Natur und Mensch

kindersache-Kummerkasten: Wenn sich die Zukunft groß und viel anfühlt

Was sind eigentlich Zukunftsängste?

In die Zukunft zu gucken kann sich unsicher oder ungewiss anfühlen. Manchmal sind es Sorgen, etwas nicht zu schaffen. Vielleicht auch die Angst, das etwas nicht so klappt wie gewollt. Bei manchen fühlt sich diese Angst sehr groß und schwer an. Sie kann sogar so stark sein, dass sie sich im Alltag zeigt. Oder sich immer wieder aufdrängt. Manchmal ist es dann schwer, nachts ruhig zu schlafen oder Hunger oder Appetit zu spüren. 

Zukunftsangst heißt nicht, etwas schlimmer zu machen als es eigentlich ist. Sondern eine Körperreaktion auf das, was sich in der Realität belastend anfühlt. Zukunftsangst kann die Angst vor dem Klimawandel, Angst vor Krieg oder der Weltlage sein. Zukunftsangst ist auch das Gefühl, genügend leisten zu müssen und perfekt zu sein. Damit die Zukunft funktioniert. Das macht Kindern und Jugendlichen immer mehr Druck und Stress. Vor allem, weil sie lernen, auf alles eine fertige Antwort haben zu müssen. 

Antworten auf etwas Ungewisses zu haben, ist ganz schön schwer. Vor allem, wenn es nicht die eine Antwort gibt. Der Klimawandel ist nicht einfach aufzuhalten. Die Zukunft ist eine "Aufgabe" für alle und für niemanden allein. 

Hier sollen eure Sorgen Platz haben!

Vielleicht könnt ihr euch zusammen weniger allein fühlen. Tauscht euch mit anderen Kindern in den Kommentaren zu euren Fragen an die Zukunft oder Sorgen aus. Oder stellt uns weitere Fragen.

Jede Person von uns hat sich mit einer Zukunfts-Frage beschäftigt. Das sind unsere Antworten: 

Kinderrechte-Fragen zum Thema Zukunft: 

 

Antwort Berit: Leider unterschätzen viele Erwachsene die Kinder – wie viele Gedanken sie sich machen und wie groß sich Zukunftssorgen anfühlen können. Dabei ist das so nachvollziehbar, wenn man sich das Weltgeschehen anschaut! Erwachsene unterschätzen aber auch, dass Kinder viel Power haben und was bewegen können. Deshalb mein Tipp: Schließe dich mit anderen zusammen - zusammen seid ihr laut! Es gibt viele Gruppen, die sich für bestimmte Themen engagieren – vielleicht findest du dort Gleichgesinnte. Wenn du das nicht magst, reichen auch kleine Schritte, nachhaltiger und bewusster zu leben und so zu zeigen, wie ernst dir deine Zukunft ist.  

 

Antwort Sose: Manchmal kann sich die Zukunft nach ganz schön viel anfühlen. Also zu wissen, was alles auf der Welt passiert. Dazu gehört auch, was noch passieren könnte. So viele Informationen zu haben, ist total überwältigend. Vor allem ist dein Einsamkeitsgefühl auch eine schützende Reaktion deines Körpers. Denn du machst dir Sorgen. Es zeigt, dass du mitfühlst und es dir nicht egal ist, wie es Menschen auf der Welt geht. Und dass du interessiert bist an Naturschutz, Politik oder wie Menschen auf der Welt zusammenleben. Vieles davon kannst du nicht beeinflussen und das ist okay. Du kannst diesen riesigen Berg nicht allein besteigen. Manchmal hilft es schon zu hören, dass es anderen auch so geht. Austausch kann trösten. Und wenn Gruppen oder andere Menschen für dich gerade nicht erreichbar sind, tut es manchmal gut, sich auf den Moment zu konzentrieren. Heute musst du nicht alles lösen, was morgen ist. Manchmal tut es gut, sich ein "heute" zu überlegen. Welche Zukunft wünschst du dir gerade? Sie darf auch einfach nur für dich selbst existieren. 


 

Antwort Maria: Niemand ist rund um die Uhr stark. Stärke bedeutet nicht, dass man nie müde, nie traurig oder wütend ist. Pausen sind erlaubt: dein Köper zeigt dir, dass du Ruhe brauchst. Ausruhen, kuscheln und entspannen gehören genauso dazu, wie stark zu werden. Wusstest du, dass Muskeln in den Pausen wachsen? Sportler und Sportlerinnen werden nicht im Training stärker, sondern in der Zeit, in der sie sich danach ausruhen. Deine innere Stärke wächst genauso. 

 

Antwort von Louise: So geht es vielen Leuten. Man rutscht schnell hinein, sich mit anderen zu vergleichen. Das kann einen ganz schön unter Druck setzen. Solche Vergleiche sind oft trügerisch. Merk dir: Du musst nicht das Gleiche wie eine andere Person tun. Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten, anders viel Zeit und andere Möglichkeiten. Es ist total okay, wenn du nur etwas “Kleines” machst, um dich für wichtige Sachen einzusetzen. Denn wenn jeder etwas “Kleines” macht, ist die Welt auch schon viel besser. :)  

Was sind deine Kinderrechte-Zukunfts-Fragen? Schreib uns einen Kommentar!

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