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Krieg in Nord­sy­ri­en: Er­do­gan und Pu­tin ei­ni­gen sich

Was bisher geschah: Krieg in Nordsyrien

Am 9. Oktober 2019 ist die Türkei mit der Armee in Nordsyrien einmarschiert. Nordsyrien liegt an der Grenze zur Türkei. Das syrische Gebiet wird von der kurdischen Miliz YPG verwaltet. Das sind bewaffnete Truppen. Die YPG wird von der Türkei als Terrororganisation angesehen. Seit zwei Wochen herrscht dort nun Krieg. Von der EU und vielen Regierungschefs wurde Erdogan für den Einmarsch in Nordsyrien scharf kritisiert. In vielen europäischen Städten gab es Demonstrationen gegen den türkischen Präsidenten. Hundertausende Menschen mussten aus dem Grenzgebiet vor den Kämpfen flüchten.  

Putin verhandelt mit Erdogan

Gestern traf sich der russische Präsident Wladimir Putin mit Recep Tayyip Erdogan, um über die Situation in Nordsyrien zu verhandeln. Sie konnten sich einigen und eine Waffenruhe vereinbaren. Erdogan wollte eine Sicherheitszone an der türkisch-syrischen Grenze. In der Zone soll es keine kurdische Miliz YPG geben. Russische, syrische und türkische Truppen sollen dort Streife fahren und das Gebiet kontrollieren. Erdogan erkennt dafür den syrischen Herrscher Baschar al-Assad an. Russland ist die Macht, die dort für Ordnung sorgen soll. Das sind einige wichtige Ergebnisse der Verhandlung.  

Bürgerkrieg in Syrien

In Syrien ist seit 2011 Bürgerkrieg. Die Lage dort ist kompliziert: Syrien ist in Gebiete aufgeteilt, die von verschiedenen Gruppen oder Streitkräften kontrolliert werden. Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) kämpft dort und will Gebiete erobern. Es ist sehr unübersichtlich und es gibt noch viele Kämpfe.

In diesem Krieg nahmen bereits viele andere Länder Einfluss. Sie unterstützten zum Beispiel zeitweise den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Russland unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad mit Waffen. Darum verhandelte der russische Präsident Putin auch mit Erdogan.

In Syrien war bisher auch die US-Armee stationiert. Sie hatte die Aufgabe, dort als Friedenswächter für Ordnung zu sorgen. Vor etwa einer Woche hat aber US-Präsident Donald Trump seine US-Truppen aus Syrien abgezogen. Trump wird von vielen Menschen dafür kritisiert – auch, dass er somit Erdogan unterstützt.

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Eure Kommentare

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Krieg um Sicherheit zu schaffen? Das ginge doch auch anders, oder?
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Manche haben ihre Familie nicht unter Kontrolle
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Die Staaten sind wie eine große Familie, jeder hilft jeden
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Syrien muss von anderen geholfen werden
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Die US Armee hätte Frieden Wächter bleiben können, und erdogan es dann über geben können
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es ist gut und schön bitte
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Erdogan hat viel Angst, wegen die Nachbarn. Wie bei uns ,unsere Nachbarn grüßen auch nicht und sind unfreundlich