Eure Geschichten

Kee­per of the Lost Ci­ties - Mei­ne FF (8)

Ich hoffe, euch gefällt das nächste Kapitel, und nun viel Spaß beim Lesen! 😘😘😘

(Das ist nur für die, die die letzten Kapitel nicht gelesen haben: Ich freue mich immer riesig über Steckbriefe!)

Im Reich ohne Schmerzen

Es war wunderschön, keine Schmerzen, keine Stimmen, einfach nichts. Sie wusste nicht, wie lange sie in dieser Welt verharrt hatte, als sie plötzlich eine Stimme hörte. "Lara, Lara.“ Sie spürte, wie die Stimme versuchte, sie in einem Sog aus Gefühlen zurückzuholen, doch sie wehrte sie mit aller Kraft dagegen. "Lara, komm zurück“, sagte die Stimme, doch sie rührte sich keinen Millimeter. Sie wollte ihren Entführer nicht nochmal sehen oder gar hören. Doch egal, wie doll sie versuchte, abzublocken, die Stimme erreichte sie immer wieder. "Lara, komm zurück, wir tun dir nichts." Doch als sie plötzlich: "Milène geht es gut“, sagte, blieb sie ruckartig stehen. "Das ist dein voller Ernst?”, fragte sie hoffnungsvoll. "Natürlich“, flüsterte die Stimme. Damit waren all ihre Sorgen verschwunden und sie ließ sich vom Sog mitziehen.

Zurück?!

Sie blinzelte und zuckte zusammen, als sie die hellen Sonnenstrahlen trafen. "Lass die Augen noch kurz zu, bis du dich an das helle Licht gewöhnt hast“, hörte sie eine weibliche Stimme. "Ich bin übrigens Livvy und das sind Alden, Sophie, Fitz und Elwin.“ Als sie die Augen wieder öffnete, fand sie sich in einem Sonnen durchfluteten Raum wieder. Vor ihr standen ein Mädchen, ein Junge, zwei Männer und eine Frau und alle blickten sie mit einem sorgenvollen Blick an, wodurch sie sich noch eingeschüchterter fühlte. Am liebsten hätte sie sich jetzt unter der Decke versteckt, traute sich aber nicht.

Als sie plötzlich wieder die Schmerzen ergriffen, spürte sie, wie die Dunkelheit versuchte, sie zurückzuziehen, als sie plötzlich einen kühlen Geschmack auf der Zunge spürte. "Schluck das“, hörte sie Livvys Stimme. Trotz der Schmerzen schaffte sie es, irgendwie den Inhalt zu trinken. Doch dadurch wurde der Drang nur noch schlimmer. "Lass dich davontragen“, hörte sie das leise Flüstern von Livvy, doch sie wollte nicht nochmal in die Dunkelheit. Sie ließ die letzte Kraft, die sie noch hatte, in ihren Geist und baute eine Schutzmauer um ihn und schlug die Augen wieder auf. Jetzt war keine Zeit zum Erholen. Sie hatte schon genug Zeit verloren.

"Das war nicht vernünftig, du solltest deinem Geist Zeit zum Entspannen geben“, sagte Alden mit einem sorgenvollen Blick. "Ich habe schon genug Zeit verloren“, murmelte sie. "Vielleicht, aber deine Gesundheit ist gerade am wichtigsten, alles andere kann warten“, meinte er. "Da hat er Recht“, sagte Elwin und reichte ihr eine Flasche mit durchsichtigem Inhalt. Sie zuckte zusammen. Diese Flasche sah genauso aus wie die von ihren Entführern. Sie spürte, wie ihr Geist kurz davor war, wieder in diesem Moment zurückzukehren. Sie spürte, wie jemand sie an den Schultern rüttelte und mehrere Stimmen ihren Namen riefen. Sie wusste, dass ihr Herz kurz davor war, wieder auszusetzen, als sie plötzlich wieder eine sanfte Brise spürte, die sie festhielt.

