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Al­ad­din- In­ter­view mit den Schau­spie­lern

Mena Massoud spielt Aladdin

Kanntest du den originalen Aladdin Film, bevor du die Rolle für die Real Verfilmung ergattert hast?

Mena Massoud: Ich bin mit Animationsfilm Aladdin aufgewachsen. Aber als klar war, dass ich die Rolle in der Realverfilmung spielen darf, habe ich beschlossen, den Film nicht mehr zu gucken. Ich wollte nicht zu sehr beeinflusst werden und meine eigene Version erschaffen und Aladdins Charakter in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel habe ich versucht, ein wenig von meiner arabischen Herkunft in mein Schauspiel zu bringen. Ich wurde in Kairo geboren. Mit dreieinhalb Jahren wanderte meine Familie nach Kanada aus. Zuhause haben wir immer arabisch geredet. Ich bin also immer noch stark mit dem Land verbunden. Der Film bedeutet mir deshalb sehr viel. Immerhin spielt er in der Kultur meiner Familie. Ich hoffe, dass „Aladdin“ Hollywood dazu anregen kann, mehr Filme über die unterschiedlichen Kulturen zu drehen.

Du warst vier Jahre auf einer Theaterschule. Glaubst du, dass dir diese Ausbildung bei diesem speziellen Film helfen konnte?

Mena Massoud: Ja, es hilft mir eigentlich überall ein bisschen. In der Theaterschule haben wir von allem etwas gemacht. Wir haben getanzt und gesungen, aber wir haben auch Shakespeare gespielt und mit Masken gearbeitet. Die Rolle des Aladdin ist mit viel körperlicher Arbeit verbunden. Ich denke, dass mich die Theaterschule darauf gut vorbereitet hat.
Außerdem hat diese Zeit mir geholfen, meine Fantasie zu stärken. Das war für „Aladdin“ auch nötig. Immerhin musste ich die ganze Zeit mit einem Affen reden, der gar nicht da war. Auch der Dschinni, den Will Smith spielt, wurde teilweise animiert. Da mussten wir zum Beispiel mit Pingpong Bällen oder Laserstrahlen arbeiten, um meine Augenbewegungen filmen zu können. Will stand aber immer hinter der Kamera und hat seine Zeilen aufgesagt, sodass es mir ein wenig leichter fiel, mir einen Dschinni einzubilden.

Kannst du uns etwas über die Küsse zwischen Aladdin und Jasmin erzählen? War dir das peinlich oder sind die Küsse gar nicht echt?

Mena Massoud: Doch es waren definitiv echte Küsse! Sehr viele sogar. Ich habe Naomi schon vor den Dreharbeiten getroffen und wir haben uns sehr schnell richtig gut verstanden. Aladdin ist für uns beide größte Projekt und wir haben das sehr ernst genommen. Ihren Ehemann habe ich übrigens auch sehr gut kennengelernt. Also alles cool!

Was fiel dir während der Dreharbeiten am leichtesten und womit hattest du ein bisschen zu kämpfen?

Mena Massoud: Am Leichtesten fiel mir definitiv  das Schauspielern. Immerhin mache ich das jetzt seit fast 10 Jahren professionell.
Mit dem Singen war es aber so eine Sache. Ich habe schon vorher ein bisschen in der Theaterschule gesungen, aber für den Film musste ich einiges aufholen. Ich habe anderthalb Jahre mit einem Vokalcoach zusammen gearbeitet. Wir haben versucht meine Stimme immer mehr zu verbessern und die Lieder so oft aufgenommen, bis wir zufrieden waren. Ich hoffe, dass es den Zuschauern gefällt!

Wie würdest du den Film in drei Worten beschreiben?

Mena Massoud: Glänzend, schimmern und herrlich! Das ist übrigens eine Zeile aus dem Aladdin Lied „Ein Traum wird wahr“!

Wusstest du schon dass...

...Will Smith den Dschinni spielt?

...dass ein Großteil des Films in London gedreht wurde?

...dass die Inspiration für Aladdin Tom Cruise war?

...dass Aladdin der erfolgreichste Film im Jahr 1992 war? Es war auch der erste Animationsfilm, der über 200 Millionen Dollar einspielte.

