Eure Geschichten

Ver­um Tenebris 2- Das Tal der See­len #2

Seelen und Schatten 

"Was?" Entsetzt blickte Hope an sich hinunter. Sie war ebenfalls nur eine Seele und konnte durch die leicht milchig, neblige Farbe ihres Körpers sehen. Sie konnte Noctis Erleichterung sehen und wurde wütend: "Was bin ich denn?!", fragte sie. "Bin ich ein Geist?" Besorgt sahen Luna und Noctis sich an. Langsam, als versuchte Luna einen Jungem etwas zu erklären, sagte sie: "Du bist weder ein Geist, noch eine Katze aus Fleisch und Blut. Du bist im Moment nur deine Seele."

Aurea, die bis jetzt nur in der Ecke gestanden hatte, trat zur Seite und nun konnte Hope ihre Körper sehen. Sie lagen schlaff auf dem Boden und sahen aus, als wäre alles Leben aus ihnen gewichen. Aber sie atmeten noch. "Das bin ich?", fragte Hope, als sie eine Katze mit weiß-grauem Fell erblickte. "Ja", meinte Aurea, doch Hope hatte ihr gegenüber nichts mehr übrig. Verachtend funkelte sie Aurea an. "Du ...", zischte sie, "du hast unsere Mutter ermordet!" Damit meinte sie Livor, die Mutter von ihr und Luna. Aurea wich augenblicklich zurück. "Es tut mir leid, die Schatten waren wie ..., wie eine dunkle Masse, die mich kontrollieren konnte. Das war nicht ich, Hope." Aufbrausend sträubte sich Hopes Fell. "Ach nein? Du warst einfach nicht stark genug!" 

Zu Hopes Überraschung ging Luna dazwischen. Mit lauter Stimme sagte sie: "Hör auf! Sie kann nichts dafür!" Etwas leiser entgegnete Hope: "Aber sie ..." Schon  unterbrach Luna sie zum zweiten Mal: "Sie wurde vom Schatten kontrolliert, so wie du!" Wütend fauchte Hope: "Vielleicht ist es dann besser, wenn ich gehe. Ihr könnt mich nicht gebrauchen, ich könnte euch ja anfallen." Trotzig ging sie davon und blickte nicht einmal zu ihrer Schwester, Noctis, Aurea und ihren Körpern zurück.

Sie hatte endlich, seit Livors Tod, der ganzen Wut Platz gemacht. Sie ging weiter und nahm erst jetzt die Umgebung richtig wahr. Alles war von einem hellblauem Schimmer umgeben und merkwürdige Pflanzen wuchsen am Rand des Weges, dem Hope folgte. Nach einer Zeit, sie konnte nicht sagen wie viel, kam ihr etwas merkwürdig vor. Sollte es im Tal der Seelen nicht auch Seelen geben? Die Ruhe war noch unheimlicher und die komisch geformten, blauen Bäume schienen sie regelrecht anzustarren. 

Nervös huschte ihr Blick über blauen Farn. Der Schatten dahinter bewegte sich und zischte Hope ins Ohr: "Komm, Tochter der Nacht, komm in meine Arme." Hope sprang zurück. Schnell fauchte sie dem Schatten zu: "Niemals! Du willst mich doch bloß kontrollieren!" Der Schatten lachte hart. "Naives Kind! Ich habe dich noch nie kontrolliert, das warst du ganz allein! Du wolltest Rache an Aurea, nicht ich." Mit Entsetzen stellte Hope fest, dass der Schatten Recht hatte. Luna lag falsch. Sie wurde nicht kontrolliert, sie hatte den Schatten kontrolliert! Nein - sie war außer Kontrolle geraten...

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Eure Kommentare

Wow,wow,wow,wow,WOW!!!!! Das ist sooooooooooo spannend!!!!! Du könntest das wirklich mal als Buch veröffentlichen!
Soooooo cool und spannend! Ich liebe diese Geschichte einfach!