Natur und Mensch

Le­der und Wol­le – Was ist das?

Was ist Leder?

Taschen, Gürtel, Schuhe – es gibt viele Dinge, die aus Leder bestehen. Doch was ist Leder eigentlich genau? Leder ist die Haut eines Tieres. In den meisten Produkten, die es bei uns zu kaufen gibt, wird die Haut von  Kühen verarbeitet. Es gibt aber auch andere Lederarten, wie das Leder von Kaninchen, Füchsen oder Kamelen.

Die meisten Ledersachen, die wir bei uns kaufen können,  kommen aus Südamerika oder Asien. Die Kühe werden dafür extra gezüchtet. Oft haben sie kein schönes Leben. Sie müssen in engen Ställen leben und kommen kaum raus an die frische Luft. Sie leben auch nicht sehr lange. Sobald sie ausgewachsen sind, werden sie getötet. Dabei können Kühe eigentlich bis zu 30 Jahre alt werden. Leder ist auch ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Wird ein Tier geschlachtet, wird das Fleisch weiterverarbeitet und die Haut zu Leder verarbeitet.

zwei Kühe im Stall hinter Gittern

 

Leder ist eine gegerbte Tierhaut, die chemisch behandelt wird. Beim Gerben werden oft giftige Stoffe genutzt, die das Leder haltbar und schön weich machen. Es gibt auch natürliche Stoffe, mit denen Leder gegerbt werden können. Dieses Leder ist dann viel teurer. Schuhe für nur 30 Euro bestehen beispielsweise aus billig hergestelltem Leder.

Das Lederzeichen

 

Es gibt schon viele Lederimitate. Das sind künstlich hergestellte Materialien, die wie Leder aussehen und sich ähnlich anfühlen. Dafür mussten dann keine Tiere sterben. Ob ein Artikel aus Leder ist oder nicht, erkennst du am Lederzeichen.

 

Woher kommt Wolle?

In vielen Winterklamotten wird Wolle verarbeitet: Pullover, Wollmantel, Schal und Mütze. Es gilt als natürlicher Stoff, der nachwächst. Wolle kommt zumeist von Schafen. Doch mit einer grünen Wiese und einem Bauernhof wie bei „Shaun das Schaf“ hat das wenig zu tun. Es gibt auch Wolle von Lamas und Alpakas. Doch die ist etwas seltener und darum auch teurer.

Australien ist der größte Wollproduzent der Welt. Dort werden auf riesigen Farmen Schafe gehalten. Eigentlich ist das auch ein natürlicher Prozess: Im Winter bekommen Schafe mehr Fell, das ihnen im Frühjahr ausfällt. Früher wurde ihnen die überflüssige Wolle herausgekämmt.

 

Heute werden Schafe mit einem Rasiergerät geschoren. Das Scheren ist für die Tiere sehr stressig. Schafe sind sehr sensible Fluchttiere, die eigentlich vor allem am liebsten weglaufen. Doch sie werden festgehalten und manchmal sehr grob geschoren. Die Arbeiterinnen und Arbeiter auf solchen Farmen müssen schnell arbeiten, so dass sie oft nicht so genau aufpassen. Es kommt darum oft vor, dass Schafe dabei verletzt werden.

Und nun?

Wolle und Leder sind also natürliche Materialien. Doch die Tiere müssen oft dafür leiden, damit wir uns gut kleiden können. Als echter Tierschützer oder echte Tierschützerin solltest du dir genau überlegen, was du dir kaufst oder was du dir von den Eltern kaufen lässt. Schau dir ein Kleidungsstück genau an, bevor du es kaufst. Im Etikett steht, aus welchem Material die Kleidung ist. Was viel wichtiger ist: Überlege genau, ob du das Kleidungsstück überhaupt benötigst und ob es dir auch wirklich gut gefällt. Denn wir haben viel zu viele Klamotten, die im Schrank hängen und nie angezogen werden.

  

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Eure Kommentare

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Ich würde sehr aufpassen dass die Kleidungsstücke die ich mir kaufe, kein LederzeLederzeichen!
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Ab jetzt würde ich nie mehr Sachen aus Leder oder Wolle kaufen!!!