Silbermonds Vergeltung, Kapitel 7
Die Entscheidung
»Alle Katzen, egal ob groß oder klein, versammeln sich zu einem Clantreffen«, jaulte Adlerstern. Als sich alle Katzen versammelt hatten, fing Silbermond an.
»Also, als ich gestern unser Revier markieren wollte, traf ich Nadelstreif. Und...« Silbermond schluckte.
Der Clan hörte gespannt zu. »Und... Ich verliebte mich in sie. Und Nadelstreif sich auch in mich. Deswegen habe ich sie heute morgen getroffen und Adlerstern hat mich, ich weiß nicht wie, ertappt«, gestand er dem ganzen Clan.
Schilfklang fauchte: »Verräter!«
Der ganze Clan stimmte ihr zu. Sogar Minzblatt und Grauhelle. Grauhelle warf ihm einen wütenden Blick zu, während Minzblatt seinem Blick auswich.
Im gleichen Moment kam Nadelstreif an. »Ich werde mich dem Schatten-Clan anschließen«, miaute sie.
Adlerstern nickte. Silbermond sprang vor Überraschung vom Hochstein runter und rannte zu ihr. Als er vor ihr stand, schauten sie sich in die Augen. Der silberne Kater konnte ein Schnurren nicht unterdrücken.
Adlerstern beendete die Versammlung. Silbermond führte Nadelstreif zum Krieger-Bau. Davor legte er sich hin und Nadelstreif tat es ihm nach.
»Ich konnte es nicht mehr mit Grasstern aushalten. Deswegen dachte ich mir, warum gehe ich nicht in deinen Clan?« Silbermond schnurrte.
Der silberne Kater schmiegte sich an sie. Brennpfote kam an. Ihr Blick war wütend.
»Super Mentor! Mein Mentor verrät seinen Clan, wer glaubt es? Und dann vergisst er mich auch noch!« Mit diesen Worten ging Brennpfote auch wieder, ohne auf eine Antwort zu warten. Silbermond seuftzte.
Minzblatt kam an. »Kann ich kurz mit dir sprechen?«, fragte die schildblattfarbene Kätzin.
Silbermond nickte. Minzblatt und Silbermond gingen in den Krieger Bau.
»Geht es dir noch gut?«, fragte Minzblatt schnappend nach Luft. Silbermond nickte.
Minzblatts Blick verdüstert sich.
Vertrauensbruch
»Man! Ich liebe dich und was machst du?! Du verrätst mich, den Clan und Grauhelle!«, fauchte Minzblatt.
Silbermond wurde wütend. »Für meine Liebe würde ich selbst dem Sternen-Clan den Krieg erklären! Und da hast du mir auch nichts vorzuschreiben! Ich darf machen, was ich will, und ich werde niemals eine Wind-Clan Katze mögen oder mehr Gefühle empfinden!«, fauchte Silbermond zurück.
Minzblatt starrte ihn wütend an und peitschte mit dem Schwanz.
»Wenn das so ist, kenn ich dich nicht!«
»Endlich sind wir uns mal einer Meinung!«, antworte Silbermond stumpf.
Minzblatt platzte gleich vor Wut. »Ich kann nicht verstehen, wie ich so einen widerlichen Kater lieben konnte!!!«
Silbermond fauchte vor Wut und knurrte. »Und ich kann nicht verstehen, wie ich eine Katze mögen könnte, wenn mir schon schlecht wird, wenn ich sie anschaue.«
Silbermond wartete nicht mal auf eine Antwort, sondern stolzierte einfach davon.
Er spürte den traurigen Blick auf seinem Fell von Minzblatt.
»Du bist nicht besser als Sonnenschatten!«, fauchte Minzblatt ihm hinterher.
Silbermond drehte sich um.
»Du weißt nicht mal, wie Sonnenschatten ist!«, fauchte er.
Minzblatt verengte ihre Augen zu Schlitzen. »Und wenn schon, dann bist du eben schlimmer! Nadelstreif ist eine widerliche Donner-Clan-Kätzin, die sich verletzt hatte, als der Kampf war, wo Habichtstern sein letztes Leben verloren hatte! Du bist Blind vor Liebe!«, schreite Minzblatt ihn an.
Silbermond arbeite zurück. »Dann bin ich eben blind!«
Silbermond kamen die Tränen. Er hatte sich mit seiner besten Freundin gestritten. Er lief aus dem Krieger-Bau. Am Eingang saß Nadelstreif. Sie wollte ihn ansprechen, doch er rannte weiter. Er wusste nicht wo er hin rannte. Frischjunges war im Weg, weswegen Silbermond über ihn sprang.
Monster
Er rannte aus dem Lager raus, auf den Donner-Weg zu. Dort angekommen kam ein Monster. Silbermond glaubte daran, dass er es noch schaffen würde. Er flitzte über den Donner-Weg. Plötzlich verspürte der silberne Kater eine Wucht an der Seite des Bauches. Eine Wucht, die er noch nie gespürt hatte. Silbermond jaulte vor Schmerz auf. Danach kippte er um.