Zusammen ist man weniger allein

Als sie wieder die Augen öffnete, sah sie in mehrere geschockte Gesichter und eines von denen war... "Mi“, flüsterte sie und Milène umarmte sie freundschaftlich. "Ich dachte, ich sehe dich nie wieder“, flüsterte Lara. "Als das Feuer…“ "Dasselbe dachte ich, als Alden plötzlich in mein Zimmer rannte und sagte, ich sollte sofort kommen“, sagte Milène. "Was ist alles passiert, als ich weg war?“, fragte sie. "Naja, das ist eine lange Geschichte“, sagte Sophie und sie zuckte zusammen. Die Ähnlichkeit zwischen ihnen war… verblüffend?!

"Ich glaube, ich muss mich mit euch beiden unterhalten. Natürlich nur, wenn du dich fit fühlst, Lara“, sagte Alden und deutete auf sie und Milène. "Natürlich“, sagte sie und hasste ihre Stimme dafür, dass sie zittrig klang. Alden nickte und machte Livvy ein Zeichen, worauf sie mit den anderen hinausging.

Elfensache

"Den größten Teil dieser Unterhaltung hat Milène schon durchgemacht“, sagte er. Na toll, jetzt war sie die Nachzüglerin, das wurde ja immer besser. Doch anstatt irgendwas dergleichen zu sagen, nickte sie nur und setzte sich in einen Schneidersitz auf das Bett. Milène setzte sich neben sie, während Alden sich in den Sessel gegenüber setzte und kurz zögerte, bevor er anfing.

"Du bist kein Mensch, sondern ein Elf…“, begann er und sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Hilflos blickte sie zu Milène, doch die nickte nur. "Bevor du fragst, nein, deine Eltern sind Menschen.“ "Das ergibt NULL Sinn! Zumindest einer von ihnen muss verwandt mit einem sein“, sagte sie und blickte ihn an, als hätte er einen doofen Scherz gemacht. "Nein, muss nicht, also zumindest nicht in eurem Fall.“ "Okay, was soll dass denn jetzt bedeuten?“, fragte sie und nahm Milènes Hand, um auf alles gewappnet zu sein.

Wer sind meine biologischen Eltern und wo möchte ich wohnen?

"Du und Milène seid von Black Swan erschaffen worden, einer Gruppe, die versucht, Frieden in den Verloren Städten zu bewahren.“ "Das heißt, ich bin ein Gen-Experiment und meine menschlichen Eltern sind nicht meine echten, oder?“, fragte sie zitternd. "Leider ja“, sagte Alden und blickte zum Fenster raus. "Du und Milène müsst außerdem so schnell es geht in die Verlorenen Städte ziehen. Ihr müsst euch für immer verabschieden, denn sie werden denken, dass ihr tot seid“, sagte er und sie starrte ihn an.

Sie spürte, wie die Tränen über ihr Gesicht liefen und Milène sie in den Arm nahm. Das war alles einfach zu viel für sie. Trotzdem flüsterte sie: "Könnten sie uns auch vergessen?“ "Wenn das euer Wunsch ist, werde ich ihn euch erfüllen“, sagte er. "Eigentlich muss ich mit euch darüber sprechen, wo ihr in den Verloren Städten wohnen werdet, aber ich glaube, wir sollten erst darüber sprechen, mit wem ihr WIRKLICH verwandt seid …“, sagte er und blickte sie an, woraufhin es totenstill wurde.

"Nur damit das klar ist, du und Milène seid NICHT verwandt. Lara, bestimmt ist dir die Ähnlichkeit zwischen dir und Sophie aufgefallen, was daran liegt, dass ihr genetische Zwillingsschwestern seid. Der einzige Unterschied zwischen euch ist der Altersunterschied, der aber durch ein paar… Verzögerungen entstanden ist. Der Rest deiner Verwandtschaft ist leider nicht… bekannt und… nun zur dir”, sagte er und blickte Milène an. "Deine Familie ist bekannt und vorab, ich kann verstehen, wenn du wütend bist. Aber nun zum Punkt. Deine biologische Familie sind die… Vackers“, sagte er und Lara und Milène starrten ihn an. Beide wussten, was er mit Vackers meinte. Ihre biologischen Elter waren Alden und Della und ihre Geschwister Biana, Fitz und Alvar.

