BERLINALE: Gugus Welt
Darum geht's
Gugu lebt mit seiner Oma Dilma in einem kleinen Ort in Brasilien am Araújo-Lima-Stausee. Bei ihr kann er das machen, was ihm gefällt. Manche Jungen in der Schule oder beim Fußball verstehen sein Verhalten nicht. Vor allem, wenn er nach einem Tor anfängt zu tanzen. Oder dass er in der Schule wie seine Freundinnen Make-up oder Glitzersteine im Gesicht trägt. Auch von seinem eigenen Vater wird Gugu abgelehnt. Er sagt, es ist peinlich, wie die Menschen im Dorf über ihn reden. Als es Dilma plötzlich schlechter geht, ist Gugus sicheres Zuhause in Gefahr. Was kann er tun, um Dilmas und seine eigene Welt zusammenzuhalten?
Unsere Meinung
Gugu trägt ganz viel Farbe in seine Welt und steckt uns mit seiner guten Laune an. Umso trauriger war es für uns zu sehen, dass er von anderen Kindern in seinem Umfeld nicht akzeptiert wird. Gugu findet Geschlechterrollen unnötig. Sein Umfeld macht immer wieder deutlich, was sie in unserer Welt bedeuten. Und was mit Kindern passiert, wenn sie das Gefühl haben, nicht hineinzupassen. Obwohl Gugu gemobbt und ausgeschlossen wird, ermutigt er andere Kinder, das zu tun, was sie mögen. Er sagt, dass es keine "Jungssachen" und "Mädchensachen" gibt. Alle dürfen alles.
Dilma steht immer hinter Gugu, egal ob es um seinen Traum geht, ein Fußballstar zu werden. Oder wenn sie sich zusammen die Nägel lackieren. Auch seine Freundinnen finden ihn toll, so wie er ist. Besonders schön ist es, Gugu tanzen zu sehen. Denn das kann er auch richtig gut.
Der Film zeigt, wie wichtig Freundschaften und enge Bezugspersonen sind, um sich verstanden und sicher zu fühlen. Der Film hat uns emotional gemacht, aber vor allem hat er uns Kraft gegeben.
Land
Brasilien
Regie
Allan Deberton
Jahr
2026
Länge
93 Minuten
Altersempfehlung
ab 12 Jahren
Muss ich sehen