Sport

Kinderfußball ganz anders

Die neuen Regeln

Für die G-, F- und E-Jugend wird es in diesem Jahr neue Regeln im Fußball geben. Also für Kinder von 6 bis 11 Jahren. Je jünger die Kinder sind, desto weniger Spieler und Spielerinnen stehen auf dem Feld. Bei den jüngsten können die Teams sogar nur aus zwei Spielern und Spielerinnen bestehen. Torwart oder Torwartin gibt es keine. Die Kinder stehen auf kleineren Feldern. Auch die Tore sind kleiner als sonst. Dafür schießen sie auf vier anstatt auf zwei Große. Jedes Mal, wenn ein Tor fällt, wechseln beide Teams einen Spieler oder Spielerin aus.  

Je älter die Spieler und Spielerinnen werden, desto mehr wird das Spiel an „klassisches“ Fußball angepasst. In der E-Jugend gibt es dann schon bis zu sieben Spieler und Spielerinnen, einen Torwart oder Torwartin und zwei statt vier Tore.

Für G- und F-Jugend gibt es außerdem keine Meisterschaften mehr. Gespielt wird vor allem in Turnieren. Es gibt mehrere Felder nebeneinander, auf denen in zwei Teams gegeneinander gespielt wird.  Die Gewinner-Teams rücken ein Feld nach oben, die Verlierer-Teams nach unten.  Sie treten nun in einem neuen Spiel gegeneinander an. So treffen Teams aufeinander, die ähnlich gut Fußball spielen. Es gibt aber kein Team, dass das ganze Turnier am Ende gewinnt.

Warum werden die Regeln geändert?

Der Deutsche Fußballbund (DFB) möchte mit den neuen Regeln erreichen, dass Kinder im Fußball besser gefördert werden. Im Vordergrund soll der Spaß am Fußball stehen. Der DFB nennt unter anderem diese Vorteile der neuen Regeln:

  • Durch die kleineren Teams haben alle Kinder mehr Kontakt mit dem Ball. Dadurch sollen alle Kinder eine Chance haben, es zu lernen. Auch die, die noch nicht so gut Fußballspielen können.  
  • Im Spiel auf einem kleinen Feld geht es weniger um Taktik, sondern mehr um das Fußballspiel selbst.
  • Es gibt keine Meisterschaften. Dadurch soll der Druck, gewinnen zu müssen, verringert werden. Trotzdem lernen Kinder durch Spiele im Turnier zu gewinnen und zu verlieren.  
  • Außerdem treffen Kinder in den Turnieren häufiger auf Teams, die so gut spielen wie ihr eigenes Team. Das soll weniger frustrierend für sie sein.  

Kritik

Die neuen Regeln werden aber auch kritisiert:

  • Vereine müssen mehr Tore kaufen, damit auf vier kleinere Tore gespielt werden kann.  
  • Durch die vielen kleinen Spiele werden mehr Betreuer und Betreuerinnen gebraucht.  
  • Manche befürchten, ohne Meisterschaften lernen Kinder nicht mehr zu verlieren. Oder dass es Kindern unwichtig werden könnte, zu gewinnen. Sie verfolgen dann kein Ziel mehr.  

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Eure Kommentare

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Interessant!!!!! Ich finde die neuen Regeln nicht so gut