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Whee­l­map – Was ist das?

Die Wheelmap

Millionen Menschen nutzen täglich einen Rollstuhl, Rollator oder sind mit dem Kinderwagen unterwegs. Und immer wieder stoßen sie auf Hindernisse, wie Treppen oder Stufen, die sie nicht überqueren können. Die Wheelmap (auf Deutsch: Radkarte) zeigt, wie rollstuhlgerecht öffentliche Orte, wie Restaurants, Bibliotheken oder U Bahn-Stationen sind.

Die Wheelmap kann sowohl als Internetseite als auch als App benutzt werden. Die Nutzerinnen und Nutzer können sich mit der Wheelmap vorher informieren, wie gut zu erreichen der Ort ist, wo sie hin wollen. Aber nicht nur das, jeder kann auch ganz einfach selber Orte hinzufügen und mit dem Ampelsystem bewerten. Dabei steht grün für sehr rollstuhlgerecht, gelb für teilweise rollstuhlgerecht und rot für nicht rollstuhlgerecht. 1 Millionen Orte wurden bisher in der Karte hinzugefügt und jeden Tag werden es mehr. Mittlerweile gibt es die Wheelmap in über 30 verschiedenen Sprachen.

Nachgefragt!

Die wheelmap ist iniziert von den Berliner Sozialhelden. Wir hatten die Möglichkeit Svenja Heinecke von den Sozialhelden zu interviewen und genauere Informationen zu bekommen.

  1. Wer steckt eigentlich hinter der Wheelmap?
    © Melanie Wehnert, privat

Hinter der Online-Karte Wheelmap.org stecken die Berliner Sozialhelden. Uns gibt es seit 2004, seit 2008 sind wir ein gemeinnütziger Verein. Im Moment besteht unsere Gruppe aus 19 Leuten, davon nutzen 5 Personen einen Rollstuhl. Der Gründer der Sozialhelden ist Raul Krauthausen. Er ist Rollstuhlfahrer und setzt sich in Deutschland sehr für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

  1. Wie kamt ihr da drauf die Wheelmap zu entwickeln?

Die Wheelmap entstand, weil Raul Krauthausen selbst im Alltag oft das Problem hatte, ein rollstuhlgerechtes Café zu finden, in dem er sich mit seinen Freunden treffen konnte. Denn in Berlin haben viele Läden ein oder zwei Stufen am Eingang. Die Sozialhelden überlegten dann gemeinsam. Sie fanden, dass es sehr hilfreich wäre, eine Karte zu haben, in der man alle stufenlosen Orte einzeichnen könnte.

  1. Gibt es die Wheelmap auch in anderen Länder?

Ja, die Wheelmap funktioniert weltweit und ist in 32 Sprachen übersetzt. Insgesamt gibt es über eine Million Einträge, auf alle Kontinente verteilt. Davon sind die meisten in Deutschland, weil die Wheelmap hier bei den Menschen am bekanntesten ist. Aber es gibt z.B. auch viele Informationen in den USA, Indien, Frankreich, Südafrika, Kanada, Tschechien, Österreich, Australien... Insgesamt gibt es in ca. 70 Ländern mehr als 1000 Einträge zur Rollstuhlgerechtigkeit.

  1. Das Ziel der Wheelmap ist es, Menschen mit einem Rollstuhl zu zeigen, welche Orte gut zu erreichen sind. Gibt es noch andere Ziele, die ihr mit der Wheelmap erreichen wollt?

Ja. die Wheelmap ist nicht nur eine ganz praktische Hilfe im Alltag für alle Rollstuhlfahrer*innen. Wir wollen mit der Wheelmap auch zeigen, dass Barrierefreiheit wichtig ist und sichtbar machen, wie rollstuhlgerecht eine Gegend ist. Damit z.B. Politiker*innen und Politiker sich nicht mehr rausreden können und dafür sorgen, das zu verbessern.

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