Medien

Neu­es Ju­gend­schutz­ge­setz: Kin­der bes­ser im In­ter­net schüt­zen

Was ist das Jugendschutzgesetz?  

Mit dem Jugendschutzgesetz regelt der Staat zum Beispiel, ab welchem Alter Kinder Filme sehen, Jugendliche abends weggehen oder Alkohol trinken dürfen. Diese Regeln gibt es, um junge Menschen zu schützen, damit sie gesund aufwachsen können.  

Jetzt wurden auch Regeln für das Internet in das Gesetz geschrieben. Denn Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit im Internet. Dort können sie sich mit Freundinnen und Freunden unterhalten, Informationen suchen, Spiele spielen, Musik hören, Filme schauen und noch viel mehr. Wegen Corona brauchen viele Kinder auch das Internet, um mit ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer zu sprechen, ihre Schulaufgaben zu lösen oder sich Erklärvideos anzusehen. 

Es gibt auch Gefahren im Internet. Manchmal werden Kinder dort von Fremden angeschrieben, belästigt oder sogar bedroht. Auch kann es passieren, dass Kinder Bilder oder Videos mit nackten Menschen geschickt bekommen, die sie gar nicht sehen wollen. Oder es kann sein, dass sie auf einmal für Spiele bezahlen müssen. Oder sie sehen Gewalt in Videos, wovon sie Angst bekommen und schlecht schlafen. Um das zu verhindern, gibt es die neuen Regeln im Gesetz. 

Was ist neu? 

1. Symbole für Risiken im Internet 

Bei Filmen und Spielen zeigt eine Zahl an, ab welchem Alter dieser Film oder das Spiel freigegeben ist. Das nennt man ein Alterskennzeichen. Es ist ganz einfach: Wenn Kinder schon so alt sind, wie es die Zahl sagt – oder sogar älter – dürfen sie das Video sehen oder das Spiel zocken.   

Neben diesen Alterskennzeichen sollen zusätzlich Symbole erklären, warum das Spiel oder Video erst ab dem Alter genutzt werden darf. Zum Beispiel, weil Kinder im Spiel Geld ausgeben können (das nennt man In-App-Käufe) oder sogar zum Ausgeben von Geld überredet werden. Oder, weil im Film Menschen gefährliche Sachen machen oder es viel Gewalt gibt.  Ein Symbol wird auch angezeigt, wenn fremde Menschen mit Kindern im Spiel chatten können.  

Solche Gefahren nennt man Kontakt- oder Interaktionsrisiken. Sie entstehen, wenn Kinder im Internet mit anderen Menschen Kontakt haben. Cybermobbing oder Hasskommentare sind zum Beispiel Kontaktrisiken. Die neuen Symbole dafür sollen Kindern dabei helfen, zu entscheiden, ob das Spiel oder der Film gut für sie ist. 

2. Datenschutz 

Wenn Kinder eine Webseite, eine App oder ein Videospiel  nutzen, sollen ihre Daten geschützt werden. Das steht im neuen Gesetz. Sie können einen ausgedachten oder lustigen Namen verwenden. Das Profil des Kindes darf nur für Freunde sichtbar sein. Fremde dürfen sie nicht anschreiben. Niemand soll erfahren, wo das Kind wohnt oder gerade ist. 

 

3. Geschäftsbedingungen 

Geschäftsbedingungen sind wie Spielregeln. Alle sollen sich daran halten. Die Regeln müssen so einfach geschrieben sein, dass Kinder die Regeln der Internetseiten oder Apps verstehen. 

 

4. Hilfe holen und beschweren 

Im neuen Gesetz steht, dass beliebte Internetseiten und Apps Kindern helfen sollen, wenn sie sich unwohl fühlen oder Angst haben. Das bedeutet, dass es für Kinder einen einfachen Weg geben soll, um Erwachsenen Bescheid geben zu können. Die Verantwortlichen für die Webseite, App oder für das Spiel sollen sich dann darum kümmern, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann. 

 

5. Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz 

Und wer überprüft das jetzt alles? Das soll die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz machen. Die Bundeszentrale ist ein Amt für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das ist so ähnlich wie das Rathaus bei euch zuhause. Die Menschen, die dort arbeiten, wollen, dass der Schutz im Internet besser wird. Sie unterstützen auch Internetseiten und Online-Spiele für Kinder dabei, alle Regeln umzusetzen.  

Bei diesen Aufgaben werden ihnen auch Kinder helfen. Diese Kinder sagen den Erwachsenen, was sie und andere Kinder im Internet besonders interessiert oder wovor sie Angst haben. Zusammen wollen sie das Internet zu einem guten Ort für junge Menschen machen, damit Kinder all die schönen Dinge im Internet ohne Sorgen genießen können. 

 

Diesen Text hat Torsten geschrieben.

Alle Vektorgrafiken: © pixabay.com  

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Eure Kommentare

Ich finde die neuen Regeln sehr sehr gut! Mir hat nämlich auf gutefrage (das ist so eine andere Seite wo auch Erwachsene sind) ein Mann geschrieben und der war SEEEEHR komisch, er meinte jetzt sind wir Freunde und dass wir die gleiche Lieblingsfarbe, Lieblingsfilm, Lieblingsessen und so weiter hätten! Und das ich meinen Eltern nicht erzählen sollte, dass wir Freunde sind! Leute da müssen die ALARMGLOCKEN klingeln wenn jemand sowas sagt. Das ist dann ein gefährlicher Mensch! Ich hab es meiner Mutter gezeigt und wir haben ihn sperren lassen! Wenn euch so etwas passiert müsst ihr es euren Eltern sagen!
Super Artikel 💙👍
👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
Manche Beachten Die Alters bekrenzung nicht so wie mein freund der ist 7/8 Jahre und spielt spiele für 12 jehrige    FRAGE:  GIEBT  ES DANN EINE SCHTRAFE
Ich finde es gut, dass man geschützt ist!
Ich finde es gut, das es solche neuen Regeln gibt! Und auch gut ist, das die Politik und andere Leute nicht mur über Corona nachdenken, sondern auch über solche Regeln im Internet!
👍