Naomi Scott spielt Prinzessin Jasmin

Findest du, dass Prinzessin Jasmin in die Rolle einer modernen Frau passt?

Naomi Scott: Ja, absolut! Was ich an unserem Film so liebe ist, dass neben der ganzen Fantasie in dieser wunderschönen arabischen Welt trotzdem eine wichtige und reale Botschaft vermittelt wird. Es geht darum, sich zu selbst zu finden und zu akzeptieren wie man ist. Jeder hat sich bestimmt schon mal unterdrückt und zum Schwiegen gebracht gefühlt. Wir alle müssen herausfinden wie wir unsere Stimme finden und unsere Meinung laut und stolz verkünden können. Das ist auch die Entwicklung, die Prinzessin Jasmin durchgeht. Das ist einfach menschlich!

Tatsächlich realisiere ich immer mehr, welchen großen Einfluss die Disney Charaktere auf Hunderttausende Menschen haben. Ich finde den Gedanken schön, dass wir mit unserer Version von Aladdin noch viele weitere Kinder, aber auch Erwachsene inspirieren können. Die Disney Filme sind einfach magisch und bleiben für immer in unseren Erinnerungen!

Wie würdest du Prinzessin Jasmin beschreiben? Siehst du Ähnlichkeiten zwischen euch beiden?

Naomi Scott: Prinzessin Jasmin ist unglaublich schlau und erwachsen. Was ich besonders toll finde ist, dass sie nicht sauer ist, als ihr Vater sie nicht zum Sultan macht, sondern dass sie ihn versteht und ihn weiterhin unterstützt. Sie ist eine wahre Anführerin!
Ich würde mich total freuen, wenn wir viele Gemeinsamkeiten hätten, aber ich bin definitiv nicht so cool wie Jasmin. Ich habe aber versucht sehr viel von mir selbst in diesen Charakter zu bringen. Wir sind beide immer auf der Suche nach Abenteuern. Ich möchte auch immer neue Sachen ausprobieren. Sie verlässt unerlaubt den Palast, weil sie endlich die Welt sehen möchte und es nicht akzeptiert länger eingesperrt zu bleiben.

Kanntest du den originalen Aladdin-Film, bevor du die Rolle für die Real Verfilmung ergattert hast?

Naomi Scott: Tatsächlich war mein Bruder ein großer Aladdin-Fan und wir haben ganz oft Rollenspiele gespielt. Ich war Prinzessin Jasmin und er Aladdin und wir sind durch das ganze Haus gesprungen und haben die Lieder gesungen. Die Disney-Filme waren ein großer Teil meiner Kindheit. Ich bin so glücklich, dass ich meine Lieblingsprinzessin zum Leben erwecken darf! Die Rolle ist wirklich wie für mich gemacht. Ich liebe es zu singen, zu tanzen und zu schauspielern. Es war also der perfekte Mix!

Für den neuen Film von Aladdin wurde extra ein neues Lied für Prinzessin Jasmin geschrieben. Kannst du uns ein bisschen über die Entstehung erzählen?

Naomi Scott: Dieses Lied haben die Besten der Besten geschrieben. Alan Menken hat die Musik von unzähligen anderen Disney-Filmen komponiert. Ich weiß noch, dass ich an dem Musikraum vorbei gelaufen bin und gehört habe, wie Alan die Melodie auf dem Klavier spielte. Ich hatte es vorher noch nie gehört, aber ich wusste sofort: Das ist der Song! Als mir das Lied dann das erste Mal richtig vorgespielt wurde, hatte ich wirklich Gänsehaut! Es ist schwer zu singen, aber es ist so eine Ehre, diesem Lied meine Stimme zu schenken. Im Lied geht darum, sich nicht länger unterdrücken zu lassen, sondern seine Stimme zu erheben und für sich selbst einzustehen. Diese  Botschaft ist so wichtig und ich hoffe das junge Mädchen daraus Kraft schöpfen können!

Wie würdest du den Film in drei Worten beschreiben?

Naomi Scott: Spaß, Spaß, Spaß!

Danke euch beiden für das Interview!

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