der Film gedreht? 

Ursula Stadtmüller: An ganz unterschiedlichen Orten in Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Saarland und Belgien. Als Immenhof diente wieder Gut Schwaighof im bayerischen Allmannshofen, als Gestüt Mallinckroth kam erneut der Peterhof im Saarland zum Einsatz. Die neu in die Geschichte integrierte Ranch von Cal und Ben liegt im Harz und ist eigentlich ein Wirtshaus. 

Mit wie vielen Pferden hast du zusammengearbeitet? 

Ursula Stadtmüller: Insgesamt waren es 16 Isländer.   

Was waren deine Aufgaben am Set? 

Ursula Stadtmüller: Ich musste meine Pferde natürlich versorgen, egal ob Drehbeginn oder Drehschluss war. Wir waren meistens die ersten am Hof. Gegen neun Uhr wurde besprochen wer, wann, wo und wie mit den Pferden arbeitet. Außerdem wurde besprochen, mit welchen Pferden man wann und an welchem Ort sein sollte, was die Pferde anhaben müssen und was sie zu tun haben.  

Wie lange wurden die Pferde darauf vorbereitet, beim Film mitzumachen? 

Ursula Stadtmüller: Unsere Pferde hatten ja keine Hauptrollen. Unsere Pferde waren die Pferde von Frau Alvas. Ich hatte also ein paar Schulpferde dabei, die konnten wir sehr gut führen und die Fohlen haben wir gar nicht auf die Dreharbeiten vorbereitet.  

Wie funktioniert es mit Pferden einen Film zu drehen? Wie wurden die Tiere angeleitet? 

Ursula Stadtmüller: Mit Futter schafft man alles. Und die Fohlen waren immer da, wo auch die Mütter waren. Das funktionierte also relativ einfach.              

Wie waren die Bedingungen für die Pferde am Hof? 

Ursula Stadtmüller: Der Hof war ein Großpferdestall. Wir haben einen Stalltrakt und eine Auslaufkoppel für unsere Pferde bekommen. Die Bedingungen waren wirklich gut.  

Gab es Pausen? Wie lange wurde immer so gedreht? 

Ursula Stadtmüller: Dadurch, dass nicht in jedem Filmabschnitt, der gedreht worden ist, jedes Pferd immer gebraucht wurde, war das eigentlich ganz entspannt. Wenn die Pferde nicht vor der Kamera standen, haben wir sie in die Boxen gestellt. Es war sehr heiß zu dieser Zeit. Natürlich achtet man immer darauf, dass sie trinken konnten und sich im Schatten aufhielten. 

Manchmal dauerte eine Szene eine halbe Stunde, manchmal auch eineinhalb bis zwei Stunden. Zwischendrin gab es immer wieder genug Pausen, sodass danach noch einmal gedreht werden konnte. Man achtete wirklich sehr auf die Pferde.  

Wie wurde das gemacht, dass es bei einem Pferd so aussieht, dass es vergiftet wurde? 

Ursula Stadtmüller: Das ist sehr aufwendig. Man kann üben, dass sich ein Pferd auf Kommando hinlegt. Das dauert aber je nach Pferdetyp manchmal länger, manchmal kürzer.   

Welche Szene mit den Pferden hat dir am besten gefallen? 

Ursula Stadtmüller: Ich finde die Szene ganz süß, bei der die Mädels Frau Alvas finden, denn da bewegten sich die Pferde ganz frei im Hof. Das hat die Regisseurin sehr gut hingekriegt, wie die Pferde auf dem Hof einfach so mit der Frau leben. Das war so idyllisch und lebhaft. Ich fand es sehr schön. 

Gab es eine Szene mit den Pferden, die besonders schwierig oder aufregend war? 

Ursula Stadtmüller: Mit den Pferden von unserem Hof nicht. Allerdings durften wir einmal zuschauen, wie ein Pferd auf einem LKW steht. Sie haben das Pferd auf einer offenen Ladefläche gefahren. Das fand ich sehr anspruchsvoll und auch neu.  

Arbeitest du auch mit anderen Tieren zusammen? 

Ursula Stadtmüller: Wir haben Hunde, Schafe und Ziegen. Aber auch mit Pferden, die nicht meine eigenen sind, arbeiten wir. Zu uns kommen auch Pferde zum Unterricht oder zum Reiten auf den Hof.  

Worauf muss geachtet werden, wenn man mit Pferden zusammenarbeitet? 

Ursula Stadtmüller: Das Pferd nimmt einen als Person erst einmal wahr. Und wenn ich mich ruhig und ausdrucksstark verhalte, dann kann ich ein Pferd auch ohne Futter dazu anleiten mitzukommen, auf mich zu reagieren und auf mich zu hören. Man sollte möglichst entspannt sein und darf keine Angst vor dem Tier haben. Im Umgang mit Pferden geht es ganz viel um Körpersprache. 

Vielen Dank für das Interview! 

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