Natur und Mensch

Alb­träu­me und Schlaf­wan­deln

Albträume in der ersten Tiefschlafphase

Wir schlafen und träumen - und zwar jede Nacht. Kinder träumen insgesamt mehr als Erwachsene. Man kann sagen, ungefähr die Hälfte der Nacht. Denn sie träumen nicht nur in REM-Schlafphasen, sondern auch im Tiefschlaf.

Wenn wir träumen, dann erleben wir unseren Tag noch einmal. 85 Prozent von dem, was wir träumen, hat mit unserem vergangenen Tag zu tun. Wenn du gestresst warst oder von einer schlechten Schulnote erfahren hast, dann liegt es nahe, dass du das Erlebte im Traum verarbeitest. Wenn negative Ereignisse überwiegen, wird auch das Traumerlebnis negativ sein. Manche Trauminhalte werden gespeichert, die meisten vergessen wir wieder. Ein Großteil unserer Träume ist völliger Quatsch. Deshalb ist es gar nicht schlimm, dass wir uns nicht an alle Träume erinnern.

Albträume sind Träume, in denen der Körper mitreagiert, also Puls und Blutdruck ansteigen. Manchmal werden Kinder in der Nacht plötzlich wach. Es kann auch mal sein, dass sie kurz nach dem Aufwachen nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden können. Dann werden Vorhänge zu Wasserfällen oder Schreibtischstühle zu gruseligen Ungeheuern. In solchen Fällen können Eltern oder Geschwister gut beruhigen.  

Es kann auch helfen, wenn Kinder ihren Traum am nächsten Tag aufmalen. Wichtig ist es, einem düsteren Traum auf dem Papier ein anderes Gesicht zu geben. Durch die sogenannten Traumbilder können Kinder im Nachhinein besser mit Albträumen umgehen. 

Vielleicht hast du auch schon mal mitbekommen, dass andere Kinder im Schlaf plötzlich angefangen haben zu schreien. Es gibt Kinder, die in der Nacht plötzlich aufschrecken und nicht mehr ansprechbar sind. Das nennt sich Nachtschreck. Am nächsten Morgen können sie sich nicht mehr daran erinnern.  

Schlafwandeln im Tiefschlaf  

Ans Schlafwandeln können sich die meisten Kinder am nächsten Morgen nicht mehr erinnern. Schlafwandeln heißt übrigens nicht immer, dass man aus dem Bett steigt. Der Begriff heißt eigentlich, dass man sich im Tiefschlaf bewegt, zum Beispiel ein paar Minuten im Sitzen schläft und sich dann wieder hinlegt. Die meisten Schlafwandelnden haben die Augen leicht geöffnet.

Je mehr ein Kind im Tiefschlaf träumt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es schlafwandelt. Die Wissenschaft weiß inzwischen, dass jedes zweite Kind zwischen 4 und 7 Jahren schlafwandelt. Meistens schlafwandeln Kinder kurz nach dem Einschlafen, nach ungefähr 30 bis 40 Minuten. Dann wird nämlich die erste Tiefschlafphase erreicht, die auch die längste ist.

Personen, die schlafwandeln und dabei das Bett verlassen, kann ein kleines Nachtlicht zur Orientierung helfen. Wenn keine gefährlichen oder schädlichen Gegenstände in der Nähe sind, kann nichts passieren. Schlafwandelnde Kinder sollten aber nicht in einem Hochbett schlafen. Außerdem solltest du sie nicht wecken, weil sie sich dann erschrecken könnten.

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Eure Kommentare

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Sehr interresandt👍👍👍👍
Sehr intressant!! Das mit dem Nachtschreck wusste nicht Eure Lea
Sehr intressant. Eure Lea
Ich habe früher als ich so 3-4 wahr immer so einen "Nachtschreck" gehabt. 
Interessant!!!