Politik

Was ist ein Kin­der- und Ju­gend­par­la­ment?

KiJuPa vertreten die Interessen von Kindern und Jugendlichen

Kinder- und Jugendparlamente, oder auch kurz KiJuPa, sind Interessenvertretungen von Kindern und Jugendlichen. Das heißt, sie setzen sich für die Wünsche, Interessen und auch Sorgen der Kinder und Jugendlichen in ihrem Wohnort ein und verschaffen ihnen Gehör in der Politik der Erwachsenen. Denn Kinder und Jugendliche haben eigene Interessen und das Recht darauf, ihre Meinung zu äußern und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen.  

Wie wird man Mitglied in einem KiJuPa und wie ist ein KiJuPa aufgebaut?

Alle Kinder und Jugendlichen, egal wie alt sie sind, welche Herkunft sie haben oder auf welche Schule sie gehen, können Mitglied in einem KiJuPa werden. Die Mitglieder werden meistens für eine bestimmte Zeit von den Kindern und Jugendlichen des Wohnortes gewählt. Die Wahlen können an Schulen, bei Veranstaltungen oder in Kinder- und Jugendeinrichtungen stattfinden. Oft bilden sich verschiedene Arbeitsgruppen im KiJuPa. Sie arbeiten dann in kleineren Gruppen zu bestimmten Themen, wie Umweltschutz, Kinderrechte, Schule und vieles mehr. KiJuPa haben einen Vorstand, vergleichbar mit der Klassensprecherin oder dem Klassensprecher in der Schule. Das Mitmachen in einem KiJuPa ist meist eine ehrenamtliche Tätigkeit, also in der Freizeit und ohne dabei Geld zu verdienen. KiJuPa treffen sich regelmäßig in sogenannten Sitzungen. Ganz selten bekommen Kinder und Jugendliche dafür ein Sitzungsgeld.

Wie arbeiten KiJuPa mit Erwachsenen zusammen?

Die Kinder und Jugendlichen, die in KiJuPa mitmachen, können an den Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse der Erwachsenen teilnehmen und dort mitdiskutieren und im besten Fall mitentscheiden, wenn es um Themen für Kinder und Jugendliche geht. Sie können eigene Vorschläge einbringen und Projekte planen, wie z.B. den Bau eines neuen Jugendclubs, die Planung von mehr Fahrradwegen oder kostenlose Fahrscheine für junge Menschen für die öffentlichen Verkehrsmittel. Meistens haben KiJuPa eine erwachsene Betreuungsperson, die sie bei ihren Vorhaben unterstützt.

Warum sind KiJuPa wichtig?

KiJuPa sind für unsere Demokratie sehr wichtig. Hier können Kinder und Jugendliche erleben, wie Politik funktioniert und dass sie Spaß macht. Sie können lernen, wie man diskutiert und Kompromisse aushandelt. Und das wichtigste: In KiJuPa werden Kinder und Jugendliche gehört und spüren, dass sie etwas in ihrem Wohnort bewirken können. All das sind Gründe, warum sich viele Kinder und Jugendliche auch nach ihrer Arbeit in einem KiJuPa weiterhin für Politik interessieren und einsetzen.

Deine Meinung

  • Ist super
    20
  • Ist lustig
    18
  • Ist okay
    26
  • Lässt mich staunen
    26
  • Macht mich traurig
    26
  • Macht mich wütend
    13

Eure Kommentare

Ari mach es auf jeden Fall ich glaube das ist richtig cool!
Mir geht´s so wie Niah! Ich und meine Eltern haben in unserer Stadt so was gefunden. Vielleicht erlauben sie mir sogar mitzumachen!?
Ohaa, ich möchte voll gern bei einem mitmachen! Ich wusste nicht, das es das gibt! Wir hatten im Hort bis zur 4. Klasse so ein Ding was so ähnlich war. Aber da ging es nur um die Sachen im Hort. Wir haben da abgestimmt was wir beim Sommerfest machen und solche Sachen. 
Cool! Ich war schon Mal auf dem Kinder- und Jugendforum, dass ist so etwas ähnliches... Von dem Kinder- und Jugendparlament habe ich allerdings noch nie gehört! Aber sehr gut erklärt!