Lernen

Pro­jek­te für mehr Bil­dung von Mäd­chen

Warum Bildung für Mädchen besonders wichtig ist

Laut Artikel 26 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, hat jeder Mensch das Recht auf Bildung. Auch in der UN-Kinderrechtskonvention ist das Recht auf Bildung festgelegt. Das heißt, alle Kinder weltweit haben ein Recht darauf, zu lernen. Denn Bildung ist etwas sehr Wichtiges. Für viele Kinder auf der Welt ist es trotzdem immer noch nicht selbstverständlich, eine Schule zu besuchen.

Vor allem Mädchen werden in Bezug auf Bildung stark benachteiligt. Die Gründe dafür können verschieden sein: einige werden früh verheiratet, bekommen sehr früh Kinder, müssen sich um den Haushalt kümmern, müssen frühzeitig Geld verdienen oder erfahren Gewalt. Es kommt vor, dass Mädchen nur die Grundschule oder überhaupt keine Schule besuchen.

Ein Beispiel ist Afrika: 61 Prozent der Frauen ohne Schulbildung bekommen mit durchschnittlich 20 Jahren ihr erstes Kind. Haben Mädchen die Schule abgeschlossen, bekommen sie deutlich später das erste Kind, da sie dann zunächst arbeiten gehen.

Eine gute Bildung hilft Mädchen dabei, ihre Chancen auf ein besseres Leben zu steigern. Das bedeutet zum Beispiel, der Armut zu entkommen, eine gute Arbeit mit fairen Arbeitsbedingungen zu finden oder ihre Familien unterstützen zu können. Vor allem lernen  Mädchen in der Schule ihre Rechte kennen. Bildung fördert also auch die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen.

Organisationen fördern Mädchenprojekte

Es gibt viele verschiedene Organisationen, die Mädchen-Projekte in vielen Ländern auf der Welt fördern. Dazu gehören zum Beispiel UNICEF, Plan, die Libra-Stiftung oder die Diakonie. Das Kinderhilfswerk Plan zum Beispiel setzt sich mit seinen Projekten für den Schulbesuch und die berufliche Bildung von Mädchen und jungen Frauen ein. Das schützt die Mädchen vor Kinderarbeit und Kinderhandel. Die Organisation informiert Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Gemeinden vor Ort über die Rechte von Mädchen.

Plan-Projekt in Sambia

Sambia ist ein Land in Ostafrika. Das Projekt “Mädchenbildung in Sambia” verhalf Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren dazu, ihren Schulabschluss zu machen. Auch junge Mütter konnten ihren Schulabschluss nachholen. Die Organisation informierte alle Menschen vor Ort, was die Kinderrechte bedeuten und wie wichtig eine gute Ausbildung besonders für Mädchen ist. Die Mädchen selbst konnten Schulungen besuchen und lernten, wie und wo sie es melden können, wenn ihre Kinderrechte verletzt werden. Es wurden acht Mädchenclubs gegründet, in denen Mädchen und junge Frauen ihre Rechte kennenlernten und sie nun weitergeben können. Plan unterstützte acht Partnerschulen in Sambia mit Schulmaterial und durch Schulungen der Lehrkräfte.

UNICEF-Projekt in Nepal

Nepal ist ein kleines Land, das im Himalaya-Gebirge in Asien liegt. Dort brechen viele Kinder frühzeitig die Schule ab, vor allem Mädchen. Deshalb hat UNICEF Kurse entwickelt, in denen Kinder den Unterrichtsstoff nachholen können. Für Mädchen gibt es zusätzliche Angebote, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Beim Fußballspielen oder anderen Sportarten entwickeln viele Mädchen Selbstvertrauen. Sport fördert die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen. Er sorgt für einen geregelten Tagesablauf und macht Mädchen stark, nicht nur körperlich.

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Eure Kommentare

In meiner Schule gibt es auch eine AG die regelmäßig Veranstaltungen macht um Geld zusammen das sie dann an solche Organisationen spendet 
An den Gast: Ja dann hast du ja schon einen Vorteil, das ist doch gut. In vielen Ländern dürftest du nicht zur Schule gehen wenn du ein Mädchen wärst, aber Jungs dürfen eigentlich überall.
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Ja toll ich bin ein Junge