Blau Part 11
Der Weg zu Aron
Die Schule war vorbei. Ich lief dieses Mal. Mein Rücken tat einfach weh von meinem Ranzen. Aber ich ging ruhig, trotzdem schnell. Es begann zu regnen. Ich stieg in den Bus und setzte mich alleine. Ich hatte keinen Streit mit allen. Es lag einfach daran, dass ich die Einzige im Bus war. Der Bus kam bei mir zuhause an. Ich machte die Tür auf, stellte meinen Ranzen in den Flur und machte die Tür wieder zu. Ich lief kurz und dann rannte ich. Das Wasser der Pfützen spritzte um sich. Ich rannte bis zum Krankenhaus. Ich atmete etwas schwer. „Bin da!“, keuchte ich. Langsam betrat ich das große Gebäude. Ich ging zu einem netten Mann an der Rezeption. „Hallo, ich bin Nelly und würde gerne meinen Bruder Aron besuchen“, stellte ich mich vor.
Ich habe dich so vermisst
„Nachname?“, fragte der Mann. „Winkler.“ „Okay, im dritten Stock, rechts die dritte Tür von hinten“, sagte der Mann. Ich nickte und fuhr mit dem Fahrstuhl hoch. Ich verirrte mich, fand dann aber schließlich Arons Zimmer. Ich klopfte vorsichtig. Mein Herz schlug so doll, dass ich das Gefühl hatte, es fliegt gleich aus meinem Körper. „Herein!“, rief eine mir sehr bekannte Stimme. Langsam drückte ich die Türklinke runter und schob die Tür auf. Ich trat vorsichtig herein. „Schwesterchen!“, sagte Aron schwach und breitete die Arme aus. Ich ging an sein Bett und schloss ihn in die Arme. Aron hatte große Augenringe, einen Verband um den Kopf. Ich lachte kurz und unsicher. Aron lächelte mich an. Um ihn herum waren bunte Ballons und Karten, auf denen „Gute Besserung“ draufstand. „Ich habe dich so vermisst“, flüsterte ich einfach. „Ich dich auch“, flüsterte Aron. Wir umarmten uns nochmal.
Das ist soooo schön