Venera Hexe - Die Elementprüfung (2. Kapitel)
2. Kapitel
Mit der Magie zum Internat
Ich war auf dem Weg ins Hexenwald-Internat. Das war das Internat, das ich demnächst besuchen sollte. In den Ferien könnte ich wieder zu meinen Eltern reisen und wieder zurück. Das musste ich aber nicht. Vorher hatte mir meine Mutter ein bisschen mehr über Hexen erzählt. Es gibt vier verschiedene Arten von Hexen: Wasser-, Feuer-, Luft- und Erdhexen. Es waren die vier Elemente. Jede Hexe bekam ab der fünften Klasse einen Begleiter - Tiere, die magische Fähigkeiten hatten. Außerdem hatte mir meine Mutter erklärt, dass wenn ich in die Schule wollte, müsste ich bis zur Brenger-Bäckerei gehen, dort in eine kleine Gasse, und dann würde mich die Magie mitnehmen und zum Hexenwald-Internat bringen. Ich fragte mich, wie das gehen sollte, aber meine Mutter hatte keine Zeit, die anderen Fragen zu beantworten, denn sie musste pünktlich zum Umwelt-Laden. Sie arbeitete nämlich dort.
So wie meine Mutter es mir erklärt hatte, ging ich in eine kleine Gasse neben der Brenger-Bäckerei. Plötzlich spürte ich einen harten Luftstoß, der mich nach oben zog. Ich schloss die Augen, denn ich hatte furchtbare Angst! Da hörte alles auf und ich spürte Gras unter meinen Füßen. Ich fühlte mich irgendwie ein bisschen anders. Erst traute ich mich nur ein Auge zu öffnen, dann das zweite. Ich konnte es nicht glauben! Ich stand auf einer grünen Wiese, übersät von kleinen Blümchen. Rechts von mir lag ein kleiner Bach mit vielen Bäumen, drum herum und links von mir war sogar ein Windrad aufgebaut! Doch vor mir lag ein riesiges Gebäude mit vielen Fenstern! An der Eingangstür stand: Hexenwald-Internat. Stimmt! Ich wurde mit der Magie zum Hexenwald-Internat mitgenommen! Das war ja praktisch!
Da merkte ich erst, dass ich anders angezogen war! Ich hatte ein weißes Hemd, darüber eine schicke schwarze Jacke, einen schwarzen Rock, eine weiße Strumpfhose und schwarze Schuhe an. Es gingen viele Kinder in die Schule hinein, manche waren auch schwarz-weiß gekleidet, viele aber auch bunt. Ob das etwas zu bedeuten hatte? Ich beschloss den Kindern zu folgen, die schwarz-weiß gekleidet waren, das müsste ja einen gewissen Grund haben. Deshalb ging ich nun zum Haupteingang. Dort stand ein hoher Mann mit langem weißem Bart und einem langen Umhang. Er fragte mich: „Guten Tag liebe kleine Dame! Darf ich bitte deinen Namen wissen?“ „Mein Name ist Venera Gärtner“, antwortete ich. „Hervorragend“, sagte er, „willkommen auf dem Hexenwald-Internat! Ich bin der Direktor dieser Schule und alle nennen mich Herr Wald, ja, so ist nämlich mein Name. Wir werden uns gleich im Treffsaal mit den anderen neuen Fünftklässlern treffen. Am besten, du gehst schon mal dort hin. Das ist die dritte Tür links. Bis dann!“ „Okay, das mach ich“, sagte ich freundlich, „bis dann!“
Auf dem Weg zum Treffsaal
Als ich in die Schule hineinging, war dort ein langer Gang. Überall im Gang waren Türen verbreitet. Ich zählte die Türen links und ging in die Dritte hinein. Es war ein eher kleiner Raum und es war dämmrig. Es saßen schon ein paar Schüler auf den Sitzplätzen, aber nicht viele. Ich ging langsam zu einem freien Sitzplatz und setzte mich hin. Ich hatte ein wenig Angst, da ich hier niemanden kannte. Aber das würde ich schon schaffen. Links und rechts neben mir waren noch jeweils zwei Plätze frei. Mal sehen, wer sich dort hinsetzten wird, dachte ich mir, und im selben Moment kamen zwei Schülerinnen in den Saal rein. Sie waren Zwillingsschwestern und hatten rote Haare und Sommersprossen. Sie quatschten über etwas und lachten laut. Und sie gingen auf mich zu. Dann sagten sie: „Hallo, bist du auch eine Fünftklässlerin?“ „Ähh, ja“, antwortete ich. „Super, wir auch“, sagten die Mädchen erfreut, „können wir uns neben dich setzen?“ Ich zögerte nicht lange und sagte: „Ja klar, hier ist noch frei!“ Vielleicht kamen wir ja zusammen in eine Klasse, das wäre gut, denn die beiden waren mir sympatisch.
Wer kommt in welche Klasse?
Nach und nach kamen immer mehr Kinder in den Saal und setzten sich hin. Links neben mich setzte sich noch ein Mädchen mit leicht gewellten, braunen Haaren und neben sie anscheinend ihre Freundin. Ich wechselte immer mal wieder ein paar Worte mit Cherry und Mary, so hießen die beiden Zwillingsschwestern, wie ich herausfand. Und da kam endlich Herr Wald herein, und alle Kinder verstummten sofort. „Liebe Fünftklässler“, begann er seine Rede, „willkommen auf dem Hexenwald Internat! Ich bin euer Direktor, Herr Wald, und ich erkläre euch jetzt ein bisschen etwas über die Schule. Wie ihr hoffentlich alle schon wisst, ist das eine Hexen-Schule. Das heißt, dass ihr alle Hexen seid. Da wir im Vergleich zu den anderen Menschen wenige Hexen sind, gibt es nur eine Hexen-Schule, und zwar unsere. Es gibt aber vier verschiedene Arten von Hexen. Die Luft-, Erd-, Wasser- und Feuerhexen. Morgen werdet ihr herausfinden, wer ihr seid! Außerdem hat jeder Schüler auf dieser Schule einen magischen Begleiter. Es ist ein Tier. Es kann zwar nicht sprechen, hat aber viele anderen magischen Fähigkeiten. Dieses Tier bekommt ihr ebenfalls morgen zugeteilt. So, und jetzt sage ich euch in welche Klasse ihr kommt.“
Herr Wald nannte eine Menge von Schülern, aber ich, Mary und Cherry waren nicht in der 5a. „5b“, sagte Herr Wald, „Mary und Cherry Apoy!“ „Das sind wir!“, sagten die Mädels, und gingen dorthin, wo der Direktor hinzeigte. „Nicole Dinke!“, sagte Herr Wald, und das Mädchen das links neben mir saß stand auf und ging zu Mary und Cherry hinüber. Ich saß gespannt auf meinem Sitz. Hoffentlich kam ich in die 5b! „ Florian Elbe!“, rief Herr Wald, „Venera Gärtner!“ Hurra! Ich war in der 5b! Ich wusste nicht, warum ich mich so freute, aber es fühlte sich so an, als ob Cherry und Mary richtige Freundinnen wären, deshalb war ich sehr froh.
Mega tolle Geschichte
Danke!
Du schreibst super!