Nun lag er auf dem kalten Asphalt. Ihm wurde schwarz vor Augen. Als er wieder aufwachte, stand Schattenstern vor im. Silbermond erschreckte sich. War Schattenstern nicht im Sternen-Clan?
»Hallo, Silbermond«, miaute Schattenstern freundlich.
Erst jetzt merkte Silbermond, dass er in einer völlig anderen Umgebung war.
»Wo bin ich?«, fragte der silberne Kater.
»Beim Sternen-Clan« antwortete Schattenstern.
»Kann ich bitte wieder zum Schatten-Clan?«
Schattenstern schüttelte den Kopf. »Das geht nicht. Wir können dich nicht wiederbeleben.«
Silbermond schaute Schattenstern verwirrt an.
»Naja, du wurdest von einem Monster überfahren.«
Sorgen um Silbermond
Eisauge leckte sich über die Lippen. Das war lecker! Danach stand er mühsam auf und suchte sich Clan-Katzen, mit denen er auf Patrouille ging. Er konnte es immer noch kaum fassen, dass Silbermond sie verraten hatte! »Nadelstreif, Minzblatt, Steinklaue und Dunkelfleck, ich nehme euch mit!«
Nadelstreif nickte besorgt.
»Silbermond ist schon lange im Wald!«, miaute sie sorgenvoll.
Keiner antwortete. Eisauge deutete mit einem Schwanzschnippen, dass ihm alle folgen sollten. Zusammen gingen sie zur Donner-Clan-Grenze.
»Hier riecht es aber komisch... So nach Blut«, miaute Steinklaue.
Alle anderen nickten. Was Eisauge sehen konnte, war kaum zu fassen. Er blieb stehen und machte den Mund auf. Silbermond lag auf dem Donner-Weg. Sofort eilte er seinem Clan Kameraden herbei. Er nahm Silbermond und zog ihn vom Donner-Weg weg. Silbermond bewegte sich kein Stück. Er atmete nicht mal. Und sein Herz schlug auch nicht mehr. Silbermond hatte eine schlimme Bauchverletzung. Wahrscheinlich wurde er von einem Monster überfahren.
»Silbermond??? Silbermond, ich wollte das nicht!«, jaulte Minzblatt.
»Wie, du wolltest das nicht?«, fragte Nadelstreif voller Trauer.
»Silbermond und ich haben uns gestritten und dann ist er vor Wut aus dem Lager gerannt«, erklärte Minzblatt. Alle schauten nur noch Minzblatt an. Nadelstreif fauchte und tappte hin und her, dabei betrachtete sie Silbermond. Eisauge fühlte Mitleid. Wie wäre es für ihn, wenn Schilfklang stirbt? Eisauge war schon seit einem Blattwechsel mit Schilfklang ein Paar. Doch mit der Zeit hatte Eisauge das Gefühl, dass Schilfklang Dunkelfleck bevorzugte. Eisauge seuftze. Er schaute auf Silbermond. Auch wenn er seinen Clan verraten hatte, war Eisauge traurig. Eisauge nahm Silbermond hoch. Er war schwer. Nadelstreif kam sofort zur Stelle und half. Die anderen taten es ihr nach. Zusammen schleppten sie Silbermond zurück zum Lager.
Sternen Clan Katze
Nadelstreif schlief langsam ein. Als sie schlief, träumte sie. Silbermond saß auf einer Lichtung.
»Silbermond!« Nadelstreif kam angerannt. Also hatte Silbermond ihr doch eine Freude gemacht. Ein Schnurren drang aus Silbermonds Kehle. Doch als Nadelstreif bei ihm war, war sie traurig.
»Wieso hast du mich verlassen?« Ihre Stimme war nicht mehr als nur noch ein Hauch.
»Ich habe dich nicht verlassen! Nur der ganze Clan wollte es so! Minzblatt, Brennpfote, Eisauge usw.! Wieso soll ich in einem Clan leben, wo mir so viel Misstrauen geschenkt wird?«, knurrte Silbermond.
Silbermond wartete gar nicht auf eine Antwort. »Ich habe mich dazu entschlossen, dem Wald der Finsternis beizutreten!«
Nadelstreif riss die Augen auf, doch Silbermond verblasste schon. Als er vollständig weg war, war Silbermond wieder im Sternen Clan. Langsam tappte er zu Schattenstern.
»Schattenstern? Ich werde mich dem Wald der Finsternis anschließen!«, miaute Silbermond.
Schattenstern neigte den Kopf. »So sei es.«
Schattenstern führte Silbermond zur Grenze des Sternen Clans und zu dem Wald der Finsternis. Silbermond könnte einfach durchgehen, während Schattenstern außen blieb.
Eine schwarz-weiß-gefleckte Kätzin sprang auf.
»Eine Sternen Clan Katze!« Ihr Fell stäubte sich.