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Ein Mädchen, das nur traurig ist, nie lacht, keinen Spaß hat. Gibts da überhaupt etwas Schlimmeres? Nun, so geht es Lidya: Seit ihr Vater verstorben ist, hat sie das Lächeln verlernt. Nix kann sie aufmuntern. Sie hat nicht mal Freunde, so traurig ist sie. Aber trotz ihrer Traurigkeit, geht sie jeden Tag in die Schule. Wie jetzt.
„Na Lydia! Heulst du wieder? Heulsuse, Heulsuse!“, schrie ihre Feindin Harper. „Ach lass....“, wollte Lidya erwähnen, aber da waren sie wieder. Die Tränen, die Lidya zu oft über die Wange glitten und stärker waren als Lidya es möchte. Sie rannte weg. Es war ihr zu viel. „Die hat doch ´nen Knall!“, hörte sie Stimmen hinter sich sagen. Doch es war ihr egal. Im Moment war ihr alles egal. Lidya rannte und rannte, ohne zu wissen, wohin sie wollte. Ihre Tränen schienen niemals zu versiegen. Am Ende des Schulhofs fand sie ein kleines Versteck, das sie ihr „Geheimversteck“ nannte: ein verlassener Garten, der von Efeu und alten Bäumen umringt war. Dort setzte sie sich unter einen großen Baum, die Arme um ihre Knie geschlungen, und weinte weiter.
Ein paar Tage später, während Lidya in ihrem Geheimversteck saß, hörte sie Schritte. Es war Emma, ein Mädchen aus ihrer Klasse, die sie nie wirklich beachtet hatte. Emma war schüchtern und zurückhaltend, aber sie hatte Lidya oft beobachtet und sich Sorgen gemacht. Heute hatte sie den Mut gefasst, zu Lidya zu gehen. „Hi, Lidya“, sagte Emma leise. „Gehts dir gut, Lidya?“
Lidya war überrascht, doch die freundlichen Worte von Emma ließen sie etwas aufatmen. „Es ist schwer“, antwortete Lidya nach einer Weile. „Seit mein Vater gestorben ist, fühlt sich alles nur noch grau und leer an.“ Emma setzte sich neben Lidya und nickte. „Ich verstehe, dass es dir schwerfällt. Aber du bist nicht allein, Lidya. Wenn du möchtest, können wir zusammen durch diese schwere Zeit gehen.“ Und zum ersten Mal, zum ersten Mal lächelte Lidya.
In den folgenden Wochen entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen Lidya und Emma. Sie fanden Trost und Freude in kleinen Momenten – sei es ein Lachen über einen Insiderwitz oder eine Umarmung, wenn die Traurigkeit wieder überhandnahm. Mit Emmas Unterstützung lernte Lidya allmählich, mit ihrem Verlust umzugehen und fand nach und nach wieder Freude am Leben. Und so, mit jedem Tag, der verging, wurde Lidya stärker. Harpers Worte prallten an ihr ab, denn sie wusste, dass sie nicht mehr allein war. Sie hatte Freunde, die sie unterstützten und ihr zeigten, dass es immer Hoffnung gab, selbst in den dunkelsten Zeiten.
Eines Morgens, während der großen Pause, entschloss sich Lidya, Harper zu zeigen, dass sie sich nicht mehr einschüchtern lassen würde. Als Harper wieder einmal versuchte sie zu provozieren, hob Lidya den Kopf und sah ihr fest in die Augen. „Harper, deine Worte können mir nicht mehr weh tun", sagte sie klar und deutlich, „ich habe gelernt, dass meine Stärke von innen kommt und dass ich wertvoll bin, unabhängig davon, was du sagst.“ Harper war überrascht und wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Die umstehenden Schüler, die Zeugen dieser Konfrontation wurden, begannen zu flüstern und schauten Harper kritisch an. Einige nickten Lidya anerkennend zu. Emma, die alles mit angesehen hatte, trat neben Lidya und lächelte stolz. „Du hast das toll gemacht“, sagte sie leise, „du bist stärker als du denkst.“
Von diesem Tag an bemerkte Harper, dass ihre Angriffe ihre Wirkung verloren hatten. Lidya stand nun aufrecht und selbstbewusst da und andere Schüler begannen, ihr Respekt entgegenzubringen. Es war nicht mehr nur Lidya gegen die Welt, sondern Lidya und ihre Freunde gegen alle Schwierigkeiten. Mit jedem Tag wuchs ihre Zuversicht und das einst verlorene Lächeln kehrte allmählich auf ihr Gesicht zurück.
Wow! 🤩 Unglaublich schön!
Das war meine Geschichte Naomi! Hoffentlich gefällt sie dir!!