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Die Physikerin war eine der Ersten, die verstanden hat, wie die Kernspaltung funktioniert.
Lise Meitner wurde 1878 in der österreichischen Hauptstadt Wien geboren und wuchs in einem jüdisch geprägten Umfeld auf. Schon immer hatten Zahlen und Naturwissenschaften sie interessiert. Ihr Leben lang träumte sie davon, eines Tages eine Forscherin zu werden. Da gab es nur ein Problem: Mädchen durften damals kein Gymnasium besuchen. Deshalb lernte sie den Schulstoff und legte ihre Prüfungen schließlich an einem Jungengymnasium ab. Danach beschloss sie, Physik an der Universität Wien zu studieren. Dort war sie die zweite Frau, die in dem Fach Physik einen Doktortitel bekam. Danach beschloss Lise, nach Berlin zu ziehen. Kurz darauf lernte sie den Physiker Otto Hahn kennen, der sich ebenfalls für die Radioaktivität interessierte. Die beiden wollten zusammen daran forschen, allerdings gab es ein Problem. Frauen hatten keinen Zutritt zum Labor. Also experimentierten sie anfänglich im Keller des Instituts.
Doch weil ihre Arbeit so gut war, durfte Lise irgendwann auch ins echte Labor. Danach wurden ihr einige Preise verliehen. Sie bekam 1912 als Assistentin eine Stelle beim Physiker Max Planck. 1918 fing sie an, eine eigene Forschungsabteilung zu leiten und 1926 wurde sie Physikprofessorin. Kurz danach, um genau zu sein 1933, kamen die Nationalsozialisten unter der Leitung von Adolf Hitler in Deutschland an die Macht. Später durfte Lise Meitner nicht mehr als Professorin arbeiten. Unter der Herrschaft der Nazis wurden jüdischen Menschen jegliche Rechte entzogen. Trotz all der Umstände, die Jahr für Jahr bedrohlicher wurden, beschloss Lise, in Berlin zu bleiben und weiter mit Otto Hahn zu forschen. Er riet ihr allerdings, im Sommer 1938, sich in Sicherheit zu bringen und half ihr, nach Schweden zu fliehen.
In mehreren Briefen berichtete Otto Hahn ihr im Jahre 1938 von einem verblüffenden Ergebnis eines Experimentes, welches er und sein Kollege durchgeführt hatten. Zusammen mit ihrem Neffen Otto Frisch, welcher Physiker war, erklärte Lise Meitner das Prinzip der Kernspaltung. Dieses Prinzip wurde später für die Herstellung der Atombombe verwendet.
Lise hat sich an der Entwicklung nie beteiligt und konnte es nicht glauben, als die USA zwei Atombomben auf Japan abfeuerten. Sie wurde trotzdem als Mutter der Atombombe weltberühmt. Ein Titel, der ihr nicht gefiel. Als Entdecker der Kernspaltung galt Otto Hahn, welcher den alleinigen Nobelpreis bekam. Lise bekam nichts, blieb dennoch ihr Leben lang mit Otto Hahn befreundet.
danke ich habe viel neues gelernt
Danke! Ja, es werden auch noch andere Wissenschaftler und Persönlichkeiten drankommen.
Mega Artikel, spannend Geschichte
Weiter so!😁
Ich finde es total cool, dass mal jemand solche Informationstexte über bekannte Leute macht. Wirst du auch noch andere Menschen nehmen?
LG Melanie