Antworten zu Kinderrechten

Darf ich mit mei­nem Freun­den auf dem Ra­sen vor dem Haus spie­len?

Kinder haben – genau wie Erwachsene – in ihren Wohngebieten bestimmte Rechte.

Sie müssen sich miteinander einigen, wie das Zusammenleben funktionieren kann. Am besten wäre also ein klärendes Gespräch zwischen Hausverwaltung, Kindern, Eltern und älteren Menschen. Grundsätzlich haben Kinder die gleichen Rechte wie die Mieterinnen und Mieter der Wohnung selbst.

Den Bedürfnissen von Kindern nach Spiel und Sport ist in angemessenem Umfang Rechnung zu tragen. Hier müssen sich alle um besondere Rücksicht gegenüber Kindern bemühen. Zugleich sind die Familien aber auch angehalten, die Interessen der anderen zu berücksichtigen, z.B. die Mittags-, Ruhe- und Nachtzeiten. Sollte es aber schon im Mietvertrag deiner Eltern ein Verbot geben, auf der Grünfläche zu spielen, dann müsst ihr euch daran halten.

Auch gärtnerisch angelegte Zierflächen sind fürs Spielen tabu. Trifft das aber alles nicht zu, kann gesagt werden, dass die meisten Gerichte es ablehnen, das Spielen auf dem Rasen vorm Haus generell zu verbieten. Das gibt es nur in Ausnahmefällen. Dann muss das Verbot einen vernünftigen Grund haben und darf nicht als Schikane angesehen werden.

Zum Beispiel, wenn zu viele Kinder auf einer zu kleinen Rasenfläche spielen und der Rasen kaputt geht oder auch, wenn der Lärmpegel zu hoch wird. Dann aber müssen Kindern andere Spielflächen in der Nähe angeboten werden. Immerhin hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden: Die beim Spielen entstehenden Geräusche "… sind grundsätzlich allen anderen Menschen zumutbar. Wer Kinderlärm als lästig empfindet, hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern…", hier stellt sich ein Gericht auf die Seite der Kinder. Schade, das es sich in solchen Fragen immer wieder bemühen muss.

Deine Meinung

  • Ist super
    242
  • Ist lustig
    190
  • Ist okay
    185
  • Lässt mich staunen
    221
  • Macht mich traurig
    175
  • Macht mich wütend
    173

Eure Kommentare

Profilbild von Gast
Es gibt auch leider in den Wohnungsgesellschaften-/Genossenschaften Mitarbeiter , die auch die beschwerenden Mieter als Kinderfeinde und Querulanten bezeichnen. Kein Mieter hat es nötig, sich mit uneinsichtigen Familien und der Kindern rum plagen zu müssen. Selbst die Gerichte haben keinen Plan, was eigentlich ein "Wohnen" beinhaltet.   Ein kleiner Hinweis:  Ruhe
Profilbild von Gast
Eltern sind immer gute Menschen. Die Nachbarn immer die Bösen. Ein sehr einfaches Weltbild