Der Mensch und die tropischen Regenwälder
Indigene Völker des Regenwaldes
Im Regenwald wohnt niemand? Falsch gedacht. Neben vielen Tieren und Pflanzen gibt es auch Menschen, die im tropischen Regenwald leben. Viele davon gehören sogenannten “indigenen Völkern“ an. Das sind Menschen, deren Vorfahren seit sehr langer Zeit in dem Gebiet leben.
Indigene Völker haben ihr Wissen über die Natur über Jahre an ihre Kinder weitergereicht. Anders als nicht indigene Menschen leben sie oft sehr naturbewusst. Sie kennen sich nicht bloß mit tropischen Regenwäldern aus, sondern wissen auch, wie man sie beschützt. Außerdem gibt es oft eigene Traditionen und Regeln, nach denen sie leben. Fast die Hälfte vom Amazonas Regenwald gehört zu Gebieten, in denen indigene Völker leben.
Soja und Palmöl - Regenwald in Gefahr
Für die indigene Bevölkerung ist der Regenwald ein Lebensort. Zusätzlich hilft er dabei, das weltweite Klima zu verbessern. Trotzdem wird der tropische Regenwald bedroht. Die größte Gefahr für ihn ist der Mensch. Viele Länder lassen nämlich große Teile von ihren Wäldern abholzen, um mehr Raum für die Landwirtschaft zu schaffen. Das abgeholzte Land wird für die Landwirtschaft genutzt. Besonders häufig werden Soja und Palmöl angebaut.
Wo geht das ganze Soja hin?
Viele kennen Soja aus Sojasoße, Sojasprossen und Tofu. Aber nur ein sehr kleiner Teil des gepflanzten Sojas wird wirklich von Menschen gegessen. Viel mehr davon wird als Tiernahrung genutzt. Etwa 80 % vom ganzen Soja wird an Nutztiere verfüttert. Deshalb werden so viele Sojafelder angelegt. Das ist vor allem wegen der Fleischproduktion.
Die Abholzung der tropischen Regenwälder hat Folgen für das Klima. 2024 war dabei ein trauriges Rekordjahr. Weltweit verschwanden 6,7 Millionen Hektar Regenwald. Das ist etwa so viel, wie die Fläche vom Bundesland Bayern. Dabei wird die Artenvielfalt bedroht, weil der natürliche Lebensraum der Tiere und Pflanzen verschwindet. Oft werden Teile des Waldes verbrannt, um die Nutzfläche zu schaffen. So gelangt auch klimaschädliches CO₂ in die Luft. Aufgrund der Abholzung kommt es auch manchmal zu Angriffen auf die indigene Bevölkerung. Es wird versucht, sie aus dem Wald zu vertreiben. Deshalb gibt es einige Völker, die den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden.
Was wird für den Regenwald getan?
Klar ist: um indigene Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde zu schützen, müssen die Menschen den Regenwald besser schützen.
Viele Umweltschutzorganisationen setzen sich dafür ein, dass der Regenwald besser geschützt wird. Dafür sammeln sie zum Beispiel Spenden und informieren über nachhaltige Landwirtschaft und Nachhaltigkeit im Alltag. Besonders wichtig ist aber, dass auch Regierungen den Regenwald schützen. Sie können Regeln machen, die Abholzung verbieten und dass sich mehr für Nachhaltigkeit eingesetzt wird. Umweltschutzorganisationen können das nämlich nicht. Darüber wird zum Beispiel auf der jährlichen Weltklimakonferenz COP diskutiert.
Indigene Völker als Verbündete für die Umwelt
Auch indigene Völker spielen eine wichtige Rolle. Ein Beispiel sind die Paiter Suruí aus Brasilien. Sie überwachen den Regenwald von oben. Mit Drohnen schauen sie, ob es illegale Brände oder Rodungen gibt. Falls das der Fall ist, können sie sofort Menschen zum Löschen der Brände schicken. Die Dörfer der Region sind alle gut miteinander vernetzt. Deshalb haben sie den Wald immer gut im Blick. Das ist nur eine der vielen Projekten von indigenen Gruppen. Idigene völker haben viel Wissen, das sie teilen können. So kann der Regenwald besser geschützt werden. Das findet auch der Weltklimarat. Deshalb ist es wichtig, die indigene Bevölkerung der Wälder immer in Entscheidungen miteinzubeziehen.
Wie kann ich dem Regenwald selbst helfen?
Auf den Regenwald zu achten, geht auch im Alltag. Es hilft zum Beispiel, wenn man beim Einkaufen aufpasst. Es hilft, Produkte mit Palmöl zu vermeiden und weniger Fleisch zu essen. Versuche, Produkte mit Palmöl zu vermeiden und weniger Fleisch zu essen. Vor allem aber ist es gut, Sachen lange zu nutzen und nicht so viel neu zu kaufen. Denn für jeden neuen Kauf braucht es Materialien und die kommen oft aus der Natur.