Natur und Mensch

Der tropische Regenwald

Regenwälder gibt es fast überall auf der Welt. Das sind Wälder, in denen es besonders viel regnet. Das sagt auch schon der Name. Tropische Regenwälder haben nicht bloß viel Regen, sondern auch keine richtigen Jahreszeiten. Die Bäume bleiben das ganze Jahr lang grün. Während Deutschland vier Jahreszeiten hat, ist es in den tropischen Regenwäldern durchgehend 24 °C bis 28 °C warm. Das hängt damit zusammen, wo man sie findet. Sie sind vor allem rund um den Äquator verteilt. Je näher Regenwälder am Äquator liegen, desto weniger ändert sich die Temperatur über das Jahr hinweg. Trotzdem kann es im Laufe des Jahres im Regenwald immer ein bisschen anders sein. Zum Beispiel gibt es eine Regenzeit und eine Trockenzeit, die sich abwechseln.  

Ein besonders großer Teil der tropischen Regenwälder liegt in Brasilien. Dort gibt es den wohl bekanntesten tropischen Regenwald: den Amazonas. Er ist um den wasserreichsten Fluss der Welt verteilt und wurde auch nach ihm benannt.  

Was lebt im tropischen Regenwald? 

Banane, Ananas, Orang-Utan und Faultier – sie alle gibt es im tropischen Regenwald. Die Vielfalt in den tropischen Regenwäldern ist einzigartig. Das heißt, dass es dort besonders viele Tier- und Pflanzenarten gibt. Man schätzt sie auf etwa acht Millionen. 

Im Regenwald gibt es so viele verschiedene Tiere und Pflanzen, weil sie sich an die besonderen Bedingungen dort anpassen mussten. Wegen der vielen Bäume kommt nur wenig Sonne in den Wald. Der ständige Regen spült viele wichtige Stoffe aus dem Boden davon. Deshalb haben Pflanzen und Tiere bestimmte Tricks entwickelt, um genügend Nahrung zu finden und zu überleben. Dabei sind unzählige neue Arten entstanden.  

Insekten – heimliche Helfer 

Die Hälfte aller Tierarten weltweit sind in Regenwäldern zu finden. Dabei ist die Fläche der Regenwälder im Vergleich mit dem Rest der Erde nicht so groß. Sie nehmen bloß 10 % der Landeflächen der Erde ein. Im Regenwald leben besonders viele Insekten. Überall im Wald kriecht und krabbelt es. Das hat einen guten Effekt. Weil sie sich von anderen Insekten und toten Tieren ernähren. So räumen sie den Regenwald auf und halten ihn sauber.  

Auch die Welt der Pflanzen ist spannend. Die Bäume im tropischen Regenwald werden bis zu 80 Meter hoch. Das ist fast so groß wie die Freiheitsstatue in Amerika. Alle Pflanzen im Regenwald haben eine wichtige Rolle.  Etwa 200 Gigatonnen CO₂ werden im Amazonas von dem Waldboden und den Pflanzen gespeichert. Das ist so viel, wie die Menschen innerhalb vier bis fünf Jahre in die Luft freisetzen. Damit ist der tropische Regenwald ein echter Klima-Retter.  

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