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Was ist der Día de los Mu­er­tos?

Wie und was wird gefeiert?

Mexiko auf der Landkarte

“El día de los muertos” (“der Tag der Toten”) ist einer der wichtigsten Feiertage in Mittelamerika. Mittelamerika gehört zum amerikanischen Kontinent und liegt auf dem Land zwischen Nordamerika und Südamerika. Auf einer Weltkarte ist das gut zu erkennen. Besonders in Mexiko wird das Fest in sehr vielen Dörfern und Städten gefeiert.

Die Menschen feiern und ehren die Verstorbenen. Dabei glauben die Einwohnerinnen und Einwohner Lateinamerikas, dass die Seelen der verstorbenen Menschen die Welt der Lebenden in der Nacht vom 1. auf den 2. November besuchen.

die Auslage eines Süßigkeitengeschäftes: Totenköpfe in den buntesten Farben aus Zuckerguss und andere Süßigkieten und Backwaren
Totenköpfe aus Zuckerguss

Schon Wochen vorher bereiten sich die Menschen auf das Fest vor. Die Straßen werden geschmückt. Zuhause bei den Familien wird eine sogenannte “ofrenda” aufgestellt. Das ist ein Altar. Auf ihm werden Fotos der Verstorbenen platziert. Außerdem wird er mit Essen, Kerzen, Blumen und Totenköpfen (die teilweise aus Zuckerguss bestehen) dekoriert. Das soll dazu dienen, die verstorbenen Familienmitglieder aus der Totenwelt anzulocken und ihnen einen schönen Empfang zu bieten.

Angehörige feiern auf einem mexikanischen Friedhof den Día de los muertos, es ist dunkel, die Gräber sind mit Blumen dekoriert, es leuchten viele Kerzen
Lichtermeer auf dem Friedhof

Die ganze Familie kommt in der Nacht vom 1. auf den 2. November zusammen. Sie besuchen mit vielen anderen Menschen zusammen den Friedhof und legen Gaben auf die Gräber der Verstorbenen. Dabei wird gesungen, getanzt, gegessen und gefeiert.  “El día de los muertos” ist also kein trauriger Gedenktag, sondern ein fröhliches, buntes Fest, das die Verstorbenen ehren soll.

 

ein Straßenumzug, Menschen mit Masken und bunten Kostümen, mit als Totenkopf geschminkten Gesichtern tanzen auf der Straße, am Rand viele Zuschauer
Durch die Straßen der Städte ziehen auch Umzüge.

Geschichte des “Día de los muertos”

Die Geschichte Mittelamerikas reicht weit in die Zeit zurück. Bevor Amerika von den Europäern entdeckt wurde, wohnten dort bereits Menschen: Die indigene Bevölkerung. Sie sahen das Leben und den Tod nicht als Gegensätze. Im Gegenteil: Sie glaubten daran, dass der Tod nicht das Ende vom Leben ist, sondern ein weiterer Abschnitt eines Kreislaufes.  

Im 15. Jahrhundert wurde Amerika von den Europäern entdeckt. Die indigenen Völker wurden gewaltsam unter die Herrschaft der Eroberer gestellt. Ihnen sollte der christliche Glaube aufgezwungen werden. Es vermischten sich der Glaube an den Tod der indigenen Völker und die Symbole des Christentums miteinander. So spielt zum Beispiel das Kreuz als Symbol des christlichen Glaubens eine Rolle bei dem heutigen “Día de los muertos”.

UNESCO-Weltkulturerbe

Seit 2003 gehört “El día de los muertos” zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das bedeutet, dass dieser Feiertag als besonders wertvoll angesehen wird und er geschützt werden soll. Das heißt, dass gesichert werden soll, dass die Tradition weiter existiert und akzeptiert wird. Denn das Fest wird immer mehr von den Halloween-Bräuchen überdeckt.

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Eure Kommentare

Das ist ein richtig cooles Fest und ich kenne es schon vom Film Coco was einer meiner Lieblingsfilme ist!