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Won­der­World - Der An­fang | Ka­pi­tel 2

Kapitel 2 - Zwei "magische Personen" in der Bahn

Sicht: Lily

Das Problem erwies sich dann doch nicht als so dramatisch, da beim nächsten Halt sogar ein ganzer Viererplatz frei wurde! Natürlich setzten sich Sandy und Lily sofort auf diesen Platz und Lily begann mit einer Sprühflasche auf den Klapptisch und die Armlehnen zu sprühen.
„Hey, was machst du da?“, fragt Sandy. Hätte Lily sich auch denken können, dass so etwas kam. Sandy hatte nie Verständnis für ihre Vorsicht, auch wenn ihr diese Gabe oder auch Störung schon öfters geholfen hatte.
„Ich desinfiziere“, erklärte Lily mit einem Augenrollen, „sieht man doch!“
„Aber Corona ist doch schon vorbei!“
„Deswegen trag ich ja auch keine Maske mehr.“
Sandy gab es auf mit Lily zu streiten und diese wischte jetzt, als die 30 Sekunden Einwirkungszeit vorbei waren, die Stuhllehnen + den Tisch mit einem Taschentuch trocken.
„Bist du dir sicher, dass das Tuch nicht benutzt war?“, stichelte Sandy, während sie einen Apfel aus ihrer Brotdose holte und hineinbiss.
„Lass es doch einfach, Sandy“, sagte Lily und stand auf, um auf Toilette zu gehen. Das Desinfektionsmittel nahm sie für die Klobrille und den Wasserhahn mit.

Die Toilette war leider besetzt und Lily musste noch etwas warten. Ein Junge im Alter von 10 oder 11 Jahren kam auf sie zu. Lily bemerkte, dass seine Augen schimmerten, so, als ob er geweint hätte, jedoch waren keinerlei Spuren von Tränen zu entdecken.
„Wie heißt du?“, fragte Lily.
„Jamil“, erzählte ihr der Junge. Seine Stimme klang in etwa so wie eine leise, sehr leise Orgel. „Und du?"
„Ich bin Lily“, sagte Lily, als die Tür zur Toilette aufging. Eine mittelalte Dame mit rotblonden Haaren kam heraus. Sie hatte sich in ein weiß-blaues Gewand gewickelt und betrachtete sich in einem Spiegel. Sie murmelte leise ein paar Worte vor sich hin. Lily konnte nur „Matthew… know… Indy … that ... so …“ verstehen. Die Frau kam also aus England oder aus den USA.
Lily beeilte sich auf der Toilette, denn sie wollte unbedingt Sandy von ihren „Entdeckungen“ erzählen. Außerdem hatte sie das Gefühl, dass der Junge, Jamil oder wie er hieß, auch auf das Klo wollte.

„Wieso trägt man im Zug ein langes Kleid, das aussieht wie ein Brautkleid…“, fragte Sandy, sobald Lily ihr alles erzählt hatte.
„Vielleicht besteht ja ein Zusammenhang zwischen Jamil und der Frau…“, überlegte Lily. Das konnte ja vielleicht sogar stimmen, schließlich hatten beide etwas magisches an sich: Jamil hatte diese komischen Augen und die Frau dieses Gewand…

Endstation für Lily, Sandy und... Jamil?

„Lily, wir müssen aussteigen!“, zischte Sandy. Lily öffnete die Augen. Sie war eingeschlafen und merkte, dass der Zug gerade in den Bahnhof einfuhr. Zum Glück hatte Sandy ihre Sachen schon eingepackt (sehr nett, fand Lily) und Lily konnte sich schnell ihre Taschen schnappen und zusammen mit Sandy aus dem Zug flitzen.
„Puh, das war knapp!“, schnaufte Lily, als die beiden außer Atem sich auf eine Bank fallen ließen. „Danke Sandy!“
„Bitte“, sagte Sandy und lächelte. Dann änderte sich ihr Gesichtsausdruck zu einer verkniffenen Miene. Lily folgte ihrem Blick und sah, dass der Junge mit den goldenen Augen, Jamil, in allerletzter Sekunde aus dem Zug hetzte. Kaum hatte er den Bahnsteig berührt, fuhr der Zug auch schon ab. Das war ja echt ein Zufall, dass Jamil auch hier ausstieg!
„Sag mal, hättest du das gedacht?“, fragte Lily Sandy.
„Nope“, machte diese, „ich  hab aber eine Idee…“
„Und die wäre?“
„Wir verfolgen ihm!“

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Hey, das ist voll cool!!  
Soo spannend! Schreib bitte so schnell wie mögloch wieter!
Boa, cool!!