Kirschblüten für Macy #3
“Das-das kann nicht sein!”, stottert Jayson. “Erzähl' doch einfach, was los ist!”, drängelt Macy jetzt etwas besorgt weiter.
Jayson musst einmal tief durchatmen. Es fiel ihm sehr schwer mit der Sprache herausrücken. “Es ist so,”, Tränen schießen ihm in die Augen, "meine Eltern hießen Clayton mit Nachnahmen. Du bist meine Schwester!”
“Das kann nicht sein!”, rief Macy verblüfft. “Wie soll das gehen?”
“Es ist so, unsere Eltern sind gestorben, als wir noch ganz klein waren”, mit jedem Wort wurde Jayson leiser, es ist nicht einfach für ihn das alles zu erklären. “Die Nachbarn haben mich aufgenommen, sie wurden meine neuen Eltern. Ich wusste auch noch nicht, dass ich eine Schwester habe, bis sie es mir vor ihrer letzten Reise erzählt hatten. Ihrer allerletzten Reise. Wieso sie nur mich aufgenommen haben, weiß ich nicht.”
“Ich verstehe das immer noch nicht! Wieso das alles? Warum treffen wir uns gerade jetzt? Ist das Schicksal?” Macy hatte noch tausend weitere Fragen.
Marry, die die ganze Zeit dabei war, schien auch sichtlich verwirrt. Ihre beiden Freunde schienen ganz aufgelöst und sie wusste nicht, wie sie helfen konnte. Beide brauchten erstmal Zeit für sich, Zeit zum Nachdenken.
“Wie wäre es, wenn ihr den restlichen Tag einfach mal ein wenig runterkommt und das Ganze auf euch sitzen lasst. Das waren ja ganz schön viele neue Informationen”, probierte sie, ihre beiden Freunde ein wenig abzulenken. Vorsichtig zog sie Macy am Arm mit sich mit in ihr Zimmer. Dort saßen die beiden Mädchen schweigend nebeneinander. Niemand wollte etwas sagen. Schließlich fragte Marry: “Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn ihr beide Geschwister seid?” Danach ging sie einfach aus dem Zimmer und ließ ihre Freundin allein.
Marry war sich zwar nicht sicher, ob es richtig war, ihre Freundin allein zu lassen, aber sie wollte auch noch einmal nach Jayson schauen. Zuerst schaute sie in der Hütte nach und tatsächlich: dort fand sie Jayson.
“Wie geht es dir?”, fragte sie.
“Ja, eigentlich ganz gut. Ist gerade nur ein wenig viel für mich. Wie geht es Macy?”
“Genauso, würde ich sagen. Morgen ist bestimmt alles wieder normal. Ihr solltet beide einfach mal eine Nacht über alles schlafen. Morgen wisst ihr bestimmt, wie ihr damit umgehen sollt.”
“Ja, ich glaube du hast Recht. Danke!”
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Damit hab ich nich gerechnet! Toll geschrieben