Gesang der Toten (Kapitel 1.1)
Kapitel 1.1
„Nur eine Prise Zucker oder Salz ändert den gesamten Geschmack der Cookies!“ Benjamin verdrehte genervt seine Augen und sprach mit todernster Stimme dazu: „Arida, wir backen für meine 90-jährige Oma, nicht für ein Fünf-Sterne-Restaurant!“ Seine Tante wollte gerade noch etwas erwidern, als Benjamin sich den Zucker griff und den gesamten Inhalt der Tüte in den rohen Teig schütte. Arida klappte die Kinnlade herunter und hielt Benjamins Hand fest, als er auch noch das Salz hinterherschütten wollte. Als er seine geschockte Tante sah, fing er haltlos an zu lachen. Kurze Zeit später stimmte sie auch noch mit ein. Sie hatten lange nichts mehr zusammen gemacht.
Als die Kekse in den Ofen gelangten entstand eine peinliche Stille und keiner der beiden wusste wirklich, wir er die Stille brechen sollte. Erst als die Eieruhr etwas schief Mozart spielte, knuffte Arida Benjamin spielerisch in den Arm und rief: „Wer zuerst in der Küche ist, kann den ersten Cookie essen!“ Beide rannten, wie von der Tarantel gestochen, ab in die Küche. Kurz vor dem Eintreffen seiner Tante, schlug Benjamin mit der flachen Hand auf den Küchentisch, ein stechender Schmerz breitete sich in seiner Hand aus, dementsprechend zog er sie augenblicklich zurück und schüttelte sie schmerzerfüllt. „Erster!“, rief er mit schmerzerfüllter Stimme, ohne sich wirklich zu freuen. Im Vorbeirennen schnappte sich Arida die Küchenhandschuhe und holte das Backblech aus dem, noch heißen, Ofen. Benjamin suchte sich den besten Cookie heraus, das war nicht sonderlich schwer, und biss herzhaft hinein. „Und?! Wie schmecken sie?“, wollte Arida auch sofort wissen. Benjamin schluckte das gröbste herunter, bevor er seiner Tante antwortete: „Süß.“ Arida steckte ihn mit ihrem herzlichen Lachen an. Sie suchte sich auch einen aus und wollte gerade in ihn beißen, als das Telefon schrillend verkündete, dass jemand mit ihnen reden wollte.
Erstaunt ging sie auf das zurückgebliebene Telefon zu und nahm an. Plötzlich verdunkelte sich ihre Miene, das sonst so glückliche und lachende Gesicht Benjamins Tante war nun einem angsterfüllten, erschrockenen gewichen. Und Dies sorgte nun auch bei Benjamin für die selbigen Züge und Gefühle. Arida nahm den Telefonhörer von ihrem Ohr und deckte das Mikrofon mit ihrer flachen Hand ab. „Benjamin, ich… ich glaube, das ist für dich!
Wirklich gut geschrieben. Ich wirklich mehr als begeistert😱👏
Finde ich auch . Hoffentlich kommt bald die Vortsetzung
Diese Geschichte ist so super und spannend und Alles! Mannnnn, sie ist so ultragut geschrieben! Sie könnte ein echtes Buch sein!