Eure Geschichten

The Secret of the Night 9

Kobold und Jagd

„Also nochmal: Was haben wir bis jetzt erledigt?“, fragte Mello. „Ufff... kannst du dir gar nichts merken?“ meinte Lyvan und schüttelte den Kopf, aber sie antwortete auf ihre eigene Frage: „Wir haben ein Stück von dieser Rinde. Uns bleibt noch, den Kobold zu fangen–“ Bei diesen Worten zuckte mein Freund zusammen. „–und den Feenstaub zu sammeln. Ich habe mir alles hier notiert.“ Sie überreichte jedem von uns ein Blatt, auf dem die Aufgaben standen. „Uns bleibt nur noch 2 Tage und 14 Stunden“, sagte sie, und ich staunte über ihr flinkes Rechnen. „Hast du einen Taschenrechner in deinem Kopf?“, fragte ich ungläubig.

Wo sind die Kobolde?

„Das ist Lyvan“, sagte Alvar mit einem leichten Grinsen. „Sie weiß immer, wie spät es ist, auch wenn der Rest von uns nicht mal die Uhr finden kann.“ „Also, wenn wir uns beeilen, können wir den Kobold noch vor der Dämmerung fangen“, sagte Lyvan und blickte auf ihre Uhr. „Aber der Feenstaub wird schwieriger. Wir müssen einen klaren Plan haben.“ „Let’s go!“, rief Mello und klopfte ihrem schlafenden Papagei auf den Flügel. Den hatte ich zuerst gar nicht bemerkt. Sie lief vorwärts, ganz wie beim ersten Mal. „Mello?“, fragte ich, ein bisschen sauer, aber auch ein wenig belustigt – ein komisches Gefühl. „Yupp?“ Sie wedelte mit der Hand, und diese Geste sagte eindeutig: „Sprich, wenn du etwas zu sagen hast.“ Sie sah dabei so arrogant aus, dass ich fast lachen musste. „Ach, eingebildete Mimimi!“ lachte ich, aber schnell wurde ich wieder ernst. „Du weißt, wo der Kobold sich treibt?“

Wo geht es hin?

Mello blieb abrupt stehen. Lyvan fasste sich an die Stirn und Alvar lachte. „Da… Da!“ krächzte Vivian, der Papagei, der plötzlich aus seinem Schlaf erwachte. Er flog ein Stückchen tiefer in den Wald und wir hatten keine andere Wahl – wir mussten ihm folgen. Der Papagei jagte die ganze Zeit etwas, das wir nicht sehen konnten. Wahrscheinlich war der Kobold schon weit entfernt oder Vivian bildete sich das nur ein. Aber die Funken in seinen Augen waren unmissverständlich, und ich spürte, dass wir ihm vertrauen konnten. „Hoffentlich ist er nicht nur auf einer Jagd nach einem besonders leckeren Snack“, sagte ich, während ich den fliegenden Vogel beobachtete.

Koboldjagd

„Das würde unsere Jagd noch schwieriger machen“, murmelte Lyvan, aber sie folgte uns trotzdem. „Vielleicht ist der Kobold ja unsichtbar“, flüsterte Mello. Ich schüttelte den Kopf, aber ein kleines Lächeln huschte über mein Gesicht. Wir mussten uns auf die Suche machen, und dieser Papagei war unser unerwarteter Führer. Vivian landete auf einem Ast und verkündete dann mit schriller Stimme: „Ist weg!“

Weg! 

„Was ist weg? Und wie ‚Ist weg‘?“ fragte Lyvan wütend. Ihre Geduld war offensichtlich am Ende. „Der Kobold! Den habe ich gesehen, er ist jetzt weg!“ Der bunte Vogel setzte ein trauriges Gesicht auf und sah dabei unglaublich unschuldig aus. „Bald es wird dämmern…“, schnaubte Lyvan. Ihre Stimme klang genervt, und ich konnte sehen, wie ihre Energie schwand. „Das Rennen hinter dem Vogel hat uns erschöpft“, murmelte ich, während wir alle versuchten, unser Erstaunen zu verbergen. Vivian, der Papagei, war wirklich eine wilde Mischung aus Verwirrung und Vertrauen. Doch plötzlich hatte er uns in die Irre geführt. „Das ist doch nicht zu fassen“, sagte Mello, als sie den Kopf schüttelte. „Wie kommt der Vogel zu dieser Erkenntnis?“

Der Kobold ist entkommen

„Vielleicht war der Kobold einfach schneller als wir“, sagte Alvar trocken, und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Der Vogel war vielleicht unser Führer, aber es schien, als würde er uns immer wieder in die falsche Richtung schicken. „Könnte auch einfach sein, dass der Vogel heimlich die Früchte dieser Baum 'Nimmerzeit' gegessen hat“, fügte ich hinzu, während ich nachdenklich in den Wald starrte. Lyvan warf mir einen grimmigen Blick zu, dann seufzte sie tief. „Na gut. Das Rennen ist vorbei. Aber wir müssen den Kobold finden, bevor es wirklich zu spät ist.“

Pause 

Wir standen dort, erschöpft, und der einzige, der noch voller Energie zu sein schien, war Vivian – der uns jetzt mit großen, unschuldigen Augen ansah. Mit einem Schnipsen zauberte Lyvan jeweils für uns Zelte und ein Feuerlager.„Das hättest du doch, während wir gerannt sind, für etwas Nützliches einsetzen können – ein Rennwagen zum Beispiel oder so“, meinte Alvar. „Tja, ich spare meine Illusionskraft für etwas anderes“, antwortete Lyvan und zuckte mit den Schultern. „Aber hey, es war eine Illusion. Es war nicht echt. Ich habe meine Kräfte trainiert und angepasst, bevor ich diesen Waldtest gemacht habe.  Jetzt ist die Illusion echt, nicht etwas, das man sich einbilden kann. Krass, oder? Meine schlauen Kinder hier müssen das auch noch lernen.“ Sie warf uns ein stolzes Lächeln zu und ging dann in ihr Zelt.

Schlafenszeit 

Ich suchte mir das dunkelblaue Zelt und schenkte ihnen eine müde „Gute Nacht“, bevor ich hineinschlüpfte. Das Zelt roch nach frischer Erde und Holz. Ich ließ mich auf die weiche Matte fallen und schloss die Augen, während das knisternde Feuer draußen leise vor sich hin brannte.

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Nur noch so 3 Teile und die Story ist maybe zu Ende =) Ich hoffe es ist besser geworden. 

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