🐟🪼🐋🐳🐬Die Melodie des Meeres🐬🐳🐋🪼🐟[Wolfblood Zoey🐺]
Hi Leute! Ich bin Wolfblood Zoey und neu hier 🙈 Ich liebe das Schreiben und habe mir vorgenommen, mal auszuprobieren, eine Liebesgeschichte zu schreiben. Ich hoffe, es gefällt euch, und sag mir unbedingt, was mir gut gelungen ist und was ich noch verbessern könnte. Und guckt mal auf mein Profil, vielleicht gefällt euch meine andere Geschichten auch. ❤️❤️❤️😁😁😁
Viel Spaß beim Lesen!
———————————————————————————————————————
Das Konzert
Leonie liebte die Momente kurz vor dem Sonnenuntergang, wenn der Strand von Malibu fast menschenleer war. Das gleichmäßige Rauschen der Wellen beruhigte sie nach einem stressigen Tag an der Schule. Sie atmete die salzige Luft tief ein, setzte sich in den warmen Sand und zog ihre Knie an den Oberkörper. Sie genoss es, einfach nur den endlosen Pazifik zu beobachten und den Kopf frei zu bekommen. Die Sonne stand tief und tauchte den Himmel in ein Meer aus warmen Orange- und Rosatönen.
Plötzlich ertönte ganz in der Nähe ein Geräusch, das so gar nicht zum Rauschen des Meeres passte: das sanfte, unglaublich melodische Zupfen einer akustischen Gitarre. Die Töne waren leise, aber so klar, dass sie direkt Leonies Aufmerksamkeit fesselten.
Überrascht drehte Leonie den Kopf. Nur ein paar Meter weiter saß ein Junge auf einem großen, ausgewaschenen Stück Treibholz. Er trug einen gemütlichen, dunkelgrauen Kapuzenpulli und hatte wuschelige, dunkelblonde Haare, die vom ständigen Seewind völlig zerzaust waren. Seine Augen waren fest geschlossen, und er war vollkommen in sein Spiel versunken. Die Melodie, die er seinen Saiten entlockte, klang ein wenig traurig, aber gleichzeitig wunderschön und hoffnungsvoll. Sie schien perfekt mit dem Rhythmus der hereinbrechenden Wellen zu verschmelzen.
Leonie lauschte wie gebannt. Als er den letzten Akkord ganz sanft ausklingen ließ und die Finger von den Saiten nahm, fing sie unwillkürlich an, leise zu klatschen.
Der Junge schreckte hoch und öffnete abrupt die Augen. Er hatte sie in seiner Konzentration wohl überhaupt nicht bemerkt. Ein leichtes, verlegenheitsvolles Lächeln huschte über sein Gesicht, und er strich sich rasch durch die Haare. Seine Augen waren faszinierend – sie hatten genau denselben tiefblauen Ton wie der Ozean an einem stürmischen Tag.
„Oh, hey. Tut mir leid, ich dachte, ich wäre ganz allein hier“, sagte er und lockerte den Griff um den Hals seiner Gitarre.
„Nein, es tut mir leid! Ich wollte dich absolut nicht erschrecken“, erwiderte Leonie schnell und schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln. „Aber das klang wirklich unfassbar schön. Ist das ein bekannter Song oder etwas Eigenes?“
Der Junge blickte kurz auf seine Gitarre und lächelte dann etwas selbstbewusster. Er stand vom Treibholz auf, trat ein paar Schritte im weichen Sand näher und setzte sich mit etwas Abstand zu ihr. „Er ist von mir. Ich bin übrigens Max. Ich schreibe oft eigene Songs, besonders dann, wenn mir der Kopf von der Schule oder dem Alltag einfach zu voll wird. Und hier draußen am Meer... da klappt das irgendwie am besten. Die Ideen kommen dann ganz von allein.“
„Ich bin Leonie“, stellte sie sich vor. „Und ich verstehe ganz genau, was du meinst. Ich spiele zwar kein Instrument, aber ich komme auch immer hierher, um nachzudenken. Das Meer hat einfach eine ganz eigene Magie, die einen alles andere vergessen lässt.“
Leonie und Max
Aus dem kurzen Moment der Störung entwickelte sich ein langes, intensives Gespräch. Die Zeit schien für die beiden wie im Flug zu vergehen. Während die Dämmerung langsam einsetzte, redeten Leonie und Max über ihre absoluten Lieblingsbands, über nervige Lehrer, ihre Träume für die Zukunft und darüber, wie schwer es manchmal war, herauszufinden, wer man eigentlich sein wollte. Bei Max fühlte sich das Reden für Leonie auf einmal vollkommen leicht und ungezwungen an. Es war diese seltene Art von Verbindung, bei der man das Gefühl hat, den anderen schon viele Jahre zu kennen, obwohl man sich erst seit einer Stunde gegenübersitzt.
Max zeigte ihr sogar ein paar Griffe auf seiner Gitarre und erklärte ihr geduldig, wie man die Saiten richtig herunterdrückt, was Leonie zum Lachen brachte, weil ihre Finger anfangs überhaupt nicht das taten, was sie wollte.
Als die Sonne schließlich als feuerroter Ball komplett im Meer versunken war und der Himmel sich in ein tiefes Dunkellila färbte, zog eine spürbare Frische über den Strand. Der Wind frischte auf, und Leonie fröstelte leicht. Sie zog die Arme enger um ihre Knie, um sich warm zu halten.
Max bemerkte das sofort. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, legte er seine Gitarre vorsichtig auf seiner Tasche ab, zog seinen warmen Kapuzenpulli über den Kopf und reichte ihn ihr rüber. „Hier, nimm bitte. Mir ist vom Reden und dem Gehen vorhin sowieso noch total warm.“
Leonie wollte erst protestieren, aber der Pulli sah einfach zu gemütlich aus. Sie nahm ihn dankbar an und schlüpfte hinein. Er war ihr viel zu groß, ging ihr fast bis zu den Knien und roch wunderbar nach einer Mischung aus Salz, frischer Luft und einem angenehmen Waschmittel. Als sie den Kragen hochzog, spürte sie, wie ihr Herz plötzlich einen kräftigen Schlag schneller machte.
„Leonie?“, fragte Max nach einer Weile ganz leise. Er sah sie von der Seite an, und im schwindenden Dämmerlicht wirkten seine blauen Augen fast schwarz und unglaublich tief. „Bist du morgen Abend zufällig wieder hier am Strand?“
Leonie spürte in diesem Moment ein ganz deutliches, warmes Kribbeln im Bauch, das überhaupt nichts mit der kühlen Meeresbrise zu tun hatte. Sie erwiderte seinen Blick, lächelte glücklich und nickte. „Ja, Max. Ich werde ganz sicher da sein.“