Highmoor - Die dunklen Geheimnisse Kapitel 27
Lehrkräfte beobachten
Die Warnung hatte uns nicht abgeschreckt, im Gegenteil: Sie war wie ein kalter Windstoß, der uns noch wacher machte. Wir hatten keine Wahl, als weiterzumachen. Doch mit jedem Schritt, den wir tiefer in das Netz aus Geheimnissen und Lügen drangen, wurde das Internat zu einem Labyrinth aus Schatten und Zwielicht, in dem jede falsche Bewegung tödlich sein konnte.
In den folgenden Tagen wurde mir immer klarer, dass das Vertrauen zu den Lehrern brüchig war wie altes Glas. Ich beobachtete genau, wie sie sich verhielten, welche Blicke sie austauschten und welche Türen sie besonders hastig schlossen, wenn ich in der Nähe war. Kian begann, heimlich nachts ihre Büros auszuspähen, und Jules durchforstete alte Akten im Archiv, die offiziell längst verschollen sein sollten.
Alyson und Kian
Währenddessen spürte ich diese unterschwellige Spannung zwischen mir und Kian, die sich nicht mehr verbergen ließ. Es waren diese kurzen Momente, in denen unsere Hände sich fast berührten oder unsere Blicke länger als nötig aufeinander hafteten – doch wir wagten es nicht, sie auszusprechen. Die Angst vor dem, was wir entdeckten, verschloss unsere Münder, doch die Wahrheit brannte wie ein Feuer, das immer heißer wurde.
Der verschwundene Schüler
Eines Abends, als der Regen gegen die Fenster peitschte und das Donnern über das Internat rollte, hörte ich plötzlich Schritte vor meiner Zimmertür. Mein Herz raste, ich erstarrte. Die Tür öffnete sich nur einen Spalt, und eine schlanke Gestalt schlüpfte hinein. Es war Jules. Ohne ein Wort schloss sie die Tür hinter sich, ihre Augen waren groß und voller Sorge. „Wir haben etwas gefunden“, flüsterte sie.
Sie zog einen abgegriffenen, verstaubten Umschlag aus ihrem Rucksack und legte ihn auf meinen Schreibtisch. Darin waren alte Briefe und Fotos, die von einem mysteriösen Vorfall vor Jahrzehnten berichteten – von einem Schüler, der spurlos verschwand, und von einem Lehrer, der danach nie wieder gesehen wurde. Die Geschichten waren mit Blut geschrieben, mit Angst und Geheimnissen, die tief in den Mauern des Internats schlummerten.
Wie verfolgt
Ich fühlte, wie sich eine Kälte in mir ausbreitete, gemischt mit einer seltsamen Faszination. „Wir müssen herausfinden, was damals wirklich passiert ist“, sagte ich entschlossen. Jules nickte, und Kian, der gerade hereinkam, setzte sich neben uns. „Wir sind jetzt zu tief drin, um umzudrehen“, murmelte er. Doch in diesem Moment spürte ich, dass wir nicht die Einzigen waren, die nach Antworten suchten. Die Schatten draußen verdichteten sich, und irgendwo hinter den dicken Mauern des Internats schien jemand unsere Schritte zu verfolgen.
Cooler Teil❤️!
LG Skatergirl