Eure Geschichten

Ice Cream für ein Scream Teil 3

Gläser und Schreie

Shy trat vorsichtig näher zu den Gläsern, als plötzlich ein schriller, angsterfüllter Schrei die Stille durchbrach. Der Klang war so lebendig, dass sie zusammenzuckte. Der Schrei schien aus den Gläsern zu kommen, verzerrt und gefangen, als würde er gegen die Wände schlagen.

„Was … Was ist das?“, flüsterte Shy während sie sich weiter den Regalen näherte. Die Geräusche wurden intensiver, mehrere Stimmen in Panik. Der Raum fühlte sich lebendig an, als ob er atmete.

Die Gläser vibrierten. Shy spürte einen kalten Schauer über ihren Rücken laufen, als sie einen sich bewegenden Schatten in einem Glas sah. War jemand dort gefangen? Der Schrei hallte nun durch den Raum, als ob die Präsenz etwas Dunkles in sich trug.

„Ich muss hier raus…“, murmelte sie. Doch ihre Neugier hielt sie gefangen. Das Glas schimmerte wie ein Portal zu etwas Unbekanntem.

Ruhe und Stille

Gerade als Shy sich wieder zu den Gläsern drehen wollte, verstummten die Schreie plötzlich. Als hätte jemand den Schalter umgelegt. Eine drückende Stille füllte den Raum. Die Abwesenheit von Lärm ließ Shy für einen Moment gelähmt zurück.

„Was… Was ist passiert?“, flüsterte sie. Ihre Hand war an der Wand, um sich zu stabilisieren. Doch die Stille war fast schmerzhaft und ihr war schwindelig. Der Raum verschwamm vor ihren Augen, als ob sich alles um sie herum bewegte.

„Ich… Ich kann nicht…“, murmelte sie und schloss die Augen. Als sie sie wieder öffnete, schienen sich die Regale verschoben zu haben. Ein seltsames Knistern lag in der Luft. War das real? Oder hatte sie die Kontrolle über ihre Sinne verloren?

Verwirrt ging sie zum Fenster und zog den Vorhang beiseite. Die Straße war jedoch leer, still und verlassen. Die Schreie, die sie gerade gehört hatte, schienen nur in ihrem Kopf gewesen zu sein. „Das ist verrückt“, flüsterte sie und spürte ein zunehmendes Unbehagen.

Doch als sie sich wieder den Gläsern zuwandte, war sie sich sicher, dass etwas Unheimliches in der Bibliothek vor sich ging. „Etwas stimmt hier nicht“, murmelte sie und starrte entschlossen auf die Artefakte. Die Antworten lagen irgendwo hier. Sie musste herausfinden, was sie verbargen.

Pfil's Stimme

Shy taumelte weiter durch den Raum. Ihre Sinne waren noch immer durcheinander, als plötzlich eine leise, traurige Stimme in ihrem Kopf erklang. Es war wie ein Flüstern, sanft und doch so eindringlich, dass es durch ihre Knochen zog.

„Bitte … hilf mir.“

Shy hielt inne, ihre Augen weiteten sich. Für einen Moment glaubte sie, dass sie sich etwas einbildete. Doch dann hörte sie die Stimme erneut. Diesmal klarer, verzweifelter.

„Ich war einmal ein Kind... ein Kind wie du. Mein Name ist Pfil.“

Shy drehte sich ruckartig um, aber der Raum war immer noch leer. Die Regale, die Gläser – nichts, was sich bewegte. Doch die Stimme war jetzt laut und traurig. „Ich wollte nur ein Eis. Ich wusste nicht, was es wirklich kostet …“

Die Wahrheit

„Pfil?“, fragte Shy. Ihre Stimme bebte, als sie sprach. „Was… Was ist mit dir passiert?“.

Die Antwort kam langsam. Jedes Wort ein schweres Seufzen, als ob es von weit her kam. „Ich dachte, ein Schrei würde reichen … Aber ich wusste nicht, dass auch meine Freiheit mit in die Rechnung ging. Als ich schrie, öffnete Herr Frost ein Glas. Ein Glas … das mich gefangen hielt. Ich bin nicht mehr wirklich da, nur meine Stimme bleibt. Jetzt bin ich nur ein Echo, ein Hauch in diesem Glas. Und viele andere Kinder … sie sind auch hier. Du hörst uns, nicht wahr?“.

Shy spürte ein kaltes, eisiges Gefühl in ihrer Brust. Ihre Gedanken wirbelten, als sie das Ausmaß dessen begriff, was hier geschah.

„Aber … warum?“ stammelte sie, „warum macht er das?“.

„Er... Er will Macht“, flüsterte Pfil mit einem Hauch von Angst, „mit jedem Schrei wächst seine Kraft. Er kann einen gefährlichen Zauber wirken, einen Zauber, der ihn unaufhaltbar macht. Jedes Kind, das schreit, gibt ihm mehr. Und irgendwann, wenn er genug Stimmen hat... wird er die Welt erobern. Ich habe ihn gehört, wie er mit sich selbst spricht. Er will der mächtigste Zauberer aller Zeiten werden. Und er ist nah dran.“

Freedom

Shy schluckte schwer, als sie das Ausmaß der Bedrohung verstand. „Kann man ihn aufhalten?“

„Ja… Es gibt nur eine Möglichkeit“, antwortete die Stimme von Pfil, ihre Worte voller Dringlichkeit, „die Stimmen müssen befreit werden. Die Kinder mögen verschwunden sein, aber ihre Stimmen… Sie sind immer noch hier. Wenn du uns befreist, kannst du den Zauber brechen. Aber… Es wird nicht einfach. Du wirst dich gegen Herr Frost stellen müssen. Er wird alles tun, um dich aufzuhalten.“

Ein seltener Mut 

Shy blickte wieder auf die Gläser. Ihr Herz raste, als sie die Ungeheuerlichkeit dessen, was sie gerade gehört hatte, realisierte. Herr Frost war kein gewöhnlicher Eisverkäufer. Er war ein Magier, ein dunkler Zauberer, der die Seelen der Kinder in Gläsern fangen konnte, um seine Macht zu stärken. Und wenn sie nicht handelte, würde er schließlich die Welt beherrschen.

„Ich… Ich werde es tun“, flüsterte Shy, ihre Stimme fest und bestimmt, „ich werde euch befreien.“

Die Stimme von Pfil klang schwach, aber irgendwie hoffnungsvoll: „Du musst stark sein. Aber du kannst es schaffen, Shy. Du bist die Einzige, die es kann.“

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Sorry, dass es zu kurz geworden ist - bahahahha ich weiß, ich weiß, ich schreibe zu viel. Ich weiß was ihr denkt: Du Schreibsuse.

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Thx, mach ich =]

Es ist mega spannend, bitte schreib weiter💓!