Eure Geschichten

Highmoor - Die dunklen Geheimnisse Kapitel 24

Ein Labyrinth aus Gängen

Der Morgen war kalt und grau, als wolle der Himmel selbst ein düsteres Geheimnis verbergen. Die dicken Wolken ließen kaum Licht durch, und der Wind trug ein leises Wispern mit sich, das sich wie ein Flüstern durch die alten Mauern des Internats zog. Schon beim Betreten der Bibliothek fühlte ich, wie die Schwere der bevorstehenden Stunden uns alle erdrückte. Kian, Jules und ich fanden unseren üblichen versteckten Platz zwischen den vergilbten Büchern und vergessenen Manuskripten, ein Zufluchtsort vor der Welt draußen. Kian hatte eine alte Karte ausgebreitet, die er in den Archiven gefunden hatte – eine Zeichnung, die das Internat in einer längst vergangenen Zeit zeigte. Darauf waren geheimnisvolle Gänge und Räume eingezeichnet, die auf modernen Plänen gar nicht verzeichnet waren. „Wenn wir diese versteckten Wege erkunden, können wir vielleicht herausfinden, wo das alles begann“, flüsterte er, während seine Finger über die zerknitterten Linien glitten. Jules starrte die Karte an, ihre Augen glänzten aufgeregt, aber ich konnte die Sorge in ihrem Blick nicht übersehen.

Im Keller

Der Gedanke, dass jemand uns beobachtete, verfolgte mich wie ein Schatten. Der Mann auf dem Dachboden, seine kalten Augen, die uns verfolgt hatten – das ließ keinen Zweifel, dass wir längst nicht mehr nur neugierige Schüler waren. Irgendjemand wollte nicht, dass wir graben. Und das machte mich gleichzeitig ängstlich und wütend.

Nach dem Unterricht schlichen wir uns heimlich in die dunklen, feuchten Kellergewölbe, vorbei an rostigen Rohren und bröckelndem Putz. Jeder unserer Schritte hallte unheimlich wider, als wollten die Mauern selbst uns warnen. Die Luft roch nach Moder und abgestandenem Wasser, und meine Hände zitterten leicht, obwohl ich versuchte, mich nichts anmerken zu lassen. „Da“, flüsterte Kian und zeigte auf eine verborgene Tür, fast völlig verdeckt von dicken Spinnweben und Staub. Ich konnte kaum glauben, dass niemand diesen Eingang schon vorher entdeckt hatte. Mit einem tiefen Atemzug griff Kian nach der alten, klapprigen Klinke und zog die Tür langsam auf. Ein langes, schleifendes Knarren erfüllte die Stille, und dahinter lag ein winziger Raum, der vollgestopft war mit alten Tagebüchern, vergilbten Fotografien und zerfledderten Briefen.

Wer das liest, soll wissen ...

Ich ging auf die Knie und begann vorsichtig, ein Buch herauszuziehen, dessen Einband aus Leder gerissen und brüchig war. Die Seiten waren handschriftlich gefüllt, manche Zeilen verschmiert, als wären Tränen darauf gefallen. Die Geschichten erzählten von verschwundenen Schülern, heimlichen Treffen und dunklen Intrigen, von einer Vergangenheit, die tief unter den strengen Regeln des Internats verborgen lag. Dann fiel mein Blick auf eine einzelne Notiz, die zwischen den Seiten klemmt. Die Worte darauf waren mit zitternder Hand geschrieben: „Wer das liest, soll wissen – die Wahrheit ist gefährlicher als der Tod.“ Ich spürte, wie sich mein Herz zusammenzog, eine Mischung aus Angst und unbändiger Neugier breitete sich in mir aus.

Plötzlich erklang ein Geräusch hinter uns, ein leises Kratzen, als würde jemand oder etwas in den Schatten lauern. Ich drehte mich ruckartig um, doch da war niemand. „Wir sollten besser aufpassen“, flüsterte Jules, und ich nickte stumm. Wir hatten einen Schritt in eine Welt gemacht, aus der es kein Zurück gab. Doch genau hier, zwischen diesen vergessenen Seiten, lag der Schlüssel zu allem – und ich war bereit, alles zu riskieren, um die Wahrheit zu finden.

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Eure Kommentare

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Diese Geschichte ist sooo cool und spannend❤️!

LG Skatergirl

Hallo! Es tut mir leid, dass ich in den letzten Tagen etwas inaktiv war. Ich habe zur Zeit viel um die Ohren, was vor allem Schule betrifft. Aber auch wenn ich mal ein paar Tage lang nichts poste, heißt das nicht das ich euch vergessen habe! Ich denke jeden Tag daran, wann ich endlich Zeit finde, neue Kapitel zu veröffentlichen! Aber jetzt in den Ferien wird auf jeden Fall mehr kommen von mir!

Liebe Grüße

Merle