Eure Geschichten

The Secret of the Night 7

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Die Sprache der Tiere

„Also nochmal: Wir müssen als erstes dieses Dingsda, den Baum finden, und dann?“ Mello, typisch, kein Gedächtnis. Diese Begriffe sagen mehr über das Mädchen, das vor mir steht, und ihre Hände auf ihre Hüfte legt. „Viavian!“, rief sie fröhlich. Und aus dem Nichts kam der freche Papagei auf ihre Schulter geflogen.

„Viavian!!“, schnaubte das Tier.

„Moment? Sie kann sprechen?!“, fragte ich und hob eine Augenbraue. Das war jetzt doch etwas zu viel des Guten.

„Ähh... ja! Es ist meine dritte Fähigkeit: Ich kann Tiere verstehen und umgekehrt. Also habe ich einfach Viavian das Sprechen in drei Minuten beigebracht. Krass, oder?“ Mello grinste stolz.

„Nur ein Punkt: Sie heißt Vivian und nicht Viavian. Gerade wollte dein Papagei es dir verbessern, tat aber den gleichen Fehler. Ihr seid wirklich ein… Duo-“, Lyvan redete, ganz ruhig.

Doch Mello schnitt ihr das Wort ab: „Lass uns anfangen, hinter mir!“ Sie drehte sich um und marschierte los, ganz überzeugt von sich.

„Und du weißt den Weg?“, fragte Alvar skeptisch, seine Augenbraue in die Höhe gezogen.

„Ähh… eigentlich nicht. Aber wo sollen wir anfangen?“ Mello schüttelte die Schultern.

„Schön, dass du fragst, Schlauberger!“, meinte Lyvan, dabei merkte ich, dass sie etwas nervös war.

„Shhhh…!“ Ich legte einen Finger auf meinen Mund und alle blickten in die Richtung, in die ich schaute. Ein kleines, komisches Wesen, das einem Hasen ähnelte, aber neben seinen Ohren ein Rehgeweih besaß, hüpfte durch das Unterholz.

„Was zur Hölle…?“, fragte Mello, ihre Augen weit aufgerissen.

„Ja genau, was ist das für ein Wesen? Moment! Mello, sprich mit ihm!“, rief Lyvan.

„Wie bitte?“ Mello starrte sie mit skeptischem Blick an. „Warum bitte schön?“

„Da wird unser frecher Clown aber brav. Oh Wunder! Woher kommt plötzlich diese Höflichkeit?!“ Lyvan schrie fast, der Ärger war nicht zu übersehen.

„Leute, SCHLUSS!“ Alvar stellte sich zwischen die beiden, seine Stimme ruhig, aber bestimmt. „Würdet ihr bitte aufhören, euch zu streiten?“

Lyvan warf Mello einen Todesblick zu, während Mello sie voller Hass anfunkelte. Es war offensichtlich, dass die beiden sich nicht besonders gut verstanden.

Ich konnte das Geschehen nur beobachten und versuchte, mich nicht einzumischen, aber die Spannung zwischen den beiden war fast greifbar. Das Wesen mit dem Rehgeweih sprang plötzlich näher und beachtete uns überhaupt nicht. Es schien ganz in seiner eigenen Welt zu sein.

„Gut, das ist seltsam“, murmelte Alvar, als er das Wesen aus der Nähe betrachtete. „Es scheint uns nicht anzugreifen...“

„Vielleicht will es, dass Mello mit ihm spricht“, sagte Lyvan und verschränkte die Arme.

„Also, Mello… jetzt komm schon. Zeig, was du drauf hast!“ Alvar grinste leicht.

Wo ist der Baum der Nimmerzeit?

Mello seufzte und drehte sich zu dem Wesen. „Na gut, na gut. Ich mach’s ja schon!“ Sie ging langsam auf das kleine Wesen zu, das immer noch in unserem Kreis herumsprang, und beugte sich dann hinunter. „Hey, du da, komischer Hase-Reh-Mix! Bist du gefährlich?“ Lyvan verdrehte die Augen, da hatte sie ja nur Recht.

Das Wesen drehte sich zu ihr um und blickte sie mit seinen großen, unschuldigen Augen an, während es ein leises Geräusch von sich gab, das eher wie ein Gurren klang.

„Es scheint freundlich zu sein“, stellte ich fest, während ich das ungewöhnliche Wesen beobachtete.

„Vielleicht kann es uns helfen“, sagte Alvar. „Mello, versuch noch etwas. Frag es nach dem Baum der Nimmerzeit!“

Mello nickte ein wenig genervt, aber auch neugierig. Sie beugte sich noch weiter zu dem Wesen und flüsterte: „Weißt du zufällig, wo der Baum der Nimmerzeit ist?“

Das Wesen blieb für einen Moment still, dann nickte es überraschend. Es wendete sich und hüpfte dann ein Stück voraus, drehte sich um und blickte uns an, als würde es uns auffordern, ihm zu folgen.

„Ich glaube, es hat uns den Weg gezeigt“, sagte Lyvan, ihre Nervosität war fast verschwunden, aber die Skepsis blieb.

„Na dann, los geht’s!“, rief Mello und schnippte mit den Fingern. „Folgt mir!“

„Darf ich daran erinnern, dass wir keine Ahnung haben, was das für ein Wesen ist und ob es uns wirklich zum Baum führt?“ fragte Alvar, aber trotzdem begann er, dem Wesen zu folgen.

„Was soll schon schiefgehen?“ Mello grinste, als sie uns vorausging.

