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Die Menschen sind im Jahr 1957 das erste Mal in den Weltraum gekommen. Seitdem hinterlassen sie dort Müll. Das können Teile von Raketen sein oder Satelliten, die nicht mehr funktionieren. Meistens verglüht dieser Müll nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten. Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal ist der Müll zu weit weg von der Erde. In den letzten Jahrzehnten hat sich deshalb immer mehr Müll im Weltraum angesammelt.
Der Müll im Weltraum wird von Weltraumorganisationen nachverfolgt. Zurzeit gibt es im Weltall mehr als 750.000 Objekte, die größer sind als ein Zentimeter. Und über 170 Millionen Objekte, die größer als 1 Millimeter sind. Das klingt erstmal klein und ungefährlich. Allerdings werden die Objekte im Weltraum ganz schön schnell. Deshalb können sie großen Schaden verursachen, wenn sie andere Objekte treffen. Ein Objekt, das größer als ein Zentimeter ist, kann mit viel Kraft auf ein anderes treffen. Vergleichbar ist das mit einem Auto, dass mit 50 km pro Stunde auf eine Betonwand aufprallt. 50 km pro Stunde - so schnell darf man innerhalb eines Ortes fahren.
Jetzt schon müssen Satelliten und Raumstationen umherfliegendem Müll ausweichen. Der Wissenschaftler Donald Kessler sagte bereits im Jahr 1978 ein Problem voraus: Je mehr Müll es gibt, desto häufiger treffen Müllstücke aufeinander. Wenn sie aufeinandertreffen, zerbrechen die Müllstücke. Dadurch gibt es mehr Müllteile. Und es wird wahrscheinlicher, dass sie wieder aufeinanderprallen. So entstehen schnell immer mehr Müllteile. Dieser Vorgang nennt sich Kessler-Syndrom.
Gibt es zu viele Müllteile, dann können wir Menschen den Weltraum nicht mehr nutzen. Unsere Satelliten oder Raumstationen würden ständig von Müll getroffen und beschädigt werden. Der Weltraum ist aber wichtig für uns. Zum Beispiel brauchen wir Satelliten für das Internet und für Wettervorhersagen.
Als Erstes kann Müll vermieden werden. Raketen können so gebaut werden, dass möglichst wenig Teile abfallen. Satelliten, die nicht mehr funktionieren, können weiter weg ins All befördert werden. Aber: Selbst, wenn kein Müll mehr produziert wird, wird es wegen des Kessler-Syndroms immer mehr Müllteile geben. Das sagt zumindest die Europäische Weltraumorganisation.
Weltraumorganisationen auf der ganzen Welt arbeiten deshalb an Lösungen. Großer Müll soll aus dem Weltraum entfernt werden. Das geht zum Beispiel, wenn man große Schilde am Müll befestigt. Dadurch fliegen die Müllteile langsamer. Ähnlich wie bei einem Fallschirm. Die Müllteile kommen näher an die Erde und verglühen. Ähnlich funktioniert das, wenn man mit einem großen Netz Motoren am Müll befestigt. Sie lenken den Müll dann Richtung Erde. Solche Lösungen sind aber sehr aufwendig und teuer. Zurzeit werden sie deshalb kaum eingesetzt.
Gut erklärt! Ich wusste nicht dass schon so viel Müll im All ist! Der Weltraummüll trägt übrigens auch zur Lichtverschmutzung bei. (Also dass der Himmel auf der Erde nachts nicht mehr so dunkel wird.) Die Teile spiegeln das Licht und werfen es zurück auf die Erde, wie wenn man mit einer Taschenlampe in einen Spiegel leuchtet. Ich war neulich spät abends in einer Stadt und der Himmel sah aus als wäre die Sonne erst vor ein paar Minuten untergegangen!
LG Toni🐾
Sehr intressant