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Was ist ei­gent­lich ein In­flu­en­cer?

Follower, Likes und Posts yes

Der Begriff Influencer ist von dem englischen Wort „to influence“ abgeleitet und bedeutet „jemanden beeinflussen“. Influencer sind auf sozialen Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube unterwegs. Sie posten dort regelmäßige Auszüge aus ihrem Leben. Influencer beeinflussen ihre Zuschauer und Zuschauerinnen, indem sie sie zum Beispiel dazu bringen sich bestimmte Sachen zu kaufen. Es sind also Menschen, deren Meinungen sehr wertgeschätzt werden.

Achtung Verwechslungsgefahr: 

Das Wort „Influencer“ hört sich genauso an wie der Begriff „Influenza“. Das ist allerdings ein ziemlich hartnäckiger Grippevirus. Klar, dass viele Kritiker die Influencer mit der Krankheit vergleichen. Beide breiten sich schnell aus und sind nicht so leicht loszuwerden.

Es gibt keine klare Followerzahl, ab welcher man sich Influencer nennen kann. Sicher ist aber, dass man eine gewisse Reichweite benötigt, um seine Meinung verbreiten zu können. Doch ob man 2.000 oder 500.000 Follower hat, spielt hierbei keine Rolle. Wichtig ist, dass man Menschen erreicht, die Wert auf die eigene Meinung legen. Die Influencer bauen sich eine Community (Gemeinschaft) auf, mit der sie sehr aktiv im Kontakt stehen. Der Austausch zwischen Influencern und ihren Fans ist durch die sozialen Netzwerke kinderleicht geworden.

Es gibt viele verschiedene Arten von Influencern. Die meisten lassen ihre Zuschauer fast komplett an ihrem Leben teilhaben und posten viele Bilder und Videos aus ihrem Alltag. Einige Influencer beschäftigen sich nur mit Schminke und Anziehsachen. Sie posten Produkte und geben Tipps, wie man sich am besten schminken kann. Wieder andere nehmen ihre Zuschauer mit auf ihre Reisen und zeigen, was sie im Ausland alles erleben. Von Comedy bis Gaming ist alles dabei. So oder so sind Influencer immer im Internet aktiv und überall präsent. 

Produktplatzierung und Werbung        

Eine Hand hält viele Einkaufstüten.

Wenn ein Influencer sehr viele Fans hat, sehen viele Firmen eine super Chance, um ihre Produkte zu bewerben. Sie bieten den Influencern Kooperationen an und bezahlen dafür, dass ihre Produkte in Instagram-Posts oder in YouTube Videos gezeigt werden. Einige Influencer müssen deshalb oft für vieles nicht bezahlen und bekommen zum Beispiel Schuhe oder Schminke kostenlos zugeschickt. Häufig werden sie aber auch direkt dafür bezahlt. So verdienen erfolgreiche Influencer mit nur einem Instagram-Post mehrere Tausend Euro. Für die Firmen ist das aber kein Verlust. Sie bekommen Werbung und möglicherweise viele neue Kunden. Sportmarken wenden sich eher an Fitness-Influencer und Make-up-Firmen an Beauty-Accounts.

Das mit der Werbung ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Vielen Influencern wird vorgeworfen, dass sie Produktplatzierungen nicht kennzeichnen. Es ist verboten, Werbung für eine Marke zu machen, wenn man das nicht als diese kennzeichnet. Deshalb müssen die Internetstars ganz genau darauf achten, dass sie keine versteckte Werbung machen (auch Schleichwerbung genannt).

Vorbildfunktion

Eine ganze Menge Influencer haben sehr junge Abonnenten. Für viele Kinder und Jugendliche sind die Stars im Internet echte Vorbilder. Klar, dass man als Influencer also eine große Verantwortung trägt. Immerhin eifern besonders die jungen Zuschauer ihren Idolen in vielen Sachen nach. Wenn man sich im Internet eine große Reichweite aufgebaut hat, sollte man darauf achten die richtigen Werte zu vermitteln.

Leider nehmen einige Influencer das nicht besonders ernst. Oft vertreten sie sehr oberflächliche Ansichten. Immer jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer werden zum Beispiel animiert sich zu schminken oder sich teure Anziehsachen zu kaufen - so wie ihr Lieblingsinfluencer. Außerdem zeigen sich viele Idole im Internet immer nur von ihrer makellosen Seite. Jedes Bild sieht perfekt und wunderschön aus. Dadurch wird allerdings ein völlig falsches Bild vermittelt. Oft steckt hinter einem einzigen Instagram-Post viel Arbeit. Das eine Bild, das hochgeladen wird ist nur eins von Hunderten, die am selben Tag geschossen wurde. Außerdem arbeiten viele Influencer mit Filtern und Bildbearbeitungsprogrammen. Leider fühlen sich besonders heranwachsende Mädchen und Jungen von diesen Schönheitsidealen unter Druck gesetzt. Viele fangen an, sich über ihre Follower- und Like-Anzahl zu definieren.

Mittlerweile haben immer Influencer das Ziel, mehr Natürlichkeit auf Instagram zu verbreiten. Sie zeigen sich in unvorteilhaften Posen oder sprechen offen ihre Unsicherheiten an. Sie lassen ihre Zuschauer auch hinter ihre Maske blicken.

Kinder-Influencer

Ein buntes Spielzeug.

In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Die meisten Kinder kommen sehr früh in Kontakt mit dem Internet. Sie wachsen buchstäblich damit auf. Deshalb werden sowohl die Abonnenten, als auch  Influencer selbst immer jünger. Das beste Beispiel sind die Zwillinge Lisa und Lena, die durch die App TikTok im Alter von 15 zu Megastars wurden. Doch es geht noch jünger.

In Amerika gibt es immer mehr Kinder-Influencer. Bereits Achtjährige sitzen vor der Kamera und stellen ihr Spielzeug vor. Klar, dass es viele Kritiker gibt. Die Rede ist von Kinderarbeit und viel Stress. Hinter einem YouTube-Video steckt enorm viel Arbeit. Für Freunde und Freizeit bleibt neben der Schule kaum Zeit. Hinter vielen Kinder-Influencern stehen die Eltern, die ihr Kind unbedingt ganz groß rausbringen wollen.

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Eure Kommentare

Puh! viel zu anstrengend sowas...
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WILL ICH AUCH MAL SEIN
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Find ich cool.