Natur und Mensch

Was be­deu­tet Bar­rie­re­frei­heit?

Barrierefrei für alle

Viele Menschen glauben, Barrierefreiheit würde bedeuten, dass Gebäude gut für Menschen im Rollstuhl zugänglich sind. Barrierefreiheit ist aber noch viel mehr. Wenn etwas barrierefrei ist, heißt das, es ist leicht und einfach für alle Menschen zugänglich.

Dazu gehören Menschen mit Beeinträchtigungen, zum Beispiel Personen, die im Rollstuhl sitzen oder nicht sehen können. Aber auch Menschen mit Kleinkindern, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Man nennt Barrierefreiheit deshalb auch „ Design für alle“ oder „universelles Design“. Jeder Mensch, egal ob jung oder alt, beeinträchtigt oder nicht, soll gleichberechtigt sein und gleichermaßen am Leben teilhaben.

Barrierefreie Medien

Aber nicht nur für Gebäude gilt die Barrierefreiheit. Im Gesetz für Barrierefreiheit steht z.B. auch, dass Gebrauchsgegenstände oder Medien barrierefrei sein sollen.

  • Vielleicht hast du schon einmal Nachrichten im Fernsehen gesehen, die in Gebärdensprache übersetzt wurden. Für hörbeeinträchtigte Menschen gibt es oft die Möglichkeit bei Filmen, einen Untertitel einzustellen. Sie können dann lesen, was im Film gesprochen wird. Für sehbeeinträchtigte Menschen gibt es Hörfilme oder andere Sendungen, die beschreibend und somit gut vorstellbar sind.
  • Auch viele Seiten im Internet sind barrierefrei. So wird zum Beispiel darauf geachtet, dass die Schriftgröße geändert werden kann. Häufig gibt es Texte, die man sich vorlesen lassen kann. Ein sehbeeinträchtigter Mensch kann sich auch Bilder oder Grafiken vorlesen lassen.
  • Im Internet gibt es außerdem oft Seiten, die man in leichter Sprache findet. Die Texte in leichter Sprache sind z.B. für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen, die zum Beispiel wenig Deutsch können.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Rund 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind im Alltag zwingend auf Barrierefreiheit angewiesen. Das heißt, sie könnten ihren Alltag ohne Barrierefreiheit nur schwer oder gar nicht meistern. Für weitere 30 bis 40 Prozent sind barrierefreie Zugänge zeitweise eine wichtige Hilfe, wie zum Beispiel für Menschen mit einem Gipsverband am Fuß. Es ist wichtig, Angebote oder Orte barrierefrei zu gestalten. Denn keiner sollte aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Außerdem könnte jeder Mensch plötzlich von einer Erkrankung oder Einschränkung betroffen sein und wäre dann auch auf Barrierefreiheit angewiesen.

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