Emma und die Sache mit den Tieren #GeschichtenChallenge / Part 2
Peter von Wuff
Emma seufzte. Sie saß auf einem Felsen, der Wind wehte kalt um sie. Was war nur Alles passiert. Sie hatte ihre Freunde verloren - Und nun saß sie in einem kleinen Haus in den Bergen fest. Sie wusste nicht, was auf sie zukommen würde. Und sie hasste das Gefühl. Plötzlich hörte Emma ein Hecheln. Sie drehte sich um. Es war der kleine Hund von eben. "Du- Bist- echt schnell.", keuchte er. "Und ich bin- auch nicht mehr- der Jüngste." Emma drehte sich der Magen um. Sie wollte nicht wahnsinnig werden. Was war los? Sie gab sich einmal eine Ohrfeige, aber immer noch stand der Hund vor ihr. "Was machst du denn da?", fragte er. "Ähm- Nichts.", antwortete Emma verlegen. "Was möchtest du von mir? Vielleicht Leckerlis?" Der Hund schnaubte. "Mir steht Höheres zu." Emma seufzte. Wieso sollte sie sich einen arroganten, kleinen Hund vorstellen? Sie musste es begreifen. Sie musste. Das, was sie erlebte, war real.
Eine Weile sah sie dem Hund in die Knopfaugen. Sie sahen sehr lebendig aus. "Na gut.", murmelte sie halb zu sich selbst. Emma kniete sich nieder und fragte: "Wie heißt du, Kleiner?" "Mein Name ist Peter von Wuff." "Peter von Wuff?", prustete Emma. "Da ist Nichts dran komisch", knurrte der Hund. "Und übrigens, ich bin ein Abgesandter des Königshauses der Tiere. Ich möchte Ihnen sagen, dass Ihr als Wildflüsterin herzlich eingeladen seid, zu uns zu kommen. Wir haben einen - Sagen wir mal, besonderen Fall. Würdet Ihr euch zum Palast der Adeligen begeben?" Emma sah Peter entgeistert an. "D-das meinst doch nicht ernst, oder?" Peter sah sie böse an, was wohl "Doch" bedeutete. "Na gut.", stöhnte Emma. Solange sie Peter los wurde, war ihr Alles willkommen." Peter nickte und hüpfte gekonnt den steilen Felshang herunter. Emma schluckte. So etwas konnte sie nicht- Und sie hatte keine Lust darauf, sich ein Körperteil zu brechen. "Ich glaub, ich schaff das nicht!", rief sie zu Peter herunter. "Nicht mein Problem.", zischte er ungeduldig. Emma sah den Hang hinab - Und setzte vorsichtig einen Fuß vor den Anderen. Plötzlich bröckelte ein großer Stein unter ihr ab- Emma rutschte aus und begann in einer zügigen Geschwindigkeit den Hang herunterzurutschen. Sie kreischt lauthals und sah den Boden näherkommen. Peter kaufte und sprang zur Seite, im richtigen Moment. Emma landete unsanft auf dem Boden und stöhnte erstmal laut auf. Alles tat ihr weh. Peter sah sie veklärt an. Dann meinte er: "Los weiter." Er rannte durch eine tiefgrüne Talwiese, und begann dann wieder den Aufstieg auf einen Berg. Sie liefen einige Zeit auf einem Bergsims entlang. Dann rutschten sie über tiefe Schneewehen - Und plötzlich entdeckte Emma ein gewaltiges Schloss. Dutzende von Vögel flogen um den Palast herum - Sie konnte ihre Stimmen bis hierhin hören. "W-wow.", flüsterte Emma. "Meine Heimat.", bluffte Peter und lief vorwärts.
