Kinderrechte
Lernen

Was ist In­klu­si­on?

Inklu... - Was?

Wenn über Inklusion geredet wird, denken viele gleich an Schule. Für viele bedeutet es, dass behinderte Kinder gleichermaßen am Schulunterricht teilnehmen können. Sie sollen also keinen Extraunterricht bekommen oder an andere Schulen gehen, sondern mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam lernen. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Zum Beispiel muss das Klassenzimmer mit einem Rollstuhl erreichbar sein. Kinder mit besonderem Förderbedarf brauchen manchmal Unterstützung von einer erwachsenen Person, die sie im Unterricht begleitet. Doch das allein ist noch nicht Inklusion.

Inklusion ist viel mehr

Inklusion bezieht sich nicht nur auf körperliche oder geistige Behinderungen. Alle Kinder, egal welche Hautfarbe sie haben, welches Geschlecht, welche Sprache sie sprechen, welcher Religion sie angehören, ob sie eine Behinderung haben, ob sie arm oder reich sind oder wer ihre Eltern sind oder was sie machen, alle sollen gemeinsam beim Unterricht und anderen Veranstaltungen mitmachen können. Für eine Teilnahme darf es keine Barrieren (Hürden) geben. 

Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen, dass ein Kind aus deiner Klasse langsamer ist als andere. Das Kind wird im Idealfall von einer erwachsenen Person unterstützt. Es ist wichtig, dass es sein eigenes Lerntempo finden kann. Ein anderes Beispiel: Ein Kind kann nicht an der Klassenfahrt teilnehmen, weil die Eltern das nicht bezahlen können. Die Kosten für die Klassenfahrt übernimmt der Staat, wenn die Eltern einen Antrag stellen. Beide Beispiele haben mit Inklusion und dem Abbau von Hürden zu tun.  

Niemand darf benachteiligt werden!

Das Motto von Inklusion ist also ganz einfach: Niemand darf, aus welchen Gründen auch immer, ausgeschlossen werden. Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, damit alle Menschen an allen Angeboten teilnehmen können. Für körperlich beeinträchtigte Kinder muss alles gut erreichbar sein. Jungen dürfen nicht bevorzugt werden, die Hautfarbe darf keine Rolle spielen – das sind nur einige Beispiele.

Inklusion ist also ganz viel! Es betrifft aber nicht nur die Schule, sondern die ganze Gesellschaft. Bis niemand mehr benachteiligt oder ausgeschlossen wird, ist es noch ein langer Weg. Manche meinen, dass es nur eine Vision von einer besseren Welt und nicht zu schaffen ist. Wenn wir alle gleich wären, wäre das doch langweilig. Wir sind nicht alle gleich, aber wir haben alle die gleichen Rechte! Inklusion heißt also, dass alle gleich behandelt werden. Jeder Mensch ist einzigartig. Gerade das macht das Leben so spannend!

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Eure Kommentare

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Ich finde es gut dass auf dieser Webseite so viele Beiträge zu Kinderrechten u. ä. sind und sie sind sehr informativ mal sehen was mit den. Internet später passiert…

 

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sehr guter beitrag! Danke:)

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Ich finde es gut das alle gleich sind. 

 

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Meine Freundin hat Down-Syndrom aber ich liebe sie trotzdem obwohl sie sehr ruhig ist.

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❤️👍

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Eine meinen besten Freundinnen hat ein down-Syndrom und ich liebe sie über alles  

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Das Traurige ist, dass viele Lehrer und Erwachsene sich darum bemühen, Inklusion in der Schule zu fördern, aber dann kommen andere Kinder, die keine Hilfe brauchen, und machen sich über alle lustig, die z.B. Nachhilfe, Geldförderungen oder eine Gehhilfe brauchen. Manche Kinder denken, sie sind etwas Besseres, weil sie ohne Rollstuhl zurechtkommen, weil sie in Sport alles gut können oder weil sie keine psychischen Störungen haben. Manche denken, sie haben das Recht, Kinder mit anderer Muttersprache nachzuäffen, behinderte Kinder auszuschließen oder sich über Mitschüler lustigzumachen, die wegen ihrer Krankheit nicht so sportlich sind.

In den meisten Schulen werden beeinträchtigte Kinder gut unterstützt von Lehrern. Aber das Problem ist, dass nicht alle Kinder ihre Mitschüler auch gleich behandeln. Ich kenne niemanden, der wegen seinem schlechten Deutsch oder seiner Krankheit von Lehrern schlecht behandelt wird, aber sehr viele, die schlechte Erfahrungen mit anderen Kindern gemacht haben.

Meine Mitschüler machen sich z.B. manchmal über mich lustig wegen meinen Krankheiten, das war schon in der Grundschule so. Ich bin jeden Tag weinend nach Hause gekommen wegen ihnen und habe mir ein anderes Leben gewünscht, nur weil sie mich dauernd geärgert haben und mir das Gefühl gegeben haben, ich wäre schlechter als sie oder abnormal.

LG Lilac

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Kann ein Kind die inklusion gekrit in eine normale Schule gehee oder muss in eine Speciale schule gehee

Hallo! Es geht genau darum, dass alle Kinder - ob mit oder ohne Beeinträchtigung - in eine Schule gehen und gemeinsam lernen. Viele Grüße, dein ks-Team