Ich nickte, als ich den seltsamen Hase-Reh-Mix betrachtete und dann zu den anderen sah. „Lasst uns einfach hoffen, dass Mello Recht hat.“

Ungewöhnliche Baumrinde

Nach ungefähr zehn Minuten oder so – mein Zeitgefühl war komplett verloren – blieb das seltsame Mixwesen plötzlich stehen. Es hüpfte auf der Stelle, als wollte es uns etwas mitteilen. Irgendwie verstand ich es sofort. „Schaut da!“, rief ich voller Freude und deutete auf den Baum vor uns.

Vor uns ragte ein riesiger Baum empor, dessen Äste mit rosigen Blüten bedeckt waren. Die Blüten leuchteten in sanften Farben und schienen fast zu pulsieren, als ob der Baum lebendig war. Es war wirklich ein atemberaubender Anblick.

„Und jetzt?“, fragte Mello und grinste schief. Sie schien immer noch skeptisch, aber auch fasziniert.

„Yupp, ich denke, wir müssen ein Stück von der Baumrinde schälen. Nur ein wenig.“ Alvar ermahnte uns, doch er wirkte zuversichtlich, als er schon auf den Baum zuging.

Bevor wir jedoch weiter darüber nachdenken konnten, passierte etwas Unerwartetes. Alvar hatte noch nicht einmal die Rinde berührt, als sich plötzlich die rosigen Blüten in Sekundenschnelle veränderten und an ihrer Stelle gepunktete gelbe und blaue Früchte erschienen. So schnell? Es war wirklich seltsam. Die Früchte schimmerten in der Dämmerung des Waldes, als wären sie aus einer anderen Welt.

„Das ist merkwürdig…“, murmelte Lyvan und trat vorsichtig näher. „Vielleicht ist das eine Art Täuschung oder Schutzmechanismus des Baums?“

Doch Alvar, ohne Angst und ganz auf das Ziel fokussiert, holte sein Taschenmesser heraus und schnitt vorsichtig ein kleines Stück der Baumrinde ab. Als er die Rinde berührte und versuchte, sie in ein kleines braunes Säckchen zu legen, passierte es plötzlich.

Ein lautes, schmerzerfülltes Schrei drang aus seiner Kehle, und er stolperte zurück und fiel zu Boden. „Ah! Was zum…?“

„Alvar!“, rief ich erschrocken und sofort rannten wir zu ihm.

„Was ist passiert?“, Mello war schon kniend an seiner Seite und versuchte ihn zu stützen. „Hast du dich verletzt?“

„Ich… ich weiß nicht...“ Alvar keuchte, während er sich langsam aufsetzte. „Es hat sich angefühlt, als hätte die Rinde… mich gebrannt. Wie… ein Schmerz, der von innen kam.“ Er sah sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an. „Verdammt, das war keine gewöhnliche Baumrinde.“

Ich kniete mich neben ihn und zog vorsichtig das Säckchen aus seiner Hand. Als ich es betrachtete, bemerkte ich, dass es mit einer seltsamen, schimmernden Flüssigkeit benetzt war. Es glitzerte in einem unheimlichen Blau, das fast wie Magie schien.

„Das ist kein normaler Baum…“, flüsterte Lyvan und ihre Stimme klang ernster, als ich sie je gehört hatte. „Vielleicht sollten wir nicht mehr weitermachen.“

Weitermachen

„Wir können nicht aufgeben!“ Alvar klang fest entschlossen, obwohl er noch immer versuchte, den Schmerz zu ignorieren. „Wir sind so nah dran…“

„Aber was, wenn der Baum… uns schaden will?“ Mello fragte, ihre Stimme unsicherer als sonst. „Was ist, wenn wir etwas furchtbar Falsches tun?“

Ich blickte zu den anderen und dann auf den Baum, dessen Früchte jetzt noch unheimlicher wirkten. Irgendetwas stimmte hier nicht. Doch der Gedanke, dass unser Ziel so nahe war, ließ mich nicht los.

„Wir müssen weitermachen“, sagte ich entschlossen und half Alvar, sich wieder aufzurichten. „Wir haben nur drei Tage Zeit. Wenn wir jetzt aufhören, dann haben wir alles umsonst gemacht.“

Alvar nickte, auch wenn er noch Schmerzen hatte. „Ja. Aber wir müssen vorsichtiger sein. Irgendetwas an diesem Baum ist gefährlich. Vielleicht ist die Rinde nicht das, was wir zuerst dachten.“

„Lass uns die Früchte untersuchen“, schlug Lyvan vor. „Vielleicht gibt es etwas, das uns hilft, mehr über den Baum zu erfahren.“

Langsam und vorsichtig gingen wir näher an die Frucht heran. Mello, immer noch misstrauisch, hob eine der Früchte auf und betrachtete sie genau. Sie war nicht wie jede andere Frucht, die ich je gesehen hatte – sie schimmerte in einem seltsamen, magischen Blau, das fast hypnotisch wirkte.

„Lasst uns einfach hoffen, dass es keine Falle ist…“, murmelte Alvar, der sich noch immer den Schmerz hielt.

„Wir müssen es herausfinden“, sagte ich und griff nach einer der Früchte. „Und zwar jetzt.“

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Eure Kommentare

Der Hase dings Mix hab ich erfunden, genauso wie der Baum. Meine Fantasie —> 🤯🤓

Cool du bist geil! (ich fine dich auch nett und daswegen bleibe ich auf KS)

 

Endlich der siebte Teil! 🤩 mach immer so weiter!