Der Palast der Adeligen
Drinnen war das Schloss fast noch schöner als von außen. Aber es war VOLL. Ziemlich voll. Überall drängelten sich Tiere. Eine Schar quiekender Mäuse wuselte durch den Thronsaal, ein gewaltiger Bär mit einem Papagei auf dem Kopf, einen Eimer mit Fischen im Schnabel haltend, stampfte durch den Raum. Emma staunte. Sie hatte noch nie so etwas Beeindruckendes gesehen. Noch nie. Peter schlängelte sich durch die Füße der Tiere und lief geradewegs zum Thron zu. Auf ihm saß ein prachtvoller Löwe, der sich gelangweilt in einem Spiegel betrachtete. Peter kläffte ihm etwas zu. Darauf sprang der Löwe von seinem Thron und ließ ein gewaltiges Brüllen von sich geben. Sofort wurden alle Tiere still und sahen gespannt zu dem Löwen auf. "Emma.", verkündete er. "Bitte trete vor zu mir." Emmas Herz schien zu platzen vor Aufregung. Sie begann, nach vorne zu laufen und alle Tiere starrten sie an. Hunderte von Augenpaaren sahen nur zu ihr. Emma schluckte, sie fühlte sich nicht wirklich wohl. Als sie beim König angekommen war, rief der: "Das ist unsere Tierflüsterin, Emma! Sie wird sich um unseren besonderen Fall kümmern. Heißt sie willkommen in eurer Gemeinschaft!" Alle Tiere im Saal jubelten. Emma genoss es jetzt. Sie war zum ersten Mal im Mittelpunkt, zum ersten Mal eine Anführerin. Und diesen Moment wollte sie auskosten. Sie nickte einmal dem Löwen zu.. der rief Peter. Der Hund knurrte leise zu ihr: "Was sollte das denn, Angeberin?" Emma konnte nicht anders als loszuprusten. Peter verdrehte die Augen und brummelte: "Folgt mir."
Der Phönix
Er lief aus dem Thronsaal und in einen kleinen Raum. In ihm stand ein Käfig. Dort drin schien Nichts zu sein. Emma trat näher zu dem Käfig und beobachtete ihn. Sie konnte ein kleines Häuslein Asche in ihm entdecken. "Was für ein Tier soll denn da sein?", fragte sie argwöhnisch. "Nun, unser besonderer Fall ist die Asche. Sie bewegt sich manchmal und wenn man sie berührt, entstehen Feuerfunken. Wir vermuten, dass wir hier einen Phönix haben. Der Vogel, der aus der Asche aufersteht. Aber wir können ihn nicht wieder zu seiner ursprünglichen Gestalt bringen, das kann nur ein Tierflüsterer. Also ich bitte Euch... Helft dem armen Tier. Es braucht Eure Hilfe. Es ist nämlich schon seit 5 Jahren so. Viel Glück." Nach diesen Worten lief er raus aus dem Raum. Emma stand wie aus Stein da. Es gab Fabelwesen wirklich? Und sie stand vor einem Phönix? Was für verrückte Sachen konnten denn noch passieren? Aber sie musste ihren Job tun, das wusste sie. Also sprach sie zu der Asche. "Mein lieber Phönix, ich weiß nicht, ob du mich hören kannst, aber wenn, hör bitte zu. Bitte werd wieder ein Vogel. Deine Asche verkümmert und Keiner weiß, was wir tun sollen. Du willst doch sicher auch wieder zu deiner Ursprungsgestalt werden. Also bitte-" Plötzlich ging die Asche in Flammen auf. Emma hielt den Atem an. Hatte sie es geschafft? Doch dann erlosch das Feuer. Enttäuscht atmete sie aus. Sie hatte es nicht geschafft.
Doch dann segelte eine orange-rote Feder von der Decke. Vorsichtig fing Emma sie. Als sie sie berührte, fing die Feder plötzlich an, in einem warmen Licht zu leuchten. Ein immer größer werdender Lichtschein entstand, Emma kniff die Augen zu. Das Licht leuchtete immer heller - Und plötzlich hörte es auf zu leuchten. Emma öffnete die Augen wieder - Und vor ihr schwebte ein gigantischer Vogel. Seine mächtigen Schwingen gaben Feuer von sich, ebenso sein Kopf. Seine Federn leuchteten in einem kräftige orange-rot. Vor Emma stand ein waschechter Phönix. Er öffnete den Mund, als ob er etwas sagen wolle. Doch es kam kein Ton raus. Der Phönix schüttelte traurig den Kopf. Er konnte nicht sprechen.
Diese Geschichte ist ebenfalls für Zakariyas Geschichten-Challenge. Es wird noch einen 3. Teil geben, aber der ist dann nicht mehr für sie Challenge.