"Ich weiß, dass ist eigentlich zu früh, aber der Hohe Rat und Black Swan wollen, dass ihr jetzt schon überlegt, wo ihr hinziehen wollt… Wollt ihr zusammen bleiben oder alleine?“ Lara und Milène wechselten einen Blick, bis sie schließlich synchron sagten: "Alleine.“ Alden nickte und fragte: "Die zweite Frage ist, ob ihr entweder zu Della, Fitz, Biana und mir ziehen wollt oder zu Grady, Edaline und Sophie?“ Alden blickte sie an. "Ihr solltet euch noch kurz ausruhen, morgen wird ein anstrengender Tag“, sagte er mit einem traurigen Blick. Sie nickt und kroch unter die warme Decke, während Alden und Milène den Raum verließen und das Licht ausmachten.

Der Tag des Abschieds

Als sie am nächsten Morgen die Trepppe in Sophies schwarzem Kleid und einem blauem Umhang hinunterlief, fühlte sie sich ein bisschen komisch, doch Sophie hatte ihr erklärt, dass Elfen wert auf schöne Klamotten legten, wodurch sie sich schließlich geschlagen gab. Wobei es sich falsch anfühlte, sich jetzt als Elf zu beschreiben. Als sie unten ankam, umarmte Sophie sie und flüsterte: "Ich musste das auch schon mal durchmachen. Und merke dir, du bist nicht allein.“ Sie nickte und folgte ihr nach draußen, wo Alden, Biana und Milène schon auf sie warteten. Alden hielt einen Sprungkristall hoch und die anderen zogen sie mit sich.

Als sie vor ihrem Haus ankamen, zuckte sie zusammen. Bald war das ihr ehemaliges Haus. "Bist du bereit?“, fragte Sophie und blickte sie an. Sie wischte ein paar Tränen weg und nickte. "Ich, Biana und Milène warten hier, ihr habt genau zehn Minuten Zeit. Wenn ihr nur eine Sekunde länger braucht, komme ich rein und hole euch“, sagte Alden. Sie nickte, schloss leise die Tür auf und schlich leise die Treppe hoch in ihr Zimmer.

Ein letztes "Ich-hab-euch-lieb"

Sie stopfte ein paar Bücher, ihr Tagebuch und ein Fotobuch in einen Stoffbeutel und zögerte kurz, bevor sie auch ihren iPod und einen schwarz-weißen Kuscheltier-Drachen einpackte. Sie blickte sie fragend an. "Gibt es irgendeinen Weg, meine Geige und das Klavier mitzunehmen?“ "Ja“, sagte Sophie und schnipste mit dem Finger, woraufhin das Klavier und die Geige im Nichts verschwunden waren. "Noch was?“, fragte sie. "Nein“, flüsterte sie und drehte sich noch einmal um die eigene Achse, um sich ihr Zimmer noch einmal genau einzuprägen. Dann verließ sie es und lief vorsichtig ins Wohnzimmer und umarmte ihre Eltern das letzte Mal. "Ich habe euch lieb“, flüsterte sie. "Wir dich auch, hast du irgendwas angestellt?“, fragte ihre Mutter und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. "Nein, alles okay“, flüsterte sie und unterdrückte ein Schluchzer. Dann lief sie vorsichtig rückwärts und flüsterte: "Es tut mir so leid“, bevor sie Dose öffnete, die Alden ihr gegeben hatte und zögerte. Das konnte sie einfach nicht tun.

"Lara Sophie Allende, was um aller Welt tust du da?“, fragte ihr Vater und lief auf sie zu. Jetzt oder nie, dachte sie und pustete den Staub ins Zimmer. Sie taumelte aus dem Raum. Sie hatte gerade ihre Eltern betäubt. Sie fiel auf den Boden und konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken. Sophie umarmte sie und flüsterte: "Wir müssen los, bevor die Wäscher kommen.“ Sie schüttelte den Kopf: "Ich kann das einfach nicht.“ In dem Moment kam Alden in den Flur und sagte: "Kommt ihr, die Zeit ist um.“ Wiederwillig ließ sie sich von Sophie aus dem Haus ziehen und lehnte sich draußen an die Wand. "Sophie, du und Lara springt bitte nach Havenfield, wir treffen uns dann morgen”, sagte Alden und Sophie nickte und hielt ihren Heimkristall ins Licht und sprang mit ihr davon.

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