Panorama

FSJ Kul­tur – Was ist das?

Wo kann man arbeiten?

Du hast bestimmt schon mal davon gehört, dass es Menschen gibt, die Freiwilligenarbeit leisten. Diese Freiwilligen arbeiten für eine bestimmt Zeit ehrenamtlich in einer Einrichtung und helfen überall, wo sie gebraucht werden. Die bekanntesten Einrichtungen sind Krankenhäuser, Kindergärten oder Altenheime oder Schulen.

Tatsächlich gibt es aber noch viel mehr Einrichtungen, in denen Freiwillige arbeiten. Welche Einrichtungen das sind, kommt auf Freiwilligendienst an. In jedem Dienst werden nämlich unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. So gibt es zum Beispiel das Freiwillige Sozialen Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr oder eben auch das Freiwillige Kulturelle Jahr. Bei einem kulturellen Jahr haben Jugendliche die Möglichkeit, in Kultureinrichtungen mitzuarbeiten. Das sind zum Beispiel Museen, Theater, Jugendzentren, Bibliotheken und ganz viel mehr.

Auch beim Deutschen Kinderhilfswerk arbeiten Jugendliche im Rahmen eines kulturellen Jahres. Hier wird jedes Jahr eine Person ausgewählt, die in den Redaktionen von kindersache.de und juki.de mitarbeiten darf. Die Freiwilligen schreiben Artikel, drehen Videobeiträge und beantworten eure E-Mails und Kommentare. Das ist aber natürlich nur eine von ganz vielen Einsatzstellen. Wie der Alltag  anderer Freiwilliger so aussieht, könnt ihr hier sehen:

  1. Berlinische Galerie: Hier arbeiten jedes Jahr drei Freiwillige. Maya ist eine von ihnen und arbeitet in der Abteilung für Kommunikation und Bildung. Sie muss viel am Computer arbeiten. Sie aktualisiert zum Beispiel die Website und den Kalender, erstellt Listen für Pressebesuche und hilft bei Veranstaltungen.
  2. Helliwood media & education:. Hier wird alles gemacht, was mit Bildung und Medien zu tun hat. Alina ist eine der Freiwilligen und sitzt in der Grafikabteilung. Die meisten Freiwilligen hier machen viel mit Grafikdesign und können z.B. Flyer erstellen. Es gibt aber auch Freiwillige, die Workshops mit Kindern anleiten.
  3. Land Kunst Leben e.V.: Das ist ein Kunst- und Kulturverein mit ökologischem Gartenanbau in Brandenburg. Die Freiwilligen hier kümmern sich viel um den Garten, in dem unzählige Gemüsesorten angebaut werden. Außerdem helfen sie bei Kunstprojekten und Kochkursen.
  4. Gemäldegalerie Berlin: Hier arbeitet Kim. Sie hilft überall mit, wo sie gerade gebraucht wird. Zum Beispiel beim Aufhängen von Bildern oder beim Übersetzen von englischen Texten. Außerdem scannt sie gerade Glasnegative. Das sind Glasplatten, auf die Fotonegative raufgezogen wurden.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ein Freiwilliges Kulturelles Jahr dauert meistens 12 Monate, also genau ein Jahr. In Ausnahmefällen wird auch nur 6 Monate gearbeitet.
  • Freiwillige arbeiten in ihren Einsatzstellen 39 Stunden die Woche. Tatsächlich ist das eine ganze Menge. Deswegen nennt man es „Vollzeit arbeiten“. Die Freiwilligen verbringen 5 Tage die Woche ca. 8 Stunden auf Arbeit.
  • In Berlin und Brandenburg bekommen die Freiwilligen 320 Euro Taschengeld im Monat. Ein Gehalt gibt es nämlich nicht – logisch, es wird ja schließlich freiwillig gearbeitet. Das Taschengeld soll den Freiwilligen dennoch helfen, die Kosten für Monatskarte und Mittagsessen zu stemmen. Dieses Taschengeld ist nicht in jedem Bundesland gleich, aber überall ähnlich.
  • Zusätzlich zu der Arbeit in den Einsatzstellen finden insgesamt 4 Seminarfahrten statt. Das ist eine Art Klassenfahrt für alle, die in diesem Jahr ein kulturelles Jahr in dem jeweiligen Bundesland machen. Die Fahrten dauern jeweils 6 Tage. Dort lernt man sich gegenseitig kennen und nimmt an Kursen teil. Kurse gibt es um Beispiel zu politischen Themen. Man kann aber auch Yoga, Tanz, Zeichnen, Fotografie und vieles mehr belegen.
  • Um ein FSJ Kultur machen zu dürfen, muss man sich bei einem sogenannten Träger bewerben. In Berlin und Brandenburg ist das die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (Kurz LKJ).

Ganz schön abwechslungsreich, so ein Kulturelles Jahr! Würdest du das auch gern machen?

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