Natur und Mensch

Ein­kau­fen oh­ne Ver­pa­ckun­gen

Unverpackt-Läden

Plastikmüll ist unbestritten das größte Umweltproblem. Millionen Verpackungen landen täglich im Müll. Dass man von Plastikflaschen auf eine wiederverwendbare Trinkflasche und von Plastiktüten auf Stoffbeutel umsteigen kann, hast du sicherlich schon mal gehört. Doch auch alltäglich Dinge, wie die Verpackungen deiner Nudeln oder Kartoffeln, schaden der Umwelt. Aber kann man dagegen etwas tun? Immerhin kannst du dir die Nudeln im Supermarkt ja nicht einfach in die Hosentaschen stecken...

Wie geht das eigentlich?

In sogenannten Unverpackt-Läden, kannst du die Nahrungsmittel in deine eigenen Behälter füllen. Und das funktioniert so: Neben dem Eingang gibt es eine Waage. Dort wiegst du deine Gläser oder Dosen und schreibst ihr Gewicht auf einen kleinen Zettel. Und dann geht’s los! Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Müsli und Gummibärchen sind in großen Glasbehältern gelagert. Du füllst sie direkt in deine Behälter um. Gemüse, wie zum Beispiel Brokkoli oder Kartoffeln sind in großen Kisten verstaut. Du könntest dir also beliebig viele Kartoffeln in einen Beutel packen ohne, dass die Anzahl wie im Supermarkt vorgeschrieben ist. An der Kasse wird dann erneut gewogen und deie Verkäuferin oder der Verkäufer zieht das Gewicht deines Behälters von dem Endgewicht ab. So weiß man wieviel Gramm Lebensmittel du eingekauft hast. Es gibt keinen festen Preis, sondern pro hundert Gramm bezahlst du eine bestimmte Summe.

Doch wie kommen die Lebensmittel eigentlich unverpackt in die Läden? Die meisten Produkte werden in riesigen Säcken geliefert, die zum Beispiel mehrere Kilo Nudeln fassen können. Allerdings kann auch in Unverpackt-Läden nicht komplett auf Plastik verzichtet werden. Waren wie Nüsse werden in großen Plastiksäcken geliefert. Sonst würden sie während des Transports schlecht werden. Trotzdem wird extrem viel Plastik eingespart, weil die Nüsse nicht jeweils noch in kleinen Portionen verpackt werden.

Vegan, regional und ohne Palmöl

In Unverpackt-Läden kannst du nicht nur Lebensmittel kaufen. Zum Beispiel bietet der Berliner Laden „Der Sache Wegen“ auch Waschmittel, Toilettenpapier, festes Shampoo, Bambuszahnbürsten und viele weitere Alltagsgegenstände an. Der Unterschied zu den Waren in herkömmlichen Supermärkten: Alle Produkte, die hier verkauft werden (auch die Lebensmittel) sind fair produziert, das bedeutet, dass die Arbeiter gute Arbeitsbedingungen haben. Außerdem ist alles vegan, bio, regional und ohne Palmöl. Palmöl befindet sich in mehr Produkten, als man denkt. Zum Beispiel in Kosmetik, Duschzeug, Waschmitteln und in fast jedem Lebensmittel aus dem Supermarkt. Das Problem: Um Platz für die Palmölplantage zu schaffen, werden täglich riesige Flächen des tropischen Regenwalds abgeholzt. Das vertreibt sowohl die Tiere und Pflanzen, als auch die Einheimischen.

Unverpackt Läden-gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten! Guck dich in deiner Umgebung um, du wirst sicher einen finden. Viel Spaß bei einem etwas anderen Einkaufserlebnis.

Warst du schon mal einem Unverpackt-Laden einkaufen?

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