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Sophie Pole ist Medienreferentin beim Deutschen Kinderhilfswerk. Sie hat uns unsere Fragen zu Online-Freundschaften beantwortet.
Sophie: Online-Freundschaften sind Freundschaften, die man über das Internet pflegt – zum Beispiel über Messenger-Apps, soziale Netzwerke wie Instagram oder TikTok oder Spiele. Man schreibt sich Nachrichten oder spielt zusammen, ohne sich immer persönlich zu treffen.
Sophie: Man weiß nie genau, wer hinter einem Profil steckt. Im Internet kann man sich nämlich ziemlich leicht als jemand anderes ausgeben. Sogar als jemand, den man vielleicht aus der Schule zu kennen glaubt. Deshalb ist es wichtig, vorsichtig zu sein und persönliche Informationen nicht einfach oder unbedacht zu teilen.
Sophie: Es ist natürlich spannend, neue Leute kennenzulernen, die die gleichen Hobbys oder Interessen haben wie man selbst. Und das sogar auf der ganzen Welt. Oft macht es viel Spaß, miteinander zu schreiben, sich über gemeinsame Themen auszutauschen oder online zusammenzuspielen. Und manchmal tut es einfach gut, jemanden zum Reden zu haben. Außerdem kann man durch Online-Freundschaften mit Freundinnen und Freunden in Kontakt bleiben, auch wenn sie weit weg wohnen oder weggezogen sind.
Sophie: Gefährlich wird es, wenn jemand einen bedrängt oder sich unbedingt persönlich treffen will. Auch wenn jemand nach ganz persönlichen Informationen wie dem vollen Namen, der Adresse, der Schule oder Bildern fragt. Das sollte man im Internet niemandem preisgeben. Wenn man ein komisches oder ungutes Gefühl hat, ist das schon ein Warnsignal. Dann sollte man am besten mit einer erwachsenen Person sprechen, der man vertraut. Also zum Beispiel mit den Eltern, Lehrkräften oder jemandem aus der Familie.
Sophie: Online Freunde und Freundinnen können über richtig viele Sachen reden. Zum Beispiel über Hobbys, Lieblingsspiele, lustige Geschichten oder Dinge, die man toll findet und die einen interessieren. Das ist total okay. Aber es gibt auch Dinge, die man auf keinen Fall online mit jemandem teilen sollte. Dazu gehören zum Beispiel die eigene Adresse, Telefonnummer, die Schule oder Passwörter. Auch Fotos oder Videos sollten nicht an Online-Kontakte verschickt werden. Wenn man sich unsicher fühlt, sollte man mit einer erwachsenen Person sprechen, der man vertraut.
Sophie: Zuerst einmal: Triff dich niemals allein mit jemandem, den du nur aus dem Internet kennst. Sag immer deinen Eltern oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson Bescheid. Es ist wichtig, dass dich beim ersten Treffen immer jemand begleitet. Es kann übrigens auch eine gute Idee sein, erst einmal per Video zu telefonieren. So sieht man sich wenigstens ein bisschen. Und man kann sich etwas sicherer sein, dass auch wirklich die Person am anderen Ende ist, die sie vorgibt zu sein. Übrigens darfst du auch jederzeit „Nein“ sagen, auch wenn die andere Person vielleicht enttäuscht ist. Dein Gefühl und deine Sicherheit stehen immer an erster Stelle.
Sophie: Online-Freundschaften können viel Spaß machen und wichtig sein. Man kann über gemeinsame Interessen reden und neue Leute kennenlernen. Gerade schüchternen Kindern fällt es manchmal sogar leichter, sich online zu öffnen. Aber: Freundschaften, die nicht online sind, lassen sich nicht komplett ersetzen. Zusammen spielen, lachen oder gemeinsam Dinge erleben – das ist wichtig. Darum ist es gut, wenn du beides hast: Freundschaften online und Freunde und Freundinnen, mit denen du dich auch vor Ort treffen kannst.
Danke für das Interview!
LOL
La
Cool das ist echt wichtig zu wissen.
LG Skatergirl
cool