Highmoor - Die dunklen Geheimnisse Kapitel 8
Morgen
Der Morgen dämmerte bleiern über Highmoor, der Himmel bedeckt, die Luft kühl und schwer. Ich erwachte mit einem flauen Gefühl im Magen, das keine Ruhe zuließ. Das Rätsel um Mara wog schwer auf meinen Gedanken, das ominöse Päckchen mit der Warnung „Vertrau niemandem hier“ schien wie ein Stachel, der sich tief in meine Haut bohrte. Ich wusste, dass ich nicht einfach weitermachen konnte, als wäre alles normal. Die Zeit der Unwissenheit war vorbei. Highmoor zeigte seine dunkle Seite, und ich war mittendrin.
Sei vorsichtig
Im Speisesaal war die Stimmung angespannt, fast elektrisch. Überall waren verschwörerische Blicke, halblaute Gespräche, die sofort verstummten, sobald man sich zu ihnen umdrehte. Serena thronte auf ihrem gewohnten Platz, ihre Augen so kalt und messerscharf wie immer. Es war, als hätte sie die gesamte Schule unter ihrer Kontrolle – und jeden, der auch nur den Anflug eines Widerstands zeigte, würde sie gnadenlos zerreißen. Jules setzte sich neben mich, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern: „Alyson, du musst vorsichtig sein. Highmoor ist nicht das, was es zu sein scheint. Manche hier haben eigene Pläne – und die sind gefährlich.“
Keine Antworten
Ich nickte, obwohl mir das Herz schwer wurde. Wer war hier wirklich Freund, wer Feind? Meine Gedanken wanderten zu Mara, die einfach verschwunden war, ohne eine Spur, ohne ein Wort. Hatte sie versucht, zu fliehen? Oder war sie in etwas hineingeraten, das sie nicht mehr kontrollieren konnte?
Den ganzen Tag über suchte ich nach Antworten. Ich durchkämmte jeden Winkel, fragte Mitschüler, aber überall stieß ich nur auf Mauer des Schweigens oder verstohlene Blicke, die mir sagten: Halt dich raus. Doch genau das konnte ich nicht. Ich musste wissen, was hinter den Mauern von Highmoor vor sich ging. Ich musste herausfinden, was Mara passiert war.
Stimmen
Als die Sonne langsam unterging und die Schatten länger wurden, fand ich mich schließlich vor der alten Bibliothek wieder. Das Gebäude war ein Relikt aus vergangener Zeit, mit seinen hohen, staubigen Regalen und verborgenen Ecken. Plötzlich hörte ich Stimmen – leise, aber angespannt. Ich schlich näher, versteckte mich hinter einer steinernen Säule, und erkannte zwei Gestalten, die in einem hitzigen Gespräch vertieft waren. Sie sprachen von einem „Geheimnis“, von „Verrat“ – und dann fiel mein Name. Mein Herz setzte einen Schlag aus. War ich wirklich Teil von etwas, das größer war, als ich je gedacht hatte? War ich eine Schachfigur in einem Spiel, das ich nicht verstand?
Ich wollte weiterlauschen, doch da knirschten plötzlich Schritte auf dem Kiesweg. Panisch duckte ich mich, hielt den Atem an, während die Schatten sich bewegten und die Gestalten auseinanderstoben. Ich konnte nur erahnen, wer sie waren, aber ich wusste, dass sie etwas zu verbergen hatten – etwas, das mein Leben und das aller anderen hier verändern könnte.
Das Foto
Zurück in meinem Zimmer legte ich das alte Foto, das ich vor Tagen im Dachboden gefunden hatte, vorsichtig auf den Schreibtisch. Die verblassten Gesichter schienen mich aus einer anderen Zeit anzustarren, voller Geheimnisse und ungelöster Rätsel. Wer waren diese Menschen, und welche Rolle spielten sie in der Geschichte von Highmoor? Ich spürte, wie eine Mischung aus Angst und Entschlossenheit in mir wuchs. Es gab keinen Weg zurück – ich musste mich dem stellen, was vor mir lag.
Die Nacht kroch heran, und während ich das Fenster öffnete, um die kühle Luft hereinzulassen, spürte ich, wie sich die Dunkelheit langsam über die Schule legte. Highmoor war mehr als nur ein Internat – es war ein lebendiges Wesen, das seine Geheimnisse nur zögerlich preisgab. Ich wusste, dass die kommenden Tage nicht einfacher werden würden. Im Gegenteil: Ich stand erst am Anfang eines Kampfes, der mich bis an meine Grenzen bringen würde.
Doch egal, was geschah – ich war bereit. Bereit, das Licht zu suchen, auch wenn die Schatten immer näher rückten.
Du spannst mich so ❗️richtig ❗️ auf die Folter!Das ist so mega gruselig😱!
LG Skatergirl