Eure Geschichten

Gefangen in der Pyramide #5

Verschlungen

Der Gang schien endlos zu sein, doch alle wussten, dass es nur eine optische Täuschung war, die verhindern sollte, dass Grabräuber sich weiter trauten. Sie gingen langsam voran. Dann hörten sie ein leises Klick und schließlich ein humpeln… äh, rumpeln. Eine riesige Steinkugel rollte auf sie zu. „Was jetzt?“, fragte Mirjam verzweifelt. „Rennt!“ schrie Felix, doch Moritz und Leander riefen: „Halt! Der Sinn der Sache ist, dass man weiterrennt, und zwar direkt auf die Stelle, wo die Kugel hin rollt!“ Doch so ganz richtig war das nicht. Die Kugel wuchs und wuchs und schließlich verschlang sie mit einem einzigen Happs die gesamte Klasse samt Lehrerin. Im Inneren des Monsters landeten sie in einem Magen voll von glibberigem, grünen Schleim, der sich daran machte, die Schüler zu verzehren. „Hilfe!“ schrie die Klasse. Als ihr Bein bald verdaut war, holte Albert seine Zahnstocher aus dem Überlebenskoffer raus. Sie versuchten das Monster zu pieken, doch es half nichts.

Pfeffer hilft

Dann tat Franz das Seltsamste, was ihnen je eingefallen wäre. Er holte Pfeffer aus seinem Rucksack und schüttete die ganze Packung in den Magen. Das Monster kannte dieses Essen nicht. Und da es so brannte, versuchte es, es mit Wasser zu löschen. Nichts half. Es gab nur einen Ausweg für das Monster: Alles auskotzen. Kurz nachdem Franz den Pfeffer reingeschüttet hatte, wurden sie schon ausgekotzt. Es war eine riesige Schweinerei. Sie rannten los und vergaßen die Fallen, die hinter ihnen runterkrachten. In letzter Sekunde konnten sie sich vor einem Riesenhammer retten, der versuchte sie zu Brei zu schlagen.

Vier Wege

Am Ende des Ganges waren vier Türen. Sie lasen den vorletzten Teil: „Bald hast du‘s geschafft, doch musst du dich für einen Weg entscheiden, damit du es hinaus schaffst und des Pharaos Schatz klaust.“ „Ich teile euch jetzt in vier Fünfergruppen auf.“, sagte die Lehrerin. „Moritz, Leander, Mirjam, Sarah und Albert, ihr nehmt den ersten Weg. Valerie, Liliana, Franz. F., Felix und Vincent, ihr nehmt den zweiten Weg. Franz M., Jakob, Karl K., Merle und Martha, ihr nehmt den dritten Weg. Ihr Restlichen kommt mit mir in den vierten Weg.“ Einige stöhnten, doch willigten ein.

Der erste Weg

Beginnen wir beim ersten Weg: Nach kurzer Zeit wurde es sehr dunkel. Sie fanden auch keine Fackeln mehr an der Wand. Ihre Taschenlampen würden vielleicht noch eine Stunde durchhalten, dann wären sie aus. Sie einigten sich darauf, dass immer nur zwei ihre Lampen anmachten. So hätten sie noch circa drei Stunden Licht. Geraume Zeit später wurde der Gang enger. Plötzlich fiel Leander in eine Klappe. Er konnte sich am Rand festhalten, doch unter ihm hörte er Schlangen zischen. Die anderen schafften es, ihn rechtzeitig hochzuholen. „Am besten laufen wir an der Seite!“, schlug Leander vor. Es war eine gute Idee, denn bald hörten sie ein Rauschen, was darauf hindeutete, dass es eine Falle in den Fluss gab. Später wurde der Boden glitschig. Mirjam plumpste hin und bemerkte, dass die Flüssigkeit nach etwas